Verteidiger des TuS Holzkirchen im Interview
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Alex Zetterer: „Wir bauen uns da gerade etwas richtig cooles auf“

Verteidiger des TuS Holzkirchen im Interview

Alex Zetterer: „Wir bauen uns da gerade etwas richtig cooles auf“

  • vonFussball Vorort FuPa Oberbayern
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Alexander Zetterer hat in seiner jungen Karriere viel erlebt. Mit 23 Jahren ist er schon für einige Vereine im gehobenen Amateurbereich aufgelaufen.

Holzkirchen - Alexander Zetterer vom TuS Holzkirchen ist trotz seiner 23 Jahre schon herum gekommen. Der 1.85 Meter große Verteidiger war schon für den FC Deisenhofen, 1860 Rosenheim und den SV Heimstetten am Ball. Zetterer ging 2019 schließlich zum TuS Holzkirchen. 

Beim Landesligisten von der Haidroad ist der Routinier fester Bestandteil der Defensive. Außerdem trainiert er seit dieser Saison, gemeinsam mit seinem Team-Kollegen Riccardo Ferraro, die D-Junioren des TuS.

Im Video-Interview mit Fussball-Vorort/ FuPa Oberbayern sprach der 23-Jährige mit uns über folgende Themen:

Alexander Zetterer über...seinen Leistenbruch

Die OP war super und ist gut verlaufen ich bin jetzt wieder zu Hause und muss mich noch ein bisschen schonen, aber das wird schon.

Wie bricht man sich während der fußballfreien Zeit eigentlich die Leiste?

Ich hatte die Schmerzen schon etwas länger. Seit Januar, als wir angefangen haben auf Kunstrasen zu trainieren. Während der fußballfreien Zeit bin ich dann doch mal zum Arzt gegangen und da ist das dann leider herausgekommen.

Wie lange musst du pausieren?

Die nächsten vier Wochen muss ich auf jeden Fall vorsichtig sein. Danach könnte ich wieder langsam mit dem Fußballtraining anfangen. Wobei ich auch dann noch nicht sofort die erste Grätsche auspacken sollte.

...den Trainingsbetrieb beim TuS Holzkirchen

Am Dienstag haben wir das erste Mal wieder trainiert. Wie genau es da jetzt weitergeht, weiß ich auch nicht, weil ich ja erstmal ausfalle. Zweimal die Woche ist Training in Kleingruppen geplant. 

Fehlt dir der Kontakt zur Mannschaft?

Ja, auf jeden Fall. Nächsten Dienstag werde ich auch mal beim Training vorbeischauen.

Glaubst du der eine oder andere Kollege hat schon ein kleines Corona-Bäuchlein bekommen?

Ich habe die Anderen bis jetzt noch nicht gesehen. Das kann ich dir dann am Dienstag berichten. (lacht)

...seine D-Jugend beim TuS Holzkirchen

Was hast du mit deiner D-Jugend über die Corona-Pause gemacht?

Ich habe mit meinem Spezl Riccardo Ferraro, der mit mir gemeinsam die Truppe trainiert, Videos an die Jungs geschickt. Wir haben ein paar Übungen vorgegeben, jonglieren mit dem Ball, oder ein paar kleine Passübungen gehen auch gut daheim. Wer Spaß daran hat, durfte natürlich auch Laufen gehen.

Ist D-Jugend im Neun-gegen-Neun zu coachen eine große Umstellung zum eigenen Elf-gegen-Elf?

Ja, das ist eine krasse Umstellung. Was sie da alles umgestellt haben die letzten Jahre, ist schon verrückt. Bei mir damals in der D-Jugend hat man noch elf gegen elf auf das ganz normale Großfeld gespielt . Man merkt aber, dass es den Jungs und Mädels gut tut.

...den bisherigen Saisonverlauf

Warum tut ihr euch dieses Jahr in der Landesliga so schwer?

Wir haben einen ganz anderen Kader als noch im letzten Jahr. Das war ein ziemlicher Umbruch. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, aber das war bewusst so. In der Landesliga geht viel über das Kämpferische. Wenn du dann gerade als junge Mannschaft in diesen Kampf hinein musst, ist das natürlich brutal schwer. Wir haben bis jetzt nicht die Saison gespielt, die viele von uns erwartet haben. Aber uns war auch klar, dass es schwer wird und dafür haben wir es bisher sehr solide gemacht.

Schielt ihr als Abstiegskandidat noch darauf, dass in Bayern die Saison abgebrochen wird?

Wir beschäftigen uns nicht mit dem Abstieg. (lacht) Klar sagen die Teams, die unten drin stehen, immer gerne „lasst uns das Ganze beenden“ und wer oben steht, möchte die Saison zu Ende spielen, um aufzusteigen. Für uns zählt da nicht der Abstieg. Wenn es im September weitergeht, dann spielen wir weiter.

...seine Zukunft

Muss das Ziel für die nächsten Jahre Wiederaufstieg mit Holzkirchen heißen?

Das wünscht sich natürlich jeder. Man hat in Holzkirchen gemerkt, das Bayernliga mit den Auflagen, dem Mehraufwand und den Kosten die Grenze des Möglichen ist. Klar möchte man immer aufsteigen. Man würde ja auch nicht Fußball spielen, wenn man sich den Erfolg nicht wünscht. Diese Saison, wann immer sie auch weitergeht, gilt es, den Klassenerhalt zu sichern. Nächste Saison wollen wir dann schon wieder um die oberen Tabellenplätze mitspielen.

Wie soll es bei dir die nächsten Jahre weitergehen?

Beruflich bin ich mittlerweile sehr eingespannt. Nebenbei bilde ich mich gerade auch noch weiter. Deswegen schau ich erstmal nicht wieder zurück in Richtung Regionalliga. Ich möchte mich erstmal auf den Beruf fokussieren und mir dort ein richtiges Standbein schaffen. Wie es dann weitergeht werde ich sehen. Ich bin in Holzkirchen sehr, sehr zufrieden. Wir bauen uns da gerade etwas richtig cooles auf. Mit der Truppe wird das auch nächste Saison richtig gut.

...seine Traum-Elf

Wie würde einer deiner Mitspieler dich beschreiben?

Zweikampfstark, schreckt nicht zurück. Technisch bin ich vielleicht nicht der überragendste Spieler, aber das war ich noch nie. Das muss ich auch gar nicht sein. Ich komm eben eher über den Zweikampf und agiere ein bisschen mit der Brechstange.

Warum steht Marco Schmidt als Trainer in deiner Traum-Elf?

Ich kenne Marco jetzt schon mehrere Jahre und auch mein Bruder hatte ihn als Trainer in Unterhaching. Die Persönlichkeit ist ausschlaggebend. Ich habe mich sehr, sehr wohlgefühlt unter ihm. Was er einem beibringt, das möchte er einem auch wirklich beibringen. Er steht den Spielern zur Seite.

Gegen welchen deiner beiden Mitspieler verteidigst du lieber Christopher Korkor oder Toni Bauer?

Schwer zu sagen, eher gegen Christopher. Bei Koko kann ich eher abschätzen, was er macht. Toni ist zum Teil echt eine Wundertüte. Er macht ab und zu Dinge, bei denen du dir einfach nur denkst: „Wie macht er das“. Aber ich kann natürlich gegen beide verteidigen. (lacht)

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