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Christian Fellner zum Saisonstart des 1. FC Garmisch-Partenkirchen.

Kommentar von Christian Fellner: Neues Konzept am Gröben

Der Weg des 1. FC Garmisch-Partenkirchen verdient Respekt

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Es wird nicht wenige geben, die sich am Ende der alten Fußball-Saison gefragt haben: Macht das Sinn, dass der 1. FC Garmisch-Partenkirchen drin bleibt?

Es war ja bekannt, dass ein gewaltiger Aderlass folgen würde: Berwein und Fischer weg, die Schützen von 32 der 50 Tore in der regulären Runde. Ganz ehrlich: Die Frage war berechtigt.

Doch: Der Landkreis sollte froh sein, dass er ein Aushängeschild im Seniorenbereich hat, dass sich ein Verein abhebt von der grauen Masse. Hoffentlich folgt der TSV Murnau in ein paar Jahren, der diese Stellung im Nachwuchsbereich einnimmt. Hoffentlich trägt diese Arbeit Früchte. Dann bekommen Talente, wie sie der 1. FC nun aus der näheren Umgebung an den Gröben gelotst hat, eine Chance, in ihrer Heimatregion auf vernünftigem Niveau Fußball zu spielen. Sie müssen nicht mehr nach Geretsried, Wolfratshausen oder München abwandern.

Insofern verdient der Weg des 1. FC Respekt. Natürlich geht er ihn auch aus einer Art Zwangslage heraus. Gerne hätte der Verein ein paar gestandene Kicker mehr, um sicher auf dem Level der Landesliga agieren zu können. Doch dazu fehlen offenbar ein paar Geldscheine, und geografisch lag man schon immer im Abseits. Daher der alternative Weg. Und den beschreitet der Klub derzeit absolut konsequent.

Wenn es am Ende nicht reicht für die Landesliga – hat man es zumindest versucht. Dann bekommt der 1. FC in der Bezirksliga die Chance, die neu gewonnenen Talente ein wenig behutsamer zu entwickeln. Noch aber ist das Team nicht abgestiegen, stehen 34 Spieltage bevor, um eine Überraschung zu landen – und die Eingangsfrage mit einem „Ja“ zu beantworten.

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