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Da jubelt er noch: Maximilian Giglberger freut sich über seinen sehenswerten Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für den TSV Murnau. Am Ende siegen dennoch die Habacher. 

Der Kampf stimmt

Murnau verliert heißes Match gegen Habach

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Fast hätte es zu einer Überraschung gereicht. Am Ende verliert der TSV Murnau aber doch gegen Favorit Habach.

Murnau – Nervös tippelte Tim Schmid die Seitenlinie auf und ab. Mal ging er in die Hocke, mal suchte er den Weg zu Andreas Knoll, der unweit seines Coaches lautstark Anweisungen auf das Spielfeld brüllte. Augenblicke später stand Schmid wieder vor der Auswechselbank, um selbst gestenreich mit seinen Fußballern zu kommunizieren. Der Trainer des TSV Murnau stand sinnbildlich für ein spannendes Duell mit hohem Unterhaltungswert, an dessen Ende die Gastgeber gegen Habach den Kürzeren zogen.

Aus mehrerlei Gründen. Da wäre zum einen die Ampelkarte für Benedikt Buchner kurz vor der Halbzeitpause. Sieben Minuten nach seinem ersten geahndeten Foul schoss er den Ball nach einem Pfiff des Schiedsrichters vom Feld – Gelb-Rot. Unclever. Zumal sich der TSV da schon im Hintertreffen befand. Stephan Krug hatte den Ball an der Torauslinie nur unzureichend gegen Tobias Habersetzer abgeschirmt, dessen Zuspiel ins Zentrum Philipp Puchner trotz mehrerer Gegenspieler klasse verarbeitete – 0:1. Doch kam Murnau noch vor der Pause zurück. Fabian Hirschler verwandelte einen Foulelfmeter gewohnt sicher.

Und Murnaus Aktien sollten nach der Pause weiter steigen. Einen ans Sechzehnereck zurückgelegten Eckball beförderte Maximilian Giglberger mit einem Kunstschuss in die lange Ecke des Habacher Tores. „Wie so oft – die Mannschaft in Unterzahl macht einen Schritt mehr, die anderen einen weniger“, kommentiert Schmid die Hochphase seines Teams. Habach wackelte für einen Moment, kämpfte mit der Souveränität. Letztlich aber fand der Favorit zurück in die Spur. Vor allem das flotte Spiel über die Außen bereitete den Murnauern Probleme. In Kenntnis um diese Stärke der Gäste wies Schmid die Seinen an, bei der „Ballannahme und in den Zwischenräumen eng dran zu sein“. Das aber klappte zu Beginn schon nicht, und mit zehn Mann noch weniger. Das ASV-Lager monierte mehrfach die harte Gangart der Murnauer. Nicht ganz zu Unrecht. Das weiß auch Schmid. „Klar war es ab und an ein Foul.“ Deutlich außerhalb des Toleranzrahmens war etwa das rüde Einsteigen von Hirschler gegen Maximilian Feigl im Mittelkreis.

Habach revanchierte sich mit gutem Fußball. Felix Habersetzer traf zum 2:2. Krug musste gegen Tobias Habersetzer in höchster Not klären, Josef Bierling gar auf der Linie. Den anschließenden Eckball schickte Feigl auf Puchner – 2:3. Zum Ärger von Schmid. „Standards sind Willenssache.“ Der Habacher Sieg ging freilich in Ordnung. Dennoch fand der Coach, dass alle Gegentreffer „vermeidbar“ gewesen wären.

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