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Ein hart umkämpftes 0:0 voller Einsatz zeigen die Unterammergauer und Benediktbeurer, hier Lukas Lieb (r.) im Duell mit Florian Ketterl. 

Alles andere als fad

Viel Spannung zwischen Benediktbeuern und Unterammergau

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Viel hat sich im Mittelfeld abgespielt, hin und her ging’s. Selten kam der Ball vors Tor – weder vor das eine, noch vor das andere.

Benediktbeuern– Drin landete er über 90 Minuten nicht – weder im einen, noch im anderen. Klingt nach einer recht langweiligen Partie. Weit gefehlt. Von Anfang bis Ende blieb das Spiel Benediktbeuern gegen Unterammergau spannend. „Dieses 0:0 war wahrlich nicht fad“, sagt Ludwig Hutter. Schon gar nicht die letzten fünf Minuten. „Da ging’s hoch her.“ Der sportliche Leiter hielt den Atem an. Zweimal hätte er fast gejubelt. Und einmal beinahe ordentlich geflucht.

Die Aufregung begann mit zwei Riesenchancen durch Unterammergaus Mittelfeldspieler Stefan Wagner. „Die muss er fast machen“, sagt Hutter – ohne Vorwurf. Denn bei beiden Schüssen habe der Benediktbeurer Torwart Sebastian Rieder „gigantisch gehalten“. Zunächst stand Wagner etwa sieben Meter vor dem Tor, zog ab – der TSV-Schlussmann hielt. Gleich danach zeigte Wagner einen sehenswerten Fallrückzieher – Rieder hat auch diesen Ball „bravourös rausgeholt“ und an den Pfosten gelenkt.

Hutter zufrieden: „Das ist nicht so schlecht“

Dann die letzte Minute der Partie. Ein Gewühl herrscht vor dem Tor der Gäste, Schlussmann Marco Diroma ist auf dem Weg in eine Ecke – die falsche. Denn ein Spieler wird angeschossen, der Ball abgefälscht und rollt auf den Kasten zu. Sekunden, die sich verdammt lange anfühlen für die Ammertaler. Der Ball trudelt vorbei. „Schön langsam“, sagt Hutter. „Gott sei Dank.“ Ein Glück natürlich für das gesamte Team, besonders aber für Diroma. Denn noch in der Nacht auf Sonntag fuhr er mit seinem Bruder in den Urlaub, in seine Heimatstadt Monopoli im Süden Italiens. Die Vorstellung, er bekommt da quasi mit dem Abpfiff ein Tor – „nicht lustig“, findet Hutter. „Das hätte ihm den Urlaubsstart sauber verhagelt.“ Und den Unterammergauern den Beginn der Kreisklassen-Saison.

So verlief der überaus zufriedenstellend. Gerade nach einer durchwachsenen Vorbereitung und gegen eine Mannschaft, die immer Probleme bereitet, „extrem über den Kampf“ kommt. Hutter gefällt das Ergebnis. Ein Punkt zum Start, auswärts gegen Benediktbeuern, „das ist nicht so schlecht“. 

TSV Benediktbeuern – WSV Unterammergau 0:0

WSV: Diroma – T. Speer, Brauchle, Hibler, Wagner, Spindler, Grotz, Stumpfecker, Moser, Lieb, Buchwieser. Eingewechselt: A. Speer, Kolb. – Schiedsrichter: Hans Gleißner (FC Mittenwald). – Zuschauer: 100. – Tore:Fehlanzeige.

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