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Torschützen im Duell: Matthias Leiß (l.) gegen Josef Thiermeyer, der den Ausgleich für den WSV erzielt.

Hutter: „Eigentlich müssen wir klar gewinnen“ 

Unterammergau nur 2:2 gegen Kochelsee Schlehdorf

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Große Freude und herbe Enttäuschung herrschten am Sonntagnachmittag nach der Partie zwischen WSV Unterammergau und FC Kochelsee Schlehdorf.

Und das obwohl beide Seiten nicht leer ausgegangen waren, weil das Landkreis-Duell 2:2 endete. Diese Punkteteilung bedeutete für den FCKS das erste kleine Erfolgserlebnis in Spiel Nummer vier. „Darauf können wir aufbauen“, sagt Gästetrainer Klaus Fahrner.

Er freute sich darüber, dass sein Plan so hervorragend aufging. Die Schlehdorfer ließen ihren Gegner bewusst bis etwa 30 Meter vor dem eigenen Tor gewähren, standen dann kompakt und versuchten, den einen oder anderen Nadelstich zu setzen. Es dauerte ein paar Minuten, bis alle Gäste-Kicker das verinnerlicht hatten. Sie bezahlten mit einem frühen Gegentor. Ferdinand Brauchle knackte die etwas unsortierte Abwehr. „Da war die Welt noch in Ordnung“, sagt der Sportliche Leiter des WSV, Ludwig Hutter, der nach dem Schlusspfiff gar nicht glücklich über das Unentschieden war. 

Das Team habe „einfach zu wenig aus unserem Ballbesitz gemacht“. Stattdessen liefen die Schlehdorfer ihre Konter. Das erste Gegentor hatte zu allem Unglück auch noch Hutters Junior Ludwig mit einem zu kurz gespielten Rückpass eingeleitet. Matthias Leiß sprintete dazwischen und bezwang mit einem Schlenzer WSV-Keeper Marco Diroma. Der Schlussmann war zwar noch dran, verhinderte aber nicht, dass der Ball im Tor landete. Für Yuri Schindler und Joseph Daser ergaben sich vor der Halbzeit zwei weitere Konter-Chancen. „Schlecht zu Ende gespielt“, merkt Fahrner an.

Auch nach dem Seitenwechsel vergab der FCKS zunächst eine weitere Möglichkeit, ehe er dann doch den Führungstreffer erzielte. Nach einer Flanke in den Unterammergauer Strafraum bekam Tobias Speer den Ball unglücklich an die Hand. Leiß verwandelte den Strafstoß zum 1:2. Wieder brachte Diroma seine Fingerspitzen an den Ball, wieder hielten sie den Schuss nicht auf. Für Schlehdorf war dieser Treffer das Signal, sich einzuigeln. 

Fahrner wollte den Vorsprung unbedingt über die Zeit retten. Doch auch den Gästen unterlief ein Lapsus. Nach einer Flanke in den Strafraum eilte Torhüter Markus Lantenhammer aus seinem Kasten, kam aber nicht an den Ball. Josef Thiermeyers köpfte ihn ins verwaiste Tor. Für Hutter ein schwacher Trost. „Unsere Aktionen waren heute meistens einfach zu ungestüm oder überhastet gespielt.“ Das 2:2 stuft er als „richtig bitter“ ein und betont: „Eigentlich müssen wir so ein Spiel ganz klar gewinnen.“ 

Andreas Kögl

WSV Unterammergau – FC Kochelsee Schlehdorf 2:2 (1:1)

Unterammergau: Diroma – T. Speer, Grotz, F. Spindler, Stumpfecker, M. Hibler, A. Speer, Moser, Thiermeyer, Hutter, Brauchle. – Eingewechselt: Wagner.

Schlehdorf: M. Lantenhammer – Reißenweber, Nedeljkovic, Simmeth, Sam, Kammerlochner, Resenberger, Wagner, Daser, Schindler, Leiss. – Eingewechselt: Jocher, Vral.

Schiedsrichter: Florian Bauer (JFG Hungerbach). – Zuschauer: 65.

Tore: 1:0 (11.) Brauchle, 1:1 (29.) Leiß, 1:2 (58.) Leiß (Handelfmeter), 2:2 (70.) Thiermeyer.

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