Lässt wieder Torhüter verzweifelt zurück: Oberammergaus Nedim Pekhamarat hat eine lange Leidensgeschichte.
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Lässt wieder Torhüter verzweifelt zurück: Oberammergaus Nedim Pekhamarat hat eine lange Leidensgeschichte.

Oberammergauer spielt wieder – Ärzte ohne Hoffnung

TSV Oberammergau: Aufgeben kennt Pekhamarat nicht - Auftakt gegen FC Mittenwald

  • VonOliver Rabuser
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Nedim Pekhamarat greift nach einer erneuten Verletzung beim TSV Oberammergau wieder an. Der TSV trifft im ersten Spiel der A-Klasse auf den FC Mittenwald.

Oberammergau – Es gab Zeiten, in denen wurde Nedim Pekhamarat als eines der größten Fußball-Talente im Landkreis gehandelt. Über die JFG Ammertal führte sein Weg in den Landesliga-Nachwuchs des TuS Geretsried, ehe er sich im U19-Alter dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen anschloss. Der Weg in die erste Mannschaft schien vorgezeichnet, als die Laufbahn jäh unterbrochen wurde und schon beendet schien.

Doch Pekhamarat trotzte der Meinung seiner Ärzte, einem Verkehrsunfall und den Schmerzen, die ihn fast täglich begleiteten. Inzwischen hat er sich dem Klub seines Geburts- und Wohnortes verschrieben – dem A-Klassisten TSV Oberammergau.

Nedim Pekhamarat: Riss der Harmstring-Sehne führt zu langer Pause

Pekhamarats Leidensgeschichte ist ausschweifend, die Verletzung ebenso selten wie gravierend. 2018 riss sich der flinke Angreifer die sogenannte „Hamstring-Sehne“, ein Bereich der hinteren Oberschenkelmuskulatur, ausgerechnet am Ansatz. Fast ein Jahr verging, ehe er nach München zum operativen Eingriff geladen wurde. „Da hat sich fast keiner rangetraut“, berichtet Pekhamarat. Dass sich der Fußball damit erledigt hatte, schien für die Mediziner alternativlos. So schnell aber wollte der heute 24-Jährige nicht aufgeben. Wegen der damaligen Freundin zog es ihm zum TSV Murnau, anschließend nach TSV Oberammergau. Nur: „Der Fuß ist immer wieder angeschwollen.“ Sollten die Ärzte Recht behalten?

Beim TSV Oberammergau freut man sich auf die Offensivkraft Pekhamarats

Es fand sich doch noch ein Professor, der mit längeren Nadeln, ähnlich einer Akupunktur, zu Werke ging. Und siehe da: Plötzlich stellte sich Besserung ein. Hin und wieder schwillt der Ursprung allen Übels noch an, und insgesamt ist das Gefahrenpotenzial einer Muskelverletzung offenbar jenseits der Norm. Doch mit dieser Prognose kann Pekhamarat leben. Während der Vorbereitung blieben Rückschläge aus. Die Lust am Kicken ist ungebrochen. Er ist „absolut motiviert“, zudem das TSV-Team eine Mannschaft mit „starkem Charakter“ ist. Pekhamarats Ambitionen sind selbsterklärend. „Spaß am Fußball“, das reicht ihm.

Beim TSV freut man sich natürlich über die Offensivkraft. „Nedim hat einen super Abschluss, ist technisch stark und kann auch mal zwei Gegenspieler stehen lassen“, zählt Coach Markus Mayer auf. Natürlich hat er den behutsamen Aufbau Pekhamarats fest im Blick. Den Mehrwert erkennt aber auch er: „Er tut uns sicher gut.“ Bestimmt auch, wenn der TSV an diesem Samstag gegen den FC Mittenwald in die Saison startet.  (Oliver Rabuser)

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