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In der Länge überragend: Gegen Münchens Topscorer Maximilian von Gültlingen hatten Kilian Schneider (v.l.), Dani Frystacki und Paul Keil das Nachsehen.

Dem Überteam Paroli geboten

Holzis spielen mit Herz

Es geht doch: Endlich haben die Basketballer des TuS Holzkirchen mal wieder vollen Einsatz gezeigt. Mit dieser Einstellung hätten die Holzis wohl um den Aufstieg mitspielen können.

Holzkirchen – Der Favorit hat sich – wie erwartet – souverän durchgesetzt. Die Basketballer des TuS Holzkirchen allerdings lieferten dem designierten Meister und Bayernliga-Aufsteiger TS Jahn München einen großen Kampf und unterlagen in der Batusa-Halle nur mit 47:62.

Die Präsenz der Gäste war schon vor dem Anpfiff erdrückend. „Da machten sich zwölf Mann mit einer Intensität warm, die die meisten Teams nicht im Spiel aufs Parkett kriegen“, scherzte Holzkirchens Coach Sebastian Trott angesichts seiner Ausfälle. Doch die Holzis, die einsatzbereit waren, wollten im Vergleich mit dem Überteam der Liga nicht zurückstecken. Von der ersten Minute an boten sie dem haushohen Favoriten aus München mit Einsatz und mit Herz Paroli.

Auf beiden Seiten standen zwei aggressive Defensivreihen im Fokus. Zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels hieß es gerade einmal 6:12. Die nächsten zwei Minuten reichten aber den Gästen, um mit einem Zwischenspurt auf 19:6 davon zuziehen. „Natürlich beeindruckte das meine Jungs kurzzeitig etwas“, gab Holzkirchens Trott zu.

Doch mit dem zweiten Viertel erhöhte auch der TuS wieder den Druck in der Defensive. Mit Wirkung? Zwei Drei-Punkte-Spiele von Flo Mann und Kilian Schneider sowie ein Halbdistanzwurf von Torben Siede verkürzten den zwischenzeitlichen 11:24-Rückstand bis zur Pause noch auf 19:24.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit demonstrierten die Münchner dann zumindest kurzzeitig, warum sie so überlegen die Bezirksoberliga anführen. Allen voran der baumlange Maximilian von Gültingen war in dieser Phase nicht zu kontrollieren. „Längenmäßig haben wir da einfach nichts entgegenzusetzen“, bedauerte Trott. Jahn München führte schnell deutlicher (37:21) und sorgte damit doch für eine Art Vorentscheidung in diesem Low-Score-Game. Vor dem letzten Wechsel hieß es 23:48.

Doch eins konnte man dem TuS an diesem Abend nicht absprechen: den unbedingten Einsatz. Obwohl sie gerade unter den Körben längenmäßig nicht mithalten konnten, hielten sich die Holzkirchner mit Kampfgeist und großem Willen im Spiel. Das vierte Viertel endete 19:19 und spiegelte nur noch einmal das Leistungsvermögen wider, das in den Holzis schlummern würde.

Am Ende stand ein 47:62 zu Buche, auf das man in der Marktgemeinde durchaus stolz sein kann. Mit dieser Einstellung hätte der TuS sicherlich auch die ein oder andere Partie mehr für sich entschieden und noch um den Aufstieg mitspielen können. So bleibt den Holzis zumindest die Erkenntnis, dass sie in diesem Jahr durchaus mit jedem Gegner mithalten können. Notfalls auch mit dem Überteam der Liga.

wed

TuS Holzkirchen: Schneider (14 Punkte), Weinzierl (10), Gricar (6), Frystacki (4), Wörmann (3), Gößl (2), Keil (2), Siede (2).

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