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Sprunggewaltig ist Yasin Mohame d. Auf die Künste des Forwards müssen die Holzis nun verzichten. 

Vor dem Heimspiel gegen TG Landshut

Yasin Mohamed verlässt Holzis

Völlig überraschend hat Yasin Mohamed den TuS Holzkirchen verlassen. Die Holzis müssen bereits am Samstag gegen die TG Landshut ohne den sprunggewaltigen Forward auskommen.

Holzkirchen – Er war ein Sympathieträger. Mitspieler und Fans liebten gleichermaßen die offene Art und den immer fröhlichen Charakter von Yasin Mohamed. Diese Woche hat der sprunggewaltige Forward nun – für alle völlig überraschend – sein Engagement bei den Basketballern des TuS Holzkirchen beendet. Wenn die Holzis am Samstag (19 Uhr) die TG Landshut in der Bezirksoberliga zu Gast haben, werden sie also ohne seine Kunststücke auskommen müssen.

Mohameds Aufwand war groß, als Leiter eines Fitnessstudios in Flughafen-Nähe Beruf und Hobby unter einen Hut zu bekommen. „Die abendlichen Fahrten zwischen dem Münchner Norden und der Batusa-Halle waren mir zuletzt einfach zu zeitaufwendig“, gibt Mohamed als Grund für den Rückzug an. Mannschaftsintern war es allerdings kein Geheimnis, dass bei dem Forward auch eine gehörige Portion Frust mitschwang. „Der Kampf um Spielzeit im Team ist groß“, sagt Kapitän Mike Brunner. „Da hat sich Yasin oft zu wenig berücksichtigt gefühlt und hat aus seinem Herzen auch keine Mördergrube gemacht.“

Ob zu Recht oder nicht, Fakt ist, dass mit Mohamed nun ein Spieler fehlt, der aufgrund seiner Spielweise auch mal für die besonderen Momente sorgen konnte. Diese Momente werden nun also bereits am Samstag fehlen, wenn es gegen Landshut geht. Mit dem Sieg in Ismaning haben die Holzis wohl das Saisonziel, den Klassenerhalt, bereits gesichert. „Alles, was jetzt noch dazu kommt, ist Bonus“, sagt Coach Sebastian Trott mit einer kleinen Portion Stolz.

Einige Siege aus der Vorrunde waren nicht eingeplant und haben den TuS zwischenzeitlich sogar vom Aufstieg träumen lassen. „Davon sind wir allerdings meilenweit entfernt“, bremste Trott die Berufsoptimisten im Team schon im November ein. Der Coach hält es da mehr mit dem Klassiker – „von Spiel zu Spiel zu denken“. So gilt es auch erst einmal Landshut auszubremsen, die als Meisterschafts-Mitfavorit gestartet sind, sich momentan aber im Abstiegskampf befinden. „Schon das Hinspiel war lange eine enge Kiste“, erinnert sich Kapitän Brunner gern an den 77:67-Überraschungssieg zum Auftakt der Saison.

An diese Vorstellung will der TuS auch am Samstag anknüpfen. Mit derselben kämpferischen Einstellung dürfte ein weiterer Sieg durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Auch wenn die besonderen Momente von Yasin Mohamed dann fehlen werden.

Jörg Wedekind

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