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Unterammergau verspielt Zwei-Tore-Führung - Münsing übernimmt die Tabellenführung

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Von: Patrick Hilmes

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Fassungslos: Die Unterammergauer fragen sich, wie sie das Spiel gegen Eglfing noch vergeigen konnten.
Fassungslos: Die Unterammergauer fragen sich, wie sie das Spiel gegen Eglfing noch vergeigen konnten. FOTO: Patrick hilmes © Patrick hilmes

Unterammergau hat im Meisterschaftsrennen wichtige Punkte liegen lassen. Gegen Eglfing verspielten die Hausherren nach 2:0 Führung die Tabellenspitze.

Unterammergau – Im Kreis stehen sie zusammen, der Kapitän peitscht seine Kameraden an, dann dreht sich der Kreisel. Feiernde Spieler in grünen Trikots hüpfen auf und ab. Eigentlich ein gutes Zeichen für die Heimmannschaft, spielt sich diese Szene doch in Unterammergau ab. Ist aber nicht der Fall. Die WSV-Akteure tragen an diesem Sonntag rote Leiberl, ihnen ist gar nicht zum Feiern zumute, sie liegen hingegen fassungslos auf dem Rasen und verstehen die Welt nicht mehr.

Würde in Sprechblasen über den Köpfen ihre Gedanken stehen, wäre wohl bei allen zu lesen: Wie konnten wir das noch vergeigen?

Denn alles war angerichtet für den nächsten großen Schritt Richtung Meisterschaft in der Kreisklasse. In Minute acht brachte Tobias Speer die Gastgeber per abgefälschten Schuss mit 1:0 Front. Nur elf Minuten später legte Ferdinand Brauchle mit seinem 27. Saisontreffer nach – 2:0. Ludwig Hutter, Unterammergaus Sportlicher Leiter, zückte sein Handy und sah Erfreuliches: Zu diesem Zeitpunkt hatte die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen beim SV Münsing ausgeglichen. Ein Sieg des 1. FC II bei gleichzeitigem Triumph des WSV, und die Meistersause hätte starten können.

Doch Eglfing war nicht gekommen, um am Ende zum Titel zu gratulieren. Hingegen blieb der ASV seinem Spielstil treu, der bereits kurz vor dem 1:0 Schwächen in der WSV-Defensive offenbart hatte. Lange Bälle schmeckten den Unterammergauer gar nicht. „Eigentlich ist das einfach zu verteidigen“, moniert Coach Josef Thiermeyer. Konnte Keeper Marco Diroma in der Anfangsphase mittels starker Parade noch den Rückstand verhindern, war er beim 1:2 nach rund einer halben Stunde chancenlos.

In Minute 89 platze dem Torhüter der Kragen. „Wir sind so grottenschlecht“, brüllte er über den Platz. Gemeint war jeder in rot gekleidete Spieler. Unterammergau hatte das Fußballspielen in Hälfte zwei eingestellt. „Wir werden immer ängstlicher, warum auch immer“, hadert Thiermeyer. Zunächst fingen sich die Gastgeber das 2:2 (77.) nach Stellungsfehler von Pius Zehetmeier, ehe Simon Strasser kurz vor Schluss seinen dritten Treffer mit dankenswerter Unterstützung des WSV markierte. Martin Grotz hatte im eigenen Sechzehner Probleme, einen langen Ball unter Kontrolle zu bringen.

Das Resultat: Versteinerte Minen der Unterammergauer angesichts der Tatsache, dass nun Münsing alle Karten in der Hand hält (4:1-Sieg). Thiermeyer hält sich mit Kritik zurück: „Passiert mal, ich reiße ihnen jetzt nicht den Kopf ab. Jetzt schauen wir einfach, was nächstes Wochenende passiert.“  (Patrick Hilmes)

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