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Auftakt mit Blasmusik: Traditionell wurden die 16 Mannschaften am Otterfinger Nordring begrüßt.
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Tradition bei der Eröffnungszeremonie.
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Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder begrüßt die Vereine.
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Das Schiedsrichter-Gespann des Challenge Cups.
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Großer Bahnhof: Die Spieler der JFG Hofoldinger Forst marschieren am Nordring ein.
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Der TSV 1860 München betritt den Nordring.
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Spannende Spiele gab es nicht nur zwischen der SpVgg Unterhaching ( in Rot-Blau) und der TSG Hoffenheim zu sehen.
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Die Zuschauer fiebern mit.

Nachwuchsturnier in Otterfing

Challenge Cup: Mit Professionalität und Herzlichkeit

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Spannender Nachwuchsfußball und eine perfekte Organisation begeistern Zuschauer beim Challenge Cup in Otterfing. Mit großem Bahnhof wurde dabei Schiedsrichter Julius Zinke verabschiedet.

Otterfing – Imposant war die Kulisse, als am Wochenende zum 17. Mal der Challenge Cup am Otterfinger Nordring ausgetragen wurde. Hochkarätige Fußballvereine aus vier Nationen boten spannenden Nachwuchsfußball und begeisterten das Publikum mit ansprechenden und fairen Partien und der ein oder anderen Überraschung, ehe der VfB Stuttgart aus den Händen von Manni Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching, und Bürgermeister Jakob Eglseder den Siegerpokal in Empfang nehmen durfte.

Nach achtjähriger Abstinenz waren die Schwaben heuer wieder dabei, standen zum zweiten Mal im Finale und entschieden das zu ihren Gunsten, nachdem der SK Rapid Wien schon auf der Siegerstraße schien. Doch nach dem 0:2 steckte Stuttgart nicht auf, erzielte den Anschlusstreffer und den Ausgleich per Freistoß. Beim 2:3 halfen die Rapid Youngsters mit und brachten sich im siebten Anlauf um die Chance, zum zweiten Mal als Turniersieger in die Annalen einzugehen.

„Zwei Tage volle Tribünen und kein Verletzter, da kann man nur zufrieden sein“, zog Otterfings Fußball-Chef Dominik Urban zufrieden Bilanz und nahm die Gelegenheit zum Anlass seinem 60-köpfigen Team und den Sponsoren zu danken. Dazu gehörte auch Bruno Behler, der zwei Tage lang zwischen Turnierplänen und Mikro jonglierte, und mit Akribie und Sachverstand über das Geschehen auf dem Laufenden hielt. Als sich eine Zuschauerin für die umfassenden Informationen bedankte, winkte er ab. Jedes Mal gehe ihm das Herz auf, wenn er hier im Einsatz sei. Gerade dieses Herz, mit dem er und alle anderen für das Gelingen des Turniers sorgen und Professionalität mit Herzlichkeit verbinden, macht den Cup aus. Nicht nur Stuttgart zeigte sich angetan. Mehrmals im Jahr spiele man internationale Turniere, aber so etwas habe man noch nie erlebt, betonten die VfB-Verantwortlichen.

Ein Novum wird es beim 18. Otterfinger Challenge Cup geben. Julius Zinke wird man nur noch am Spielfeldrand erleben. „Ich kümmere mich dann um die Getränke- und Wurstsemmel-Koordination“, sagt das 81-jährige Schiedsrichter-Urgestein der SG Hausham, das am Sonntag assistiert von Florian Böhm (TSV Wolfratshausen) und Mario Kraljic (SC Wörnsmühl) in diesem Rahmen zum letzten Mal zur Pfeife griff. Die Partie zwischen dem TSV 1860 München und der Redbull Fußball Akademie war Zinkes letzte. Und die leitete er nicht einmal bis zum Ende. Als nach regulärer Spielzeit kein Sieger feststand, mussten die Teams zum Rittern auf den Nebenplatz, während seine Kollegen Zinke auf dem Hauptfeld einen großen Bahnhof bereiteten. „Am liebsten wäre ich gleich umgedreht und hinten zur Pferdekoppel raus“, erzählt er. Peinlich sei es ihm gewesen, aber gleichzeitig habe er sich riesig über den schönen Abschied gefreut. Seine Einsätze beim Challenge Cup stellte er im Rückblick auf eine Stufe mit dem Spiel, das er im Olympiastadion vor 40 000 Besuchern leitete. Dafür nahm er auch die unbeabsichtigte Publicity und die deshalb zu erwartenden Frotzeleien am Stammtisch gerne in Kauf.

Während Zinke und seine Schiedsrichter-Kollegen, die das Turnier auch heuer wieder zur Ausbildung nutzten, und beim Abschluss-Weißbier mit Manni Schwabl auf den gelungenen Challenge Cup anstießen, brachte das Traktor-Taxi die Mannschaften aus Hannover und Berlin auf die bayerische Art zum Bahnhof.

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