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Wohin mit der Kugel : Selbst Routinier Dominik Exner (am Ball) konnte dem ideenlosen Spiel der Holzis kein Leben einhauchen. Die Basketballer des SV Germering (in Rot) hatten leichtes Spiel. 

„So wirfst du am Ende einfach keine Körbe“

Holzis haben ein Mentalitätsproblem

Trotz körperlicher Überlegenheit hatten die Basketballer des TuS Holzkirchen gegen den SV Germering keine Chance. Es setzte die bisher deftigste Niederlage der Saison.

Germering – Wer wenig Körbe wirft, der wird das nicht Spiel gewinnen. Diese Weisheit haben die Basketballer des TuS Holzkirchen auch beim SV Germering wieder bestätigt. Am Samstagabend fehlten einmal mehr die Ideen, der Spielwitz und auch völlig die nötige Intensität, um solche Gegner nur ansatzweise in Verlegenheit zu bringen. Am Ende setzte es für die Holzis mit 57:86 die bisher deftigste Niederlage in dieser Saison.

Holzis vergessen alle guten Vorsätze

Dabei fuhr das Team um Spielertrainer Ludwig Gößl recht zuversichtlich in den Münchner Westen. Vielleicht etwas zu locker. Denn obwohl Routinier Dominik Exner noch vor Spielbeginn mit „Aufwachen Jungs“ nachdrücklich warnte – mit dem Anpfiff schienen alle guten Vorsätze vergessen. Von der ersten Minute an kontrollierte der Gastgeber die Partie. „Da waren wir mit dem knappen 11:16-Rückstand nach dem ersten Viertel sogar noch gut bedient“, meinte Exner.

Daran änderte sich auch im zweiten Viertel nichts. Im Gegenteil. Während der SV seinen durchweg gleichwertig besetzten Kader flüssig rotieren ließ, offenbarten sich beim TuS immer mehr Verunsicherung und schlicht fehlende Spielideen. Anstatt die Defensive des Gegners zumindest mit einer breiten Grundaufstellung zu öffnen, tummelten sich alle Holzkirchner Angreifer eng um die Freiwurflinie. Das war für Germering natürlich einfach zu verteidigen. Dem TuS fehlten damit die Optionen von der Dreierlinie, und unter den Brettern lief ebenfalls nicht viel zusammen. Zur Halbzeit hatte sich Germering bereits einen klaren 39:20-Vorsprung erarbeitet, ohne sich richtig anstrengen zu müssen.

Partie bereits vor den letzten zehn Minuten entschieden

Mit Beginn des dritten Viertels stellte Spielertrainer Gößl von Mann- auf Raumverteidigung um. So bekam Holzkirchen wenigstens etwas mehr Zugriff unter den Körben und beim Rebound. Doch Germering beantwortete dies prompt mit sicheren Würfen aus der Halbdistanz und von der Dreipunktelinie. Vor den letzten zehn Minuten war die Partie mit 63:36 bereits entschieden.

Trotz körperlicher Überlegenheit gelang es den Holzis nicht, wenigstens unter den Körben für etwas Wirbel zu sorgen. „Wir hatten viel zu viel wilde Einzelaktionen und kaum ein gespieltes Setplay“, seufzt Exner. „So wirfst du am Ende einfach keine Körbe und gewinnst auch keine Spiele.“

Ernüchternde Klatsche für die Holzis

Als der Schlusspfiff ertönte, stand eine ernüchternde Klatsche zu Buche, die alles andere als motivierende Folgen für die Zukunft hat. Das einzig Positive war, dass es Holzkirchens Team in dieser Konstellation sicher nicht körperlich fehlt. Das ist inzwischen eine reine Sache des Kopfes und der Mentalität geworden.

TuS Holzkirchen: Seitter (10 Punkte), Rechler, Schneider (beide 9), Siede (8), Ibrahimovic (7), Gößl (4), Mittler, Wörmann (alle 3), Exner, Kitterle (beide 2).

Jörg Wedekind

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