Wirbelten die Penzberger Defensive in Hälfte eins gehörig durcheinander: Robin Reiter (r.) und Ferdinand Brauchle.
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Wirbelten die Penzberger Defensive in Hälfte eins gehörig durcheinander: Robin Reiter (r.) und Ferdinand Brauchle.

Trotz 2:0-Führung spielt Unterammergau nur Remis

WSV Unterammergau: Eine gute Halbzeit ist zu wenig

  • VonOliver Rabuser
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Penzberg – „Es ist ein Lernprozess“, betonte Ludwig Hutter nach dem 2:2-Unentschieden des WSV Unterammergau beim ESV Penzberg in der Fußball-Kreisklasse.

In der Tat hatten die Ammertaler hinterher Grund zu hadern. Sie lagen zur Pause bereits mit 2:0 vorne, hatten zudem den gesamten zweiten Abschnitt über einen Spieler mehr auf dem Feld. Die Hausherren bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf und kamen letztlich zum zugegebenermaßen verdienten Ausgleich. Selbst den hätte der WSV bei einer Mehrfachchance in der Schlussminute noch kippen können. Doch was auch immer die Spieler von Coach Josef Thiermeyer versuchten, ohne Ausnahme fanden die Penzberger ein Mittel zum Blocken.

Aber der Reihe nach: Unterammergau kam seiner Favoritenrolle bis zum Seitenwechsel nach. „Vielleicht unsere beste Halbzeit der Saison“, bilanziert WSV-Sprecher Hutter. Der Doppelpack kurz vor dem Pausenpfiff schien dann der verdiente Lohn zu sein. Einmal mehr war es Ferdinand Brauchle, der für den Vorsprung verantwortlich war. Beim Zuspiel von Robin Reiter war der Torjäger einen Schritt schneller als der Gegenspieler – 1:0. In der Folgeszene wurde Brauchle vom bereits gelb verwarnten Kilian Burger gefoult. Und während der ESV-Verteidiger vom Referee Dienstende verordnet bekam, hämmerte Brauchle den fälligen Strafstoß gewohnt sicher in die Maschen.

Einzig Thiermeyers Direktive, unbedingt so weiter zu machen, beherzigte das Team nicht. Mit Folgen: Der ESV ging hinten ins Risiko und hatte damit vorne Erfolg. Hutters Resümee: „Die Welt geht dadurch nicht unter.“ (Oliver Rabuser)

ESV Penzberg - WSV Unterammergau 2:2 (0:2)

WSV: Diroma – Zehetmeier, Korntheuer, Kröker, Stumpfecker, Vogt, Speer, Buchwieser, Sebic, Reiter, Brauchle – Eingewechselt: Moser, Grotz, Spindler, Reinicke

Schiedsrichter: Uwe Melzer (SV Lichtenau Weilheim)

Zuschauer: 85

Tore: 0:1 Brauchle (44.), 0:2 Brauchle (45+3./FE), 1:2 Vorreiter (76.), 2:2 Tiedt (79.)

Gelbe Karten: Burger, Vorreiter, Schott – Vogt

Gelb-Rote Karte: Burger (45+1./ESV/wiederholtes Foulspiel)

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