Der Knackpunkt: Otterfings Simon Eder sah nach einem Laufduell die rote Karte.
+
Der Knackpunkt: Otterfings Simon Eder sah nach einem Laufduell die rote Karte.

TSV Otterfing verliert in Langengeisling in Unterzahl nach 2:0-Führung

Otterfing verliert trotz starker erster Halbzeit

  • VonHans-Peter Koller
    schließen

Der TSV Otterfing kassiert beim FC Langengeisling eine unnötige Niederlage. Zur Pause führte die Mannschaft vom Nordring noch mit 2:0.

Otterfing – Es war eine Begegnung der Gegensätze, die den Zuschauern auf der Sportanlage in Langengeisling geboten wurde. Zumindest, was das Spiel des TSV Otterfing betraf. Die Nordring-Elf führte vollkommen berechtigt zur Pause mit 2:0, hatte dann aber Schwierigkeiten mit einer taktischen Umstellung der Truppe aus dem Erdinger Stadtteil. Als dann noch Simon Eder mit Rot vom Platz flog, ging es bergab. Zusammengefasst: Eine durchaus vermeidbare 2:4-Niederlage.

„Es war echt stark, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben“, lobte Mike Probst „Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten. Echt top.“ Der Otterfinger Trainer sah hier auch keine einzige echte Torchance des Mitaufsteigers. Sein enorm lauffreudiges Mittelfeld und die hellwachen Abwehr-Recken harmonierten optimal. Ein Drehschuss von Florian Bacher (12.) an der Strafraumkante und eine superschnelle Reaktion des zweiten Stürmers Alexander Küfler (43.) bescherten dem FC Langengeisling eine in dieser Spielzeit noch nicht gekannte Situation. Sie lagen zurück.

Aber Maxi Hintermaier wusste den richtigen Kniff. Der Regionalliga- und Bayernliga-erfahrene Spielertrainer der Platzherren rückte aus der Abwehr ins Mittelfeld vor und verteilte von hier aus die Bälle. Gleich der erste Angriff führte zu einem Elfmeter, der das 1:2 brachte. Die Jagd war eröffnet. „Ich hätte mir erwartet, dass die Burschen etwas griffiger und bissiger sind“, fand Probst das erste Haar in der Suppe. Erst als Hintermaier mit einem klasse Pass das 2:2 vorbereitet hatte, fanden die Otterfinger wieder zu ihrer vor der Pause so erfolgreichen Spielweise zurück.

TSV Otterfing: Simon Eder sieht Rot

Der Knackpunkt der Partie war dann ein Lauf-Duell am Flügel. Simon Eder grätschte, und sein Gegenspieler ließ sich laut schreiend und theatralisch vor der Tribüne zu Boden fallen. „Ich war auf der anderen Seite. Eine klare Entscheidung war‘s aber sicher nicht“, urteilte Probst. Dennoch: Rot für Eder. In Unterzahl stellte der Otterfinger Trainer auf 4-4-1 um. Küfler war damit einziger Stürmer. Bacher wich auf den linken Flügel aus, und der eingewechselte Benedikt Lex kam über rechts. Die Otterfinger versteckten sich mitnichten in der Defensive.

Als nur noch fünf Minuten zu spielen waren, drang Rene Mecking über links an das Strafraumeck vor und zog in Richtung langer Pfosten ab. TSV-Keeper Leon Westner war mit den Fingerspitzen am Ball, der aber trudelte zum 2:3 über die Linie. Der Versuch, den Ausgleich zu erzwingen, mündete in einem Konter, der das 4:2 brachte. „Keine Kritik. Vor allem die erste Halbzeit war genau so, wie ich mir unser Spiel vorstelle“, fasste Probst die aus seiner Sicht vermeidbare Niederlage zusammen.

FC Langengeisling - TSV Otterfing 4:2 (0:2)

TSV Otterfing: Westner - J. Eder, Lankes, Blaschke (74. Lex), Höcker - Schmiedel (63. Scherer), Schmalz, S. Eder, Ott - Küfler (82. M. Eder), Bacher.

Tore: 0:1 Bacher (12.), 0:2 Küfler (43.), 1:2 Maier (47./FE), 2:2 Maier (53.) 3:2 Mecking (85.), 4:2 Maier (87.).

Gelbe Karten: Stenzel - Küfler, J. Eder.

Rote Karte: Simon Eder (73./Otterfing/grobes Foulspiel).

Schiedsrichter: Felix Zimmermann (FFC Wacker München).

Zuschauer: 200.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare