Mit allen Mitteln versuchen Fabian Staab (r.) und Orince Wusawa Unterammergaus Matthias Vogt am Torabschluss zu hindern. Der Einsatz bleibt unbelohnt, die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen verliert mit 3:5.
+
Mit allen Mitteln versuchen Fabian Staab (r.) und Orince Wusawa Unterammergaus Matthias Vogt am Torabschluss zu hindern. Der Einsatz bleibt unbelohnt, die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen verliert mit 3:5.

Viele Tore beim Kreisklasse-Auftakt

Spektakel am Gröben: WSV Unterammergau bezwingt Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen

Der WSV Unterammergau wird seiner Favoritenrolle gerecht. Beim Sieg gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Garmisch-Partenkirchen gab es ein Torfestival.

Garmisch-Partenkirchen – Zwischenzeitlich wankt der Favorit. Aber er fiel nicht, sondern erledigte seine Aufgabe im zweiten Abschnitt auf beeindruckende Weise. Die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen darf sich nach der 3:5-Niederlage gegen den WSV Unterammergau damit trösten, den ersten Entwicklungsschritt gemacht zu haben. Zudem wurde die Erkenntnis gewonnen, dass die Mannschaft in Vollbesetzung eine gute Rolle in der Fußball-Kreisklasse spielen kann.

Die Idee von Stefan Lorenz, das Match auf Kunstrasen austragen zu lassen, machte durchaus Sinn. Damit wollte der FC-Coach für kürzere Abstände zwischen den Ketten sorgen, gerade weil seine Sechser-Positionen nicht mit Stammpersonal besetzt waren. Hätte unter Umständen gut gehen können, wären der Heimelf nach dem Seitenwechsel nicht massive Patzer unterlaufen. Lorenz machte „Stellungsfehler“ seines Abwehrverbundes aus, die Robin Reiter sowie Tobias Speer ausnutzten und so den WSV auf die Siegerstraße brachten. Lorenz haderte mit der Kommunikation untereinander und der im Spielverlauf abnehmenden taktischen Disziplin. „Manche Spieler entwickeln plötzlich einen eigenen Plan, der ging aber nicht auf.“

„Manche Spieler entwickeln plötzlich einen eigenen Plan, der ging aber nicht auf.“

FC-Coach Stefan Lorenz

Zuvor war es eine offene Partie, in der die Ammertaler durch einen Distanzschuss von Simon Stumpfecker in Führung gingen. Der FC schlug alsbald zurück, nutzte in beiden Fällen einen Stellungsfehler von Unterammergaus Außenverteidiger: „Sie nehmen ihre Positionen nicht konsequent ein“, monierte Josef Thiermeyer. Explizit sprach der WSV-Coach zur Pause noch einmal die Wichtigkeit von zweiten Bällen auf Kunstrasen an. „Sie sind elementar.“

Offensichtlich hörten seine Mannen aufmerksam zu. Fortan wurden die Bälle zielstrebiger ins vordere Drittel gespielt, woraus letztlich auch die vier Tore im zweiten Durchgang resultierten. „Es hat gefruchtet“, freute sich Thiermeyer. Der beim Stand von 2:4 gegebene Elfmeter war mehr als schmeichelhaft für die Gäste aus dem Ammertal. Ferdinand Brauchle war es herzlich egal, der Top-Torjäger des WSV erhöhte auf 2:5 – die endgültige Entscheidung. „Für einen Saisonstart ganz in Ordnung“, bilanzierte Thiermeyer.

Lorenz betonte derweil, dass man mit dem vorhandenen Personal das Beste versucht habe, in Sachen Spielaufbau aber noch weit vom Ziel entfernt sei.

1. FC Garmisch-Partenkirchen II - WSV Unterammergau 3:5 (2:1)

1. FC II: Bartsack – Adlwärth, Staab, Finkert, Volk, Iben Said, Sylejmani, Etekli, Bittner, Wusawa, Augscheller – Eingewechselt: Kournaz, Schönach, Tefsu – WSV: Diroma, Korntheuer, T.Speer, Grotz, A.Speer, Kröker, Sebic, Stumpfecker, Reiter, Vogt, Brauchle – Eingewechselt: Bender, Klemm – Schiedsrichter: Sven-Patrick Schilz (FC Mittenwald) – Zuschauer: 80 – Tore: 0:1 Stumpfecker (16.), 1:1 Symejmani (22.), 2:1 Kournaz (40.), 2:2 Reiter (49.), 2:3 T.Speer (51.), 2:4 Brauchle (71.), 2:5 Brauchle (75./FE), 3:5 Bittner (84.) – Gelb-Rote Karte: Kröker (83, wdh. Foulspiel)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare