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Die Erlösung: Leo Axthaler bejubelt das 1:0. 

Goalgetter im Interview über seinen historischen Moment

Voller Adrenalin: Murnaus Derbyheld Axthaler über seinen Treffer

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Vielleicht wäre Leo Axthaler nie zum Relegations-Helden geworden, wenn sich nicht Andreas Knoll verletzt hätte. Nach 22 Minuten verließ der das Feld – umringt von Sanitätern und Physio Ralf Luckhardt. Der TSV-Mann hatte sich – wie sich später herausstellte – den Kiefer gebrochen.

Axthaler übernahm und schoss in der 40. Minute das Siegtor für den TSV. Danach sprach er im Interview über den historischen Moment.

-Beschreiben Sie die Momente nach dem 1:0:

Es war der absoluter Wahnsinn. In Uffing, gegen Uffing. Ich kenne viele vom SVU, habe mit vielen zusammengespielt. Eingewechselt zu werden und das Tor zu schießen – das ist unbeschreiblich, dafür gibt es keine Worte.

-Haben Sie blind geschossen?

Normalerweise weiß ich, wo das Tor steht und muss nicht schauen. Aber wie der Dennis vor mir stand und die Beine so weit aufgemacht hat, konnte ich nicht mehr woanders hinschießen als dazwischen.

-Wie schwierig war’s, so früh von der Bank ins Spiel zu kommen?

Für mich ist das sehr schwierig. Ehrlich. Diese Situation hatte ich nicht oft. Meine Ausdauer ist nicht die beste. Es ist schwer, unaufgewärmt zu spielen. Das Adrenalin war Wahnsinn, deshalb ging’s.

-Die ganze Saison über hatten Sie wenig Zeit für Training.

Ja, wegen der Arbeit. Deshalb wollte ich lieber in der Zweiten spielen, weil ich Bock auf 90 Minuten Fußball habe und nicht nur auf zehn Minuten kicken. In letzter Zeit ging’s wieder besser. Deswegen freue ich mich, dass ich öfter und länger in der Ersten spielen darf.

-Zu Jugendzeiten bildeten sie mit Georg Kutter ein Traumduo in Murnau. Hat das die Relegation nochmals spezieller gemacht?

Wir waren beste Kumpels. Das war eine richtig geile Zeit. Wir haben sehr viele Spiele sehr hoch gewonnen. Der Schorsch hat alle Tore geschossen, ich sie vorgelegt. Man zieht einen auf, weil man unbedingt gewinnen will. Das ist überhaupt nicht bösartig gemeint. Aber es pusht einen. Wir sind immer noch Freunde.

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