+
Freude pur: Ohlstadts Torschütze Maximilian Schwinghammer (l.) und Franz Leis bejubeln den Siegtreffer.

Zwei Standardtore

Zum Sieg gekämpft: SV Ohlstadt gewinnt in Otterfing

  • schließen

Dem SV Ohlstadt ist der Start nach der Winterpause gelungen. Das Team des neuen Trainers Jan Tischer schlägt den TSV Otterfing mit 2:1.

Otterfing – Jan Tischer beugte sich leicht nach vorn und ballte die Faust. Der Schlusspfiff bedeutete einen kurzen Moment der Emotion. Nicht mehr. Dann ging er zu jedem einzelnen seiner Spieler und bedankte sich mittels Abklatschen für die gezeigte Leistung. Sofort war Tischer wieder sachlich: „Es war nur ein kleiner Schritt“, sagte er. Auch seinen gelungenen Einstand als Trainer des SV Ohlstadt kommentierte der 40-Jährige ohne jeden Überschwang. „Er zeigt uns, dass wir die Mannschaft auf den richtigen Weg gebracht haben.“ Mit „wir“ meinte Tischer sich und Co-Trainer Michael Koller. Der fehlte entschuldigt – Geburtstag der Gattin. Dafür war über die Hälfte der anwesenden Zuschauer dem SVO-Lager zuzurechnen. An Unterstützung fehlte es Tischer und seinen Mannen nicht. Die Frage war: Wie würde das Team nach der verpatzen Hinrunde aus den Startlöchern kommen?

Die Antwort: Durchaus selbstbewusst, wenngleich noch ohne die letzte Überzeugung. Tischer legt viel Wert auf das Gemeinschaftliche. Das passte. Kein Meckern, kein Mosern. Auch nicht bei Maxi Schwinghammer und Bernhard Kurz, die sich auf der Auswechselbank wiederfanden und davon „sicherlich überrascht“ gewesen seien. „14 Einzelspieler bilden eine Mannschaft, das haben wir heute gezeigt“, lobte der Coach, der mit Franz Leis als Innenverteidiger eine wesentliche Veränderung vornahm. Stark auch Michael Guglhör. Der Linksverteidiger erinnerte mit konsequentem Spiel an seine besten Zeiten. Gewiss: Otterfing war nicht der absolute Prüfstein. Kaum einmal vermochten die Gastgeber den SVO in Bedrängnis zu bringen. Mit zwei Ausnahmen: Beim Ausgleichstreffer von Florian Bacher versäumte es Maximilian Baumann auf der rechten Abwehrseite, den Ball zu klären. Etwas Glück brauchte es zudem in der Nachspielzeit. Da landete ein Kopfball von Simon Eder haarscharf neben dem Pfosten.

Ohlstadt ging in einer an Torszene überschaubaren Partie durch Dominikus Zach in Führung. Keeper Christian Utmälleki konnte einen scharf getretenen Eckball von Simon Nutzinger lediglich nach hinten abklatschen, wo Zach günstig postiert nur noch zu vollenden brauchte. Wie wohltuend so ein Standardtor doch ist. Zuletzt hatte der SVO damit durchaus gegeizt. Lange Zeit musste auch Kapitän Johannes Fischer auf seinen Einsatz als Sieges-Ausschreier im Jubel-Kreis warten. Gegen Otterfing war es mal wieder soweit. Ermöglicht wurde der Dreier durch ein weiteren ruhenden Ball. Guglhör schickte die Ecke auf den Schädel von Schwinghammer – 2:1. Beide Torschützen seien „richtige Kanten“ vorne drin, sagt Tischer. Auch beim Fazit blieb sich der Trainer in Sachen Zurückhaltung treu: „Kämpferisch war es gut.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neumayer: „Mit Fußball habe das Spiel nichts zu tun gehabt“
Im Aufstiegsrennen lässt der TSV Murnau drei wichtige Punkte in Milbertshofen liegen. Die Niederlage ist laut den Murnauern, dem Platz geschuldet. 
Neumayer: „Mit Fußball habe das Spiel nichts zu tun gehabt“
SV Ohlstadt scheidet früh aus: „Wir waren einfach zu schlecht“
1,4 Sekunden noch. Länger war nicht mehr zu spielen. Eine letzte Aktion überstehen – und der SV Ohlstadt wäre in der nächsten Runde. Doch kam es anders.
SV Ohlstadt scheidet früh aus: „Wir waren einfach zu schlecht“

Kommentare