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Jubelszene, die dritte: Christian Kolb (l.) trifft zum 3:0. Andreas Buchwieser gratuliert als Erster.

Auch FSV Höhenrain chancenlos

„Fast schon unheimlich“: WSV Unterammergau ungeschlagen Herbstmeister

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Unterammergau hat gewonnen, schon wieder. „Das ist fast schon ein wenig unheimlich“, sagt Ludwig Hutter. In diesem Fall mag’s der Sportliche Leiter gruselig.

Höhenrain– Eine perfekte Vorrunde ist geschafft. Von 13 Gegnern hat es keiner geschafft, dem WSV eine Niederlage zuzufügen. Auch der FSV Höhenrain nicht. Die Mannschaft war zwar – Hutter verpackt die rustikale Spielweise in positive Worte – „motiviert bis in die Haarspitzen“. Aber am Ende chancenlos beim 3:0-Sieg der Gäste aus dem Ammertal. „Da haben wir nochmal ein Ausrufezeichen gesetzt.“ Fast kann Hutter es selbst noch nicht glauben, dass der WSV nun ungeschlagen und mit nur fünf Gegentoren Herbstmeister ist. „Eine super Leistung unserer Mannschaft.“

Das Vorhaben für die letzte Vorrundenpartie – das noch fehlende Spiel vor der Winterpause gehört bereits zur Rückrunde – war klar: Sieg Nummer acht und die erneute Tabellenführung in der Kreisklasse, die am Vortag der FC Bad Kohlgrub übernommen hatte. Schnell kristallisierte sich ein weiteres Ziel heraus: verletzungsfrei die 90 Minuten zu überstehen. Denn die Spielweise der Gastgeber war ruppig, aggressiv, bewegte sich oftmals weit jenseits des Erlaubten. Vielleicht lag dies auch am Frust über die Nadelstiche der Gäste. Nach nur drei Minuten lagen sie in Führung – mal wieder durch ein Tor durch Ferdinand Brauchle. Allerdings profitierte Unterammergaus Torjäger von einer glänzenden Vorarbeit durch Tobias Speer, der sich bis zur Strafraumgrenze durchtankte und auf seinen Mitspieler querlegte. Drei Minuten später war wieder Brauchle zur Stelle, doch scheiterte er mit seinem Kopfball an der Querlatte. Dann gab es auch mal eine Möglichkeit für die Platzherren, doch WSV-Keeper Marco Diroma blieb bei der Eins-gegen-Eins-Situation gegen Tim Closs seelenruhig stehen und klärte zur Ecke. Kurz vor dem Halbzeitpfiff durch den etwas überfordert wirkenden Schiedsrichter Stefan Brandt gab es schon fast die Vorentscheidung. Der bärenstarke Simon Stumpfecker eroberte das Leder in der eigenen Hälfte und leitete einen Gästeangriff ein. Nach der Flanke von der rechten Seite durch Julian Kroeker war wieder Stumpfecker zur Stelle und köpfte zum 2:0 ein. „Ein Traumtor“, das Hutter jubeln ließ.

Halbzeit zwei verlief ohne große Höhepunkte, zumindest bis zur 86. Spielminute. Da machte Christian Kolb den Sack endgültig zu, nachdem die WSV-Spieler den Ball immer eine Station weiterspielten, bis Kolb völlig frei stand und gezielt abschloss.  ak

FSV Höhenrain –
WSV Unterammergau 0:3 (0:2)

WSV: Diroma – Hartwig, Grotz, Stumpfecker, Kroeker, F. Spindler, A. Speer, Kolb, Moser, T. Speer, Brauchle. – Eingewechselt:Buchwieser, R. Spindler. – Schiedsrichter: Stefan Brandt (ASV Biburg). – Zuschauer: ca. 80. – Tore: 0:1 (3.) Brauchle, 0:2 (45.) Stumpfecker, 0:3 (86.) Kolb.

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