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A-Klasse: Fischbachau siegreich in doppelter Unterzahl - Bad Wiessee schlägt Wall

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Die SF Fischbachau gewinnen trotz doppelter Unterzahl.
Die SF Fischbachau gewinnen trotz doppelter Unterzahl. © Stefan Schweihofer

Die Sportfreunde Fischbachau gewinnen in der A-Klasse 3 das Derby gegen den SC Wörnsmühl und feiert diesen Dreier gediegen.

Miesbach - Denn auch der Abstand an die Tabellenspitze schrumpfte, weil Irschenberg nicht über ein 0:0 gegen Warngau hinauskommt. Der SV Parsberg und die SF Föching stecken weiter im Tabellenkeller fest, während sich der Türk Spor Hausham überraschend deutlich gegen den TSV Schliersee durchsetzte.

TSV Hartpenning – SV Arget 4:1 (2:1)

Tore: 1:0 Weindl (30.), 2:0 Zellermayer (31.), 2:1 Roth (45.+2/FE), 3:1 Herfellner (51.), 4:1 Herfellner (56.).

Der TSV Hartpenning hat sein Heimspiel gegen den SV Arget souverän mit 4:1 gewonnen. Dabei profitierte die Elf von Trainer Werner Klinke von zwei Doppelschlägen binnen weniger Minuten. Nach einer halben Stunde waren es Stefan Weindl und Stefan Zellermayer, die zur Zwei-Tore-Führung trafen. „Das war ein nie gefährdeter, hochverdienter Sieg“, findet Klinke. Eine Unkonzentriertheit in der Hintermannschaft ließ Arget per Strafstoß noch mal rankommen. „Wir haben weiter den Ball laufen lassen und zwei Tore nachgelegt.“ Michael Herfellner traf kurz nach dem Seitenwechsel binnen nur fünf Minuten doppelt und stellte den 4:1-Endstand her.

SF Fischbachau – SC Wörnsmühl 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 M. Fichtner (1./FE), 1:1 Isenmann (30./FE), 2:1 Zehetmeier (62.), 3:1 Auracher (70.). Gelb-Rot: M. Fichtner (SC/46./wdh. Foulspiel), Zehetmeier (SF/87./wdh. Foulspiel).

Der Sonntag vor Kirta war ein Feiertag bei den Sportfreunden Fischbachau, die das Derby und Spitzenspiel gegen den SC Wörnsmühl mit 3:1 für sich entschieden haben und danach im Bierzelt feierten. Dabei erwischten die SF einen denkbar schlechten Start. Schon in der ersten Minute zeigte Schiedsrichter Alois Holzheu, der mit seiner kleinlichen Linie auf wenig Verständnis bei den Trainern stieß, auf den Punkt und entschied auf Strafstoß für Wörnsmühl. Matthias Fichtner verwertete diesen zur Führung. Doch Fischbachau ließ sich vom frühen Rückstand nicht beirren und kam per Elfer zum Ausgleich. Nach der Pause setzte Korbinian Zehetmeier einen Fernschuss sehenswert ins Tor. „Wir waren körperlich fitter und in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft“, findet SF-Coach Thomas Gschwendtner. Sein Gegenüber Klaus Wörndl beglückwünscht ihn: „Am Ende war es in der Form ein verdienter Sieg für Fischbachau.“ Bemerkenswert fand Wörndl die große Fairness beider Teams. Das habe er in einem Derby zwischen den beiden so noch nicht erlebt.

Türk Spor Hausham – TSV Schliersee 5:0 (2:0)

Tore: 1:0 Palivec (16./FE), 2:0 Palivec (24./FE), 3:0 Aksoy (48.), 4:0 Özdemir (75.), 5:0 Ay (87.).

Eine vollends überzeugende Leistung hat Türk Spor Hausham gegen den TSV Schliersee auf den Platz gebracht. Mit 5:0 fegte der Aufsteiger den Aufstiegsaspiranten vom Platz. Haushams Sportlicher Leiter Ender Sarbalkan spricht sogar von einem Klassenunterschied. Zwei Strafstöße zugunsten der Hausherren im ersten Durchgang brachten Türk Spor in die Spur. „Wir haben die Zweikämpfe gewonnen und das Tempo angegeben“, schwärmt Sarbalkan, der selbst mal beim TSV kickte. Aufseiten der Gäste herrscht hingegen Ernüchterung und Ratlosigkeit. Denn mit einem Dreier gegen Hausham hätten die Schlierseer in der Tabelle einen gewaltigen Satz machen und auf Rang drei springen können. „Türk Spor war heute einfach besser“, gibt Schlierees Trainer Sebastian Fischer zu. „Aber ich verliere lieber einmal 5:0 als fünfmal 1:0.“

SF Föching – SV Miesbach II 0:5 (0:3)

Tore: 0:1 Pindado (27., FE), 0:2 Probst (33.), 0:3 Nettuno (38.), 0:4 Pindado (67.), 0:5 Großer (70.).

Es scheint zum Verzweifeln zu sein für Föchings Trainer Andreas Theofilidis. Auch gegen die zweite Mannschaft des SV Miesbach setzte es eine deutliche 0:5-Niederlage. „Wir kriegen es einfach nicht hin“, zeigt sich der Coach bedient. „Spielerisch ist das stellenweise ebenbürtig, aber wir kassieren zu viele Tore.“ Die Zweitvertretung der Kreisstädter profitierte vom Strafstoß zum 1:0, der den Torreigen eröffnete. „Wir haben die Tore effizient und zu den richtigen Zeitpunkten gemacht“, sagt Christian Pralas zufrieden. Noch vor dem Seitenwechsel stellten die Gäste auf 3:0, wodurch die Partie schon entschieden war. Für Föching geht es kommendes Wochenende gegen den SV Parsberg um ganz wichtige Punkte, um eine Aussicht auf den Klassenerhalt zu behalten.

TSV Irschenberg – SV Warngau 0:0

Einen torlosen Spätsommerkick lieferten sich der Tabellenführer der A-Klasse 3, der TSV Irschenberg, und der SV Warngau. Nach relativ ereignisarmen 90 Minuten blieb es daher ohne Treffer und bei einer Punkteteilung, mit der beide Seiten leben können. Im ersten Durchgang gab es für beiden Teams wenig Einschussmöglichkeiten. „Wir waren zwar feldüberlegen, ohne aber zwingende Chancen herauszuspielen“, sagt Warngaus Torwart Michael Sonnleitner. Nach dem Seitenwechsel ergaben sich aufgrund zunehmender Erschöpfung beider Mannschaften mehr Torchancen, dennoch blieb es am Ende beim 0:0. Die robuste Irschenberger Mannschaft war vor allem durch lange Bälle immer mal wieder gefährlich, allerdings auch ohne richtig zwingend zu werden. „Kann man verlieren, kann man auch gewinnen“, resümiert Valentin Maier vom TSV.

SG Waakirchen/Schaftlach – SV Parsberg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Ernst (38.), 2:0 Wartner (71.).

Der SV Parsberg hat gegen die SG Waakirchen/Schaftlach seinen Personalsorgen Tribut zollen müssen und mit 0:2 verloren. „Wir mussten im Vergleich zum Wiessee-Spiel unter der Woche vier Spieler ersetzen“, erzählt Abteilungsleiter Michael Ohneberg. Zwar konnten die Gäste über weite Strecken der ersten Hälfte noch mithalten, doch nach rund einer halben Stunde wurde die Überlegenheit der SG größer. „Der Sieg war eigentlich nie wirklich in Gefahr“, findet Vincent Lechner, Trainer der Hausherren, der von einem über 90 Minuten verdienten Sieg spricht. „Parsberg hat gut dagegengehalten“, lobt er auch die Einsatzbereitschaft des SVP. Doch letztlich war Waakirchen/Schaftlach die zwei Tore von Florian Ernst und Luis Wartner das bessere Team. „Am Ende hat die mannschaft gewonnen, die besser eingespielt und erfahrener war“, findet Ohneberg.

TSV Bad Wiessee – SC Wall 3:2 (1:1)

Tore: 1:0 Höß (18.), 1:1 Schumacher (28./FE), 2:1 Möhwald (71.), 2:2 Schumacher (74.), 3:2 Möhwald (81.). Rote Karten: Weiß (TSV/45./Notbremse), Poplasen (TSV/66./Tätlichkeit).

Am Ende war der TSV Bad Wiessee zwar nur noch zu neunt auf dem Feld gestanden, hat sich gegen den SC Wall aber auch in doppelter Unterzahl durchgesetzt. Erst musste Wiessees Torwart Mario Weiß wegen einer Notbremse vom Platz, nach 66 Minuten ließ sich dann Damir Poplasen zu einer Tätlichkeit hinreißen. „Wir haben vom Gegner drei Geschenke bekommen. Einen Elfmeter und zwei rote Karten“, resümiert Walls Trainer Sepp Bernöcker, der nach der Niederlage frustriert ist. „Die freien Räume, die sich daraus ergaben, haben wir überhaupt nicht genutzt. Jeder wollte zu viel und hat dabei den einfachen Fußball vergessen.“ In Wiessee hingegen ist Trainer Jürgen Welker mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn „wir viel zu unkonzentriert waren“, wie er sagt. Auch in doppelter Unterzahl allerdings habe sein Team weiter offensiv nach vorne gespielt und verdient gewonnen. (Michael Eham)

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