WSV Unterammergau siegt im Ligapokal beim FC Garmisch-Partenkirchen
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Einen guten Eindruck hinterließen die beiden Neuzugänge des WSV am Gröben: Mateo Sebic (l.) traf doppelt, Moritz Korntheuer (r.) stabilisierte die Defensive.

WSV Unterammergau siegt im Ligapokal beim FC Garmisch-Partenkirchen

WSV Unterammergau effizient und bei Standards brandgefährlich

  • vonRedaktion Garmisch-Partenkirchen
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Gnadenlos effizient und bei ruhenden Bällen immer torgefährlich. So zeigte sich der WSV Unterammergau im Ligapokal Gastspiel bei der Reserve aus Garmisch-Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen – Zwei zufriedene Trainer, ein knapper Auswärtserfolg für den Favoriten und die Erkenntnis, dass Effizienz eine der wichtigsten Tugenden im Fußball darstellt. So lässt sich der 3:2-Erfolg des stark ersatzgeschwächten WSV Unterammergau bei der Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen zusammenfassen.

Tobias Speer mit Solo zum 1:0

Über zehn Monate hatte das Team von Coach Mirwan Rahmani auf ein Pflichtspiel warten müssen. Den geplanten Rückrunden-Auftakt in die Kreisklasse vergangenes Wochenende gegen Münsing hatten die Garmisch-Partenkirchner aufgrund des Corona-Falls in der Ersten Mannschaft abgesagt. Gegen den WSV nun also die Rückkehr auf die Pflichtspiel-Bühne. Im Ligapokal. Und beinahe wären die Hausherren nach einer Minute bereits in Führung gegangen, doch Kevin Danklef verzog freistehend vor dem Tor. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie ohne große Torchancen. Bis Tobias Speer den Turbo zündete, drei FC’ler stehen ließ und überlegt ins rechte Eck einschob. Doch die Männer vom Gröben antworteten in Person von Robin Reiter, der den Ball ins lange Eck zum Ausgleich schlenzte. Von diesen Aktionen hatten die Hausherren zu wenige im Spiel, wie Rahmani bemängelte: „Wir waren nicht mutig genug.“ Der Gast aus Unterammergau war von Anfang an darum bemüht, Ball und Gegner laufen zu lassen. Coach Josef Thiermeyer zeigte sich diesbezüglich zufrieden: „Mir hat gefallen, wie wir gespielt haben, speziell die Ruhe am Ball.“

WSV über Standards immer gefährlich

Wenn der WSV in Hälfte eins gefährlich wurde, dann zumeist über Standards. Kurz vor der Pause kam Ferdinand Brauchle nach einem Freistoß zum Kopfball, Keeper Andreas von Mücke reagierte glänzend, war beim Nachschuss von Mateo Sebic jedoch geschlagen.

Mateo Sebic sorgt per Freistoßtor für die Entscheidung

Mit dem Wiederanpfiff änderten sich die Kräfteverhältnisse. Der FC drückte auf den Ausgleich. Rahmani zeigte sich angetan vom Aufwand seiner Schützlinge. „Das war teilweise Einbahnstraßen-Fußball,“ so der Coach. Zweimal „roch“ es nach Elfmeter. „Einen davon kannst du geben,“ meint Rahmani, der die Schuld an der Pleite aber nicht beim Unparteiischen sah. In der Schlussphase boten sich den Gästen immer mehr Räume zum Kontern, die diese allerdings nicht nutzten. Erneut Mateo Sebic sorgte per Freistoßtor zum 3:1 für die Entscheidung, der Anschlusstreffer von Robin Reiter kam zu spät.  mbu

1. FC Garmisch-Partenkirchen II –

WSV Unterammergau 2:3 (1:2)

1. FC: von Mücke – Tatlici, Tauwald, Adlwaerth, Danklef, Bittner, Etekli, Rotaru, Tesfu, Reiter, Jonietz – Eingewechselt: Ademi, Loshi, Schlüter

WSV: Noll – T. Speer, Korntheuer, A. Speer, Kröker, Hibler, Stumpfecker, Klemm, Buchwieser, Sebic, Brauchle – Eingewechselt: Zach, Spindler, Bender – Schiedsrichter: Walter Timm (TSV Peißenberg) – Zuschauer: 20 – Tore: 0:1 T. Speer (15.), 1:1 Reiter (23.), 1:2 Sebic (32.), 1:3 Sebic (90+3.), 2:3 Reiter (90+4.)

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