Hart zugesetzt hat der FC Aschheim (in Blau) dem Bezirksliga-Neuling TSV Otterfing, wie diese Szene mit Maximilian Riblinger (l.) zeigt.
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Hart zugesetzt hat der FC Aschheim (in Blau) dem Bezirksliga-Neuling TSV Otterfing, wie diese Szene mit Maximilian Riblinger (l.) zeigt.

TSV Otterfing kassiert beim FC Aschheim böse 1:6-Pleite

Eine harte Lektion: Otterfing verliert 1:6 in Aschheim

  • VonHans-Peter Koller
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Mit einem herben Dämpfer ist der TSV Otterfing in die erste Saison der Vereinsgeschichte in der Bezirksliga gestartet: Beim FC Aschheim setzte es eine harte 1:6-Niederlage.

Otterfing – Das war heftig. Dass der FC Aschheim zu den selbst ernannten Spitzenmannschaften in der neuen Liga des TSV Otterfing gehört, war bekannt. Aber nach den 90 Minuten hatte das Team aus dem Müncher Osten auch den Beweis für diese selbstbewusste Selbsteinschätzung geliefert. Vielleicht war die Niederlage um ein oder zwei Tore zu hoch, aber ein halbes Dutzend eingeschenkt zu bekommen, hat schon eine gewisse Aussagekraft.

„Eines steht fest. Unsere Mannschaft hat gerackert, gekämpft und gearbeitet. Daran hat es definitiv nicht gelegen“, stellt Otterfings Fußball-Chef Dominik Urban zum Debüt in der Bezirksliga Ost fest. Aber irgendetwas muss der Gegner besser gemacht haben, wenn er zu sechs Toren gekommen ist.

Mike Probst geht ins Detail. Der TSV-Trainer hatte Ballverluste notiert, die nicht durch druckvolles Pressing des Gegners zustande gekommen waren, und wenn solche Fehler in der Vorwärtsbewegung passieren, ist die Ordnung in den eigenen Reihen durcheinander gewirbelt. „Einige Vorlagen waren ungenau“, fasst Probst zusammen.

Augenfällig war allerdings, wie technisch gut ausgebildet Aschheims Kicker sind. Wobei es Malcom Olwa-Luta war, der dabei heraus stach. Die sportliche Vita dieses Filigrantechnikers gibt Aufschluss: Ausgebildet im Bundesliga-Nachwuchs des FC Bayern München sammelte er Erfahrung in Unterföhring und Ismaning in Bayern- und Regionalliga, ehe ihn Rot-Weiß Essen als Profi unter Vertrag nahm. Ein Schien- und Wadenbeinbruch warf ihn in seiner Karriere zurück.

Maximilian Dengler erzielt Ehrentreffer

Nun arbeitet Olwa-Luta als Trainer der Münchner Fußballschule in Martinsried und ist hier zufrieden. „Fußball ist für mich nur noch ein Hobby“, erklärt der Edeltechniker seinen Wechsel nach Aschheim. Beim 1:0 (8.) gab er einen Einblick in sein Können. Leon Westner stand etwas zu weit vor dem Otterfinger Gehäuse, aber mit einem Schuss aus 50 Metern, der sich hinter ihm ins Netz senkte, hatte er nicht gerechnet.

Mit etwas Glück hätten die Otterfinger den Ausgleich erzielt. Nach einer Flanke auf den langen Pfosten kam Andreas Eder zum Kopfball (13.) – gut getimt gegen die Laufrichtung des Keepers, aber ein Verteidiger köpfte das Leder von der Linie. Als die Aschheimer innerhalb von vier Minuten auf 3:0 erhöhten, wusste Probst: „Das war unser Genickbruch.“ Die von ihm neu aufgebotene Dreier-Abwehrkette machte bei beiden Treffern keinen sicheren Eindruck. „Letztlich muss ich das auf meine Kappe nehmen. Wir sind noch nicht ganz so weit“, erklärt Probst, der anschließend auf die bewährte Viererkette umstellte – zu spät.

Als bald nach dem Seitenwechsel das 4:0 fiel, war der letzte Funken Hoffnung für eine Aufholjagd dahin. Dass die Otterfinger nicht aufsteckten, wurde mit dem Ehrentreffer belohnt: Simon Eder setzte Florian Bacher per Steilpass ins Szene, der Kapitän steckte zu Maximilian Dengler durch, der gegen den FCA-Keeper mit dem 1:4 abschloss. „Wir haben einen langen Lernprozess vor uns“, weiß Probst „aber wir werden mit den Aufgaben wachsen und bestehen.“

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