Heinz Eckl, Vorsitzender Kreis Zugspitze
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Heinz Eckl, Vorsitzender Kreis Zugspitze

„Wir planen, können es aber in den Papierkorb werfen“

Landkreis: Eckl vermisst Planungssicherheit für den Amateurfußball

  • vonRedaktion Garmisch-Partenkirchen
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Dem Vorsitzenden des Kreis Zugspitze plagt die Entscheidung der Staatsregierung sehr. Wann darf dann gespielt werden, bis in welchen Monat hinein?

Landkreis – Er ist erbost. Heinz Eckl, Vorsitzender Kreis Zugspitze, „passt es vorne und hinten nicht“, dass die bayerische Staatsregierung in ihrer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag kein Wort über den Wettkampfbetrieb im Amateursport verloren hat.

„Wir planen und planen und können es danach in den Papierkorb werfen“, sagt er. Das sei einfach nervig. Bis Dienstag war Eckl „total optimistisch“, dass am 19. September als Re-Start-Termin festgehalten werden kann. Doch seine Gefühlslage hat sich gewandelt. Ob heuer überhaupt noch einmal um Punkte gespielt werden kann, dazu könne er derzeit keine verlässliche Aussage treffen.

Projekt „Ligapokal“ nicht mehr haltbar bei weiterer Verschiebung

Es deutet sich an, dass der Ligapokal, den Eckl als einen „tollen Wettbewerb mit sportlichem Wert“ sieht, vor der Absage steht. „Die Wochenenden, an denen wir spielen können, werden immer weniger“, sagt der Kreisvorsitzende. „Wir dürfen auch die ausstehenden Nachholspiele nicht vergessen.“

Eckl geht es vor allem darum, dass die Vereine, Trainer und Spieler ein klares Ziel oder zumindest eine Perspektive vor Augen haben, worauf sie hinarbeiten können. „Die Politiker sollen sagen, ob heuer noch gespielt werden darf oder nicht.“ Es sei dann die Aufgabe der BFV-Funktionäre, das entsprechend umzusetzen.

Im Kreis Zugspitze kann wetterbedingt nur bis Mitte November gespielt werden

Stand jetzt sind bis Mitte November Spiele geplant. „Das Wetter hast du als Unbekannte immer“, weiß Eckl aus Erfahrung. Andere Regionen haben es da besser. Eine Möglichkeit wäre, im kommenden Jahr zwei Wochen länger in den Juni hinein zu spielen. „Dann kommen allerdings die Pfingstferien und viele möchten wegfahren“, gibt Eckl zu bedenken. Ihm ist klar: „Allen kann man es nicht Recht machen, und was der BFV entscheidet, ist für viele kategorisch eh falsch.“

Ob Spiele ohne Fans weiterhelfen würden, kann Eckl weder bejahen noch verneinen. „Die Grundaussage des Verbandes, nicht ohne Zuschauer zu starten, steht“, sagt er. Manche Vereine seien mittlerweile soweit, dass sie lieber ohne Zuschauer als gar nicht spielen wollen. „Andere brauchen aber die Einnahmen“, sagt der Altenstadter. Auch das Toto-Pokalfinale zwischen dem SC Weßling und dem FC Penzberg „unterliegt dem ganzen Prozedere“ und ist noch nicht terminiert.                  pp

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