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Eine Nummer zu groß : Weilheims 2,05-Meter-Mann Flo Willkomm (Nummer 15) war von den Holzis nur selten in den Griff zu kriegen. 

Holzis längenmäßig unterlegen

Basketballer des TuS Holzkirchen nahe an der Sensation

Wieder keine Punkte gab es für die Basketballer des TuS Holzkirchen. Aber das Team war diesmal nah dran.

Weilheim – Wie erwartet war der Gegner übermächtig – vor allem längenmäßig. Und trotzdem wäre für die Basketballer des TuS Holzkirchen beim Bezirksliga-Gastspiel beim TSV Weilheim II mehr als nur ein ehrbares Ergebnis drin gewesen. Am Ende musste sich der TuS aber mit einer 66:74-Niederlage zufriedengeben. Einzig die Erkenntnis, in dieser Liga durchaus mithalten zu können, macht für die kommenden Aufgaben Mut.

Holzis verschlafen erstes Viertel

Wie schon in Grafing verschliefen die Holzis das erste Viertel. „Vielleicht war es einfach auch nur viel zu viel Respekt vor den großen Namen im Team des Gegners“, glaubt Spielertrainer Ludwig Gößl. Nach den ersten zehn Minuten jedenfalls führte Weilheim schon mit 23:10. Natürlich war es für Holzkirchens Defensive unmöglich, einen Mann wie den 2,05 Meter großen Flo Willkomm auszuschalten. Der 50-jährige Center ist mit seiner langjährigen Regionalliga-Routine und seiner Masse kaum vom Korb fernzuhalten. „Das wussten wir“, sagt Gößl. „Nur der unnötig große Respekt im Angriff vor dessen langen Armen war überflüssig.“

So nahm der TuS anfangs viel zu komplizierte Würfe, die gar nicht ihr Ziel finden konnten. Nur sehr langsam begannen die Holzkirchner, auch das eigene Passspiel zu forcieren. Bis zur Halbzeit konnten so Konstantin Mittler und Mathias Basedow dann doch den ein oder anderen Distanzwurf ins Netz setzen. Und weil auch Dominik Wörmann ein paarmal unter den Brettern traf, ließ der 32:41-Rückstand zur Halbzeit noch Hoffnung aufkommen.

TuS Holzkirchens Center bauen Druck auf

Doch auch den Start in die zweite Spielhälfte verschliefen die Holzis wieder völlig. Weilheim führte klar mit 57:37, ehe der TuS eine Auszeit nehmen konnte. Danach lief es dann wieder besser. In der Verteidigung gelangen dem TuS nun einige gute Rebounds und damit lief auch im Angriff einiges besser. Die beiden Center Dominik Wörmann und Pascal Seitter machten jetzt mächtig Druck in der Zone und sorgten dafür, dass der TuS fünf Minuten vor dem Ende bis auf 58:64 herangekommen war.

TSV Weilheims Topscorer macht 29 Punkte

Zum Ende hin fehlte den Holzkirchnern dann allerdings etwas die Luft, um die ausgebufften Weilheimer noch in Verlegenheit zu bringen. TSV-Topscorer Mathias Modrok (29 Zähler) sorgte allein im letzten Viertel mit 13 Punkten dafür, dass die mögliche Sensation ausblieb. „Uns bleibt die einfache wie bittere Erkenntnis,“ resümiert Gößl, „wenn wir nicht den Start beider Halbzeiten verpennt hätten, dann wäre heute durchaus was zum Mitnehmen drin gewesen.“  

Jörg Wedekind

TSV Weilheim II - TuS Holzkirchen 74:66

Holzis: Mittler (20 Punkte), Wörmann (15), Gößl (12), Basedow (8), Siede (4), Seitter (3), Schneider, Werner (je 2), Holter, Wolf.

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