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Patrick Lachemeier war Mitglied des Projektteams. 

Trainer der DJK Darching

Lachemeier zu neuem Modus: „Das juckt mich schon“

  • vonThomas Spiesl
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Patrick Lachemeier, Trainer der DJK Darching, war Teil der Projektgruppe, die den möglichen neuen Modus für den Fußball-Kreis Zugspitze ausgearbeitet hat. 

Landkreis – Mit der SG Hausham, der DJK Darching, dem FC Rottach-Egern, dem TSV Weyarn und dem SC Wörnsmühl spielen aktuell fünf Teams aus der Region in der Kreisklasse 2. Wird das Pilotprojekt im Kreis Zugspitze (wir berichteten) umgesetzt, fielen für die Mannschaften wohl zahlreiche Auswärtsfahrten in den Tölzer Raum weg. Die Vorrundengruppe könnte beispielsweise aus den fünf Landkreis-Teams sowie Sauerlach und Aying bestehen – wenn man Auf- und Abstieg erst einmal außen vorlässt. „Lieber spiele ich viermal gegen Weyarn, als nach Geretsried zu fahren. Wir hätten mehr Zuschauer, die keine weiten Strecken haben und auch mal sitzenbleiben können“, beschreibt DJK-Coach Patrick Lachemeier die Vorteile.

Betrachtet man den gesamten Kreis Zugspitze, gibt es 57 Teams in den Kreisklassen. Daraus ergeben sich in der Vorrunde eine Achter- und sieben Siebener-Gruppen. Die Teams hätten also in der zweiten Jahreshälfte 2021 zwölf oder 14 Partien zu absolvieren. Am zweiten November-Wochenende soll Schluss sein. Sollte es Probleme mit der Witterung geben, können die Spielleiter das Heimrecht tauschen. Die besten drei Teams gehen in die Aufstiegsrunde und nehmen entsprechend ihrer Platzierung sechs, vier oder zwei Bonus-Punkte mit. In dieser zweiten Saisonhälfte wären auch Begegnungen gegen Teams aus dem Tölzer Raum wahrscheinlich. Die vier Sechser-Gruppen absolvieren noch einmal zehn Spiele, die Aufstiegsrunde endet am 29. Mai. Der Erste steigt auf, der Zweite geht in die Relegation. Die restlichen Teams treten im Frühjahr, unter ähnlichen Bedingungen samt Bonuspunkten, in der Abstiegsrunde an. Die Abstiegsrunde im Kreis unterteilt sich in je drei Sechser- und Fünfergruppen. Nach acht oder zehn Partien steigt der Letzte ab, der Vorletzte muss in die Relegation.

Als einziger Teilnehmer aus dem Landkreis war Darchings Coach Lachemeier Mitglied im Projektteam, das den Vorschlag für den Modus erarbeitet hat. „Anfangs war ich dagegen, weil mir das Spielsystem im Eishockey schon nicht besonders gefällt. Aber dann wurde in unseren Sitzungen über das Bonussystem gesprochen – und es wurde immer interessanter“, sagt er und betont, dass Kreisspielleiter Heinz Eckl ein sehr offener Moderator gewesen sei. So sei die Idee gewachsen, wenngleich die Vereine darüber entscheiden. „Grundsätzlich bin ich eher ein altmodischer Typ, der auf Bewährtes setzt. Aber das juckt mich schon und das Gute ist, man kann es wieder zurücksetzen, wenn es gar nicht hinhaut“, erklärt Lachemeier. THOMAS SPIEL

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