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Der Unkonventionelle: Eschenlohe-Trainer Thomas Hesse.

Sieben Zähler aus drei Spielen sind das Ziel

Vorschauen: Eschenlohe ist gegen Garmisch-Partenkirchen zum Gewinnen verdammt

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Die einen wollen rauf, die anderen bloß nicht runter. Für die acht Landkreis-Teams der A-Klasse 6 beginnt am Wochenende die verbleibende Rückrunde. Besser gesagt: für sechs Mannschaften. Die Partie in Farchant fällt aus.

SC Eibsee Grainau

Gerade einmal zwei Testspiele haben die Grainauer im Winter absolviert: Ein 1:0-Erfolg über den TSV Farchant und eine 0:1-Niederlage gegen ein gemischtes Teams des 1. FC Garmisch-Partenkirchen sprang heraus. Mit der Vorbereitung zeigte sich Andreas Zinn aber absolut einverstanden. Mit Ausnahme der Konditionsläufe wurden sämtliche Einheiten auf dem Kunstrasenplatz in Oberau bestritten. Der bewährte Kader hat sich dabei manifestiert. Heißt: Kein Zugang, kein Abgang. Naja, fast. Tobias Mooshofer hat die Fußballschuhe wegen anhaltender Beschwerden am Schambein vorerst zur Seite gestellt, bleibt dem Klub aber als Unterstützer erhalten. Der SC-Rasen ist bespielbar, der Partie gegen Eberfing steht nichts im Wege. „Wir haben viel geräumt, danach konnte er die Sonne genießen“, sagt Zinn über das Spielfeld. Die sind zuhause ungeschlagen, ging das 0:1 gegen Ohlstadts Reserve doch am Gröben über die Bühne. Da kommt es Zinn und Co. durchaus recht, dass sieben der verbleibenden elf Begegnungen in Grainau stattfinden. Ein Aspekt, der zu einem Angriff auf die Tabellenspitze anregt. Mit Eberfing und Bichl stehen die ersten Gegner auf den Plätzen fünf und eins. Diese Partien möchte Zinn abwarten. So viel aber lässt er raus: „Die Hinrunde war für Grainauer Verhältnisse sehr gut. Daran wollen wir anknüpfen.“  or

FC Oberau

Sebastian Schmölzl blickt auf eine gelungene Vorbereitung zurück. Mit regelmäßig mindestens 15 Mann trainierten die Oberauer in den vergangenen Wochen auf ihrem heimischen Kunstrasen. „Das ist absolut in Ordnung“, sagt der Coach. Auch die Testspiele liefen zum Großteil positiv. Zuletzt besiegte der FCO Ligakonkurrent Söchering mit 4:0. „Ein guter Auftritt.“ Was Schmölzl besonders freut: Mit Michael Scharpf, Michael Klein und Mert Celik haben sich mehrere A-Jugendliche für Einsätze in der Ersten Mannschaft empfohlen. „Die Burschen machen sich sehr gut“, sagt der frühere Landesliga-Torwart. Auf Talente zu setzen, sei essenziell, um den Verein für die Zukunft zu rüsten. „Das ist genau der Weg, den wir gehen wollen.“ Doch bei allem Enthusiasmus dank der guten Form und Stimmung – wenn der Auftakt am Sonntag in Huglfing misslingt, „ist die starke Vorbereitung nur noch die Hälfte wert.“  nutz

SV Ohlstadt II

Durch den energischen Schlussspurt in der Hinrunde kann die SVO-Reserve ihre restliche Saison einigermaßen entspannt angehen. Nach den erfolgreichen Resultaten sei „etwas Druck“ abgefallen, sagt Trainer Tobias Fischbach. Die Ausgangsposition passt. „Man darf nur nie zufrieden sein.“ Die engere Zusammenarbeit mit der Ersten Mannschaft tut dem Team gut. Auch die Tatsache, dass neun Spieler, die eigentlich zum Kader der Zweiten zählen, im Trainingslager des Kreisligisten dabei waren, findet Fischbach „sehr positiv“. Auch wenn ihm mit Michael Reißl und Tobias Stadler zwei Akteure mit Entwicklungspotenzial nach oben verloren gehen könnten. „Das zeigt zumindest, dass wir nicht viel verkehrt gemacht haben.“ Wichtig sei nur, dass im Gegenzug Spieler aus dem Kreisliga-Team bei einem Einsatz für die Reserve „trotzdem Bock“ haben sollten, unten zu spielen. Prinzipiell ist der Trainer mit der Vorbereitung einverstanden. Auch wenn der 39-Jährige einschränkt: „Es hätte schon besser sein können – aber keiner trainiert im Winter gerne.“ or


SV Eschenlohe

Schnöde Steigerungs- und Ausdauerläufe – Fehlanzeige. Der SV Eschenlohe holte sich seine physischen Grundlagen mit Schlittenfahrten und Trampolinspringen. „Wir wollten mal eine andere Vorbereitung machen“, sagt Thomas Hesse. Der Coach und seine Mannschaft müssen das Frühjahr entgegen der eigenen Erwartungen mit Abstiegskampf beginnen. Allerdings auch mit drei Heimspielen am Stück. „Sieben Punkte sind Pflicht, wenn wir unten rauswollen“, betont Hesse vor den Duellen mit dem VTA, Ohlstadt und Oberau. Neben dem Trainingslager in Südtirol gab es auch in Testspielen einige positive Ansätze. Ein Remis gegen den ESV Penzberg, ein 2:0-Erfolg über die vierte Mannschaft des TSV 1860 München (A-Klasse) und eine knappe 0:1-Niederlage gegen den FC Kochelsee Schlehdorf. Bemerkenswert fand Hesse den 6:3-Erfolg über Burggen. „Sechs Tore habe ich in Eschenlohe noch nie erlebt“, witzelt er. Vielleicht die ersten Ausläufer der Systemumstellung. Hesse lässt den SVE fortan mit zwei Spitzen auflaufen. „Wir wollen schneller nach vorne kommen.“ Erfreulich: Anselm Barth kam in den Tests nach langwieriger Kreuzbandverletzung zu ersten Spielminuten. Bruder Christof steht vor der Rückkehr. „Der Kader wird wieder breiter.“  or


VTA Garmisch-P.

Beim Gedanken an die Wintervorbereitung seines Teams muss Zeki Serdaroglu erst einmal tief durchatmen. „Das war nix Gescheites“, räumt der Abteilungsleiter des VTA Garmisch-Partenkirchen ein. Da der eigene Platz am Kainzenbad gesperrt ist, blieb dem Verein keine adäquate Trainingsmöglichkeit. Um zumindest ein wenig gemeinsam Sport zu treiben, traf sich das Team für ein paar Einheiten in der Soccer-Halle am Hausberg. „Das war aber mehr ein Gaudi-Kick.“ Für den Rückrundenauftakt an diesem Sonntag in Eschenlohe (14 Uhr) sieht Serdaroglu den VTA daher verständlicherweise nur bedingt gewappnet. „Bereit sind wir eigentlich nicht.“ Doch trotz der sehr mäßigen Vorbereitung und der bedrohlichen Tabellensituation – die Werdenfelser stehen auf dem letzten Platz – denkt der Abteilungsleiter nicht ans Aufgeben. In der Hinrunde habe man viele Spiele äußerst unglücklich verloren. „Vielleicht ist es jetzt andersherum“, sagt er. Egal wie es auch läuft. Eines ist ihm zufolge sicher: „Wir kämpfen bis zum Schluss.“  nutz


SV Uffing II

Verdammt eng ist sie, die Tabelle der A-Klasse 6. Gerade einmal zehn Punkte liegen zwischen Rang drei und den Abstiegsplätzen. Das weiß auch Florian Neuner. Dennoch ist der Trainer des SV Uffing II fest vom Klassenerhalt seines Teams, das momentan acht Zähler Vorsprung auf den Tabellenkeller aufweist, überzeugt. Aus einem ganz einfachen Grund: „Wir sind zu gut, um hinten rein zu rutschen“, sagt Neuner. Er will am Ende irgendwo im Bereich zwischen Platz vier und sechs landen. Sein Ziel: „Gegen die Unteren gewinnen und die Oberen ärgern.“ Verzichten muss er dabei vorerst auf die Dienste von Philipp Probst. Der Stamm-Verteidiger aus der Hinrunde legt eine Fußball-Pause ein. „Er geht gerade lieber ein paar Skitouren.“  nutz

TSV Farchant

Der Auftakt gegen Mittenwald fällt aus. „Die Gemeinde hat den Platz nicht freigegeben“, sagt Sascha Handke. So unrecht ist das dem gebeutelten Trainer des TSV Farchant aber nicht. Denn die Vorbereitung war aus seiner Warte ein Fiasko. „Erschreckend“ im Allgemeinen, „erbärmlich“ was die Beteiligung betrifft. Die ersten fünf Wochen schämte sich Handke beinahe für das magere Aufkommen. Auf „sieben bis acht Mann“ beziffert er die Gruppe derjeniger, die erkennbaren Willen zeigen, dem drohenden Abstieg zu trotzen. „Die haben wirklich gut gearbeitet.“ Über den wankelmütigen Rest schweigt sich der Schwabe aus. Er war ursprünglich der Ansicht, dass alle angesichts der prekären Lage ähnlich mitziehen wie im Sommer. Ein Irrglaube. „Im Schnee zu laufen, mag halt keiner gern“, bedauert Handke. Mit der Ergänzung, dass angesichts der winterlichen Verhältnisse generell kaum eine Einheit normal ablief. Von drei Testspielen gingen zwei gegen Bad Kohlgrub und Grainau verloren, Grafenaschau bezwang der TSV knapp. Handke appelliert eindringlich an seine Schützlinge: „Der Klassenerhalt ist nur durch saubere Trainingseinheit machbar.“ Ob’s hilft? „Vieles bei uns ist eine Wundertüte.“  or

FC Mittenwald

Auch der FC Mittenwald wird sich über die Spielabsage aus Farchant nur bedingt ärgern. Zwar hat sich der zur Vorrunde massiv ausgedünnte Kader nahezu vervollständigt, doch fehlt den Isartalern die Berührung mit der Freiluft. Nach drei Monaten ausschließlichen Hallentrainings wäre die Umgewöhnung auf ein großes Spielfeld nicht leicht zu schultern gewesen. Das Problem während des Winters: Um einen Kunstrasen anzumieten, fehlt Geld. „Das ist bei uns nicht drin“, stellt Helmut Schug klar. Gespielt hätte man in Farchant natürlich trotzdem. „Es hätte nur ein Spieler gefehlt“, betont der Trainer. Ein Aspekt, der für Zuversicht in Mittenwald sorgt. „Mit unserem Kader haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun“, versichert Schug. Man könne schließlich an einem guten Tag „jeden Gegner“ der A-Klasse schlagen. Gleichwohl schränkt er aufgrund der aktuell lediglich überschaubaren Distanz zum Tabellenkeller ein: „Wenn nicht wieder plötzlich sechs Leute ausfallen.“  or

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