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Schwer vom Ball zu trennen: Tobias Speer (r.).

Die Minimalisten

WSV-Trainer Kleiner nach 1:1 in Huglfing: „Gewusst, dass es ein Kackspiel wird“

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Wer sich am Sonntagnachmittag dazu entschlossen hatte, sich die Begegnung zwischen dem SC Huglfing und dem WSV Unterammergau anzuschauen, der hätte seine Entscheidung besser noch mal überdacht.

Denn was in dieser Partie der Kreisklasse 3 geboten wurde, war wenig bis nichts. „Abnutzungskampf pur“, fasste Sebastian Kleiner das 1:1-Unentschieden hinterher zusammen.

Schon zur Halbzeitpause fühlte er sich bestätigt. „Ich hab’ gewusst, dass es so ein Kackspiel wird“, meinte Kleiner innerhalb seiner Reihen, versuchte aber weiter, seine Spieler aufzubauen. „Wir haben jetzt eine Halbzeit lang defensiv hervorragend gespielt. Da machen wir weiter so und nach vorne versuchen wir auch mal, in Ballbesitz zu bleiben. Spätestens nach dem zweiten Kontakt war der jetzt immer weg.“ Hoffnung auf mehr machte lediglich die erste Viertelstunde. Bereits nach vier Minuten lenkte Ferdinand Brauchle eine Freistoßflanke von Simon Stumpfecker mit dem Kopf ins Tor, doch Schiedsrichter Hasan Koyun entschied auf vorhergehendes Foulspiel. Eine Meinung, die man sicher teilen konnte. Sechs Minuten später trat erneut der WSV-Stürmer in Aktion, doch sein Schuss von der Strafraumgrenze ging in den zweiten Stock.

Halbzeit zwei war eigentlich ein Spiegelbild von Durchgang eins. Wenige Chancen, aber zumindest zwei Tore. Nachdem die Gäste einen vielversprechenden Konter nicht ordentlich zu Ende spielen konnten, bekamen sie kurze Zeit später die Gelegenheit vom Elfmeterpunkt. Brauchle war gefoult worden, trat selber an und versenkte eiskalt zum 1:0, was auf der Zuschauertribüne den Gästeanhang zur sicher nicht ganz ernst gemeinten Äußerung hinreißen ließ: „Wenn du so ein Spiel gewinnst, dann wirst du Meister.“

Der Satz war aber gerade mal ausgesprochen, da ertönte auf der Gegenseite auch ein Elfmeterpfiff. Huglfings Tafertshofer blieb genauso locker und erzielte das 1:1. „Letztlich ein völlig gerechtes Ergebnis“, fand Kleiner. „Auch wenn wir zum Ende hin mit der Möglichkeit durch Chrissi Kolb und Andreas Buchwieser, die an Latte und Pfosten ging, näher am Sieg dran waren.“  ak

SC Huglfing – WSV U’gau 1:1 (0:0)

WSV: Diroma – T. Speer, Thiermeyer, Grotz, Stumpfecker, Hibler, Buchwieser, A. Speer, Wagner, Lieb, Brauchle – Eingewechselt: Kolb.

Schiedsrichter: Hasan Koyun (FC Penzberg). – Zuschauer: 70. – Tore: 0:1 (78., Foulelfmeter) Brauchle, 1:1 (79., Foulelfmeter) Tafertshofer.

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