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WSV-Coach Sebastian plagen Personalsorgen. 

Wann sich das Blatt wohl wendet?

WSV gönnt Schlehdorfern Siegesserie, aber erst nach Sonntag

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Verkehrte Fußballwelt. Hätte man im Vorfeld ein paar Kenner befragt: Sie hätten wohl die bisherigen Saisonverläufe des WSV Unterammergau und des FC Kochelsee Schlehdorf in der Kreisklasse 3 genau spiegelverkehrt beschrieben.

Unterammergau – Auf der einen Seite das Team aus dem Ammertal, das als Aufsteiger kein leichtes Auftaktprogramm erwischt hatte, sich aber trotzdem vier Punkte nach drei Partien erkämpfte und eindrucksvoll zum Ausdruck bringt: Ein Jahr A-Klasse hat ihm gereicht. Auf der anderen Seite die Mannschaft vom Kochelsee, die sich durch eine starke Rückserie in der vergangenen Saison auf Platz vier spielte, nun aber, nach ebenfalls drei Begegnungen, ohne einen Zähler auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt. Am Sonntag (14 Uhr) treffen die beiden Teams aufeinander.

„Mir ist das gar nicht so recht, dass sie mit dem schlechten Start im Rücken zu uns kommen“, sagt WSV-Fußballchef Leonhard Gansler. Irgendwann werde Schlehdorf schließlich punkten. Er sieht die Mannschaft nach wie vor unter den ersten Fünf in der Liga – doch braucht sich das Blatt für den FC ja nicht gleich in Unterammergau zu wenden, findet Gansler. „Nach unserem Spiel können sie von mir aus eine Serie hinlegen. Früher muss es nicht unbedingt sein.“

Glaubt man den Worten des Schlehdorfer Trainers Klaus Fahrner, sollten die Chancen der Platzherren nicht so schlecht stehen. „Wir fahren mit dem letzten Aufgebot nach Unterammergau und wollen uns so gut wie möglich verkaufen.“ Fahrner spricht von einem Kader von elf plus, was bedeutet: Die Gäste reisen mit elf Aktiven aus dem Kader der Ersten an und versuchen aufzufüllen. Schlehdorf kämpft mit einem bekannten Problem vergangener Jahre – muskuläre Verletzungen. Der Grund: „Der Fitnessstand ist leider noch nicht da, wo er sein sollte“, sagt Fahrner.

Aus dem Vollen kann auch WSV-Coach Sebastian Kleiner nicht schöpfen. Stefan Wagner wird wohl immer noch nicht zum Einsatz kommen. Dieses Schicksal teilt er mit Lukas Spindler und Ifeanyi Okwudiri, die beide an Knöchelverletzungen laborieren. Zudem hat sich Chrissy Kolb in den Urlaub verabschiedet. „Damit sind wir personell schon wieder an der Grenze angelangt“, sagt Gansler. Er rechnet mit einem „ganz engen Spiel“. Und einem defensiv eingestellten Gegner.

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