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Im Kampf um den Ball zog der TSV Otterfing (in Schwarz) gegen die SG Hausham zumeist den Kürzeren. Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigten die Knappen der Nordring-Elf ihre Grenzen auf. 

Kreisliga 1

Einen Schritt nach vorne gemacht: SG Hausham gewinnt gegen TSV Otterfing

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Im Kreisliga-Derby hat sich die SG Hausham gegen den TSV Otterfing durchgesetzt. Trotzdem sagt Trainer Hans Ostner: „Der Weg ist noch lange und beschwerlich.“

Hausham – Im Derby zwischen der SG Hausham und dem TSV Otterfing hat die bessere Mannschaft gewonnen. Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigten die Knappen der Nordring-Elf ihre Grenzen auf. Der 3:0-Erfolg der SG ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Die saisonale Zielgerade mit den Einlaufpositionen Klassenerhalt, Relegation und Direktabstieg verspricht ein heißes Rennen. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Nicht mehr und nicht weniger“, meint SG-Trainer Hans Ostner. „Und der Weg ist noch lange und beschwerlich.“

Während Ostner nach dem Abpfiff schnurstracks in der Kabine verschwand, blieb TSV-Trainer Mike Probst lange auf dem Platz stehen – wortkarg, aber sichtlich aufgerührt. Auch wenn sich sein Spielgestalter Maximilian Dengler nach dem Aufwärmen zuerst in die Leiste griff und dann zum Zuschauen auf die Tartanbahn setzte und sich Kapitän Florian Bacher bereits nach 18 Minuten verletzt auswechseln ließ, war er angefressen. „Mit so einer Spielweise gewinnt man keinen Blumentopf“, sagt Probst. „Wir müssen in Klausur gehen. Da muss sich schleunigst etwas ändern.“

Die erste Halbzeit war es nicht, die den Otterfinger Trainer auf die Palme gebracht hatte. Paul Behler hatte nach einer schönen Flanke von Alexander Küfler sogar den Führungstreffer auf dem Fuß (32.). Anstatt flach einzuschieben, schoss er den Ball Benjamin Edenhofer genau in die Arme. „Eine Monsterchance. Aber so ein Ding nicht reinzubringen, ist schon Profis passiert“, sagt Probst.

Dass es torlos in die Umkleide ging, war auch den Haushamern anzukreiden. Die beste Möglichkeit köpfte Maximilian Wagenpfeil freistehend, wenn auch aus etwas spitzem Winkel, neben den Pfosten (27.). „Zu leichte Ballverluste. Das Abspiel war nicht immer präzise“, erklärt Ostner.

Der zweite Haushamer Angriff nach dem Seitenwechsel war dann ein Volltreffer. Manuel Marcks legte in die Tiefe auf Felix Baumgartner vor, sprintete in der Mitte und erhielt das Leder postwendend zurück. Die nachfolgende Flanke köpfte Anian Trettenhann wuchtig zum 1:0 ins Netz. Das Tor gab den Knappen die von Ostner geforderte Sicherheit. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen und die Mittel der Otterfinger, dagegen vorzugehen, erwiesen sich als dürftig.

Interessanterweise hatte der Haushamer Trainer gleich zwei Joker gezogen, die stachen. Maximilian Papst zeigte als Innenverteidiger eine starke Leistung und der in der Winterpause vom SV Bayrischzell zur SG gewechselte Stürmer Maxim Wagner zeigte sich als technisch gut ausgebildet. Wagner war es auch, der die Vorentscheidung herbeiführte. Nach einem Otterfinger Fehler in der Abwehr überlief er die komplette TSV-Defensive. Christian Utmälleki konnte ihn nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Benedikt Schauer zum 2:0.

Das 3:0 besorgte der 24-Jährige dann selbst. Auch hier überlief Wagner die Nordring-Abwehr. Utmälleki hatte sich noch von der Linie gelöst, um den Winkel zu verkürzen. Aber so cool, wie der Neuling den Ball am Torwart vorbeischob, zeigte er, dass er der neben dem ASV Antdorf schwächsten Offensivabteilung der Liga, Abhilfe verschaffen kann.

SG Hausham – TSV Otterfing 3:0 (0:0)

SG Hausham: Edenhofer – Schauer, Papst, Kloiber, Baumgartner – Volk, Trettenhann, Grill, Siglreitmaier (46. Wagner) – Marcks (66. Freund), Wagenpfeil (88. Ngoc).
TSV Otterfing: Utmälleki – A. Eder, Behler, Pallauf, J. Eder – K. Eder, Schmiedel (69. Urban), S. Eder, Ott, Blaschko (46. K. Bichler) – Bacher (18. Küfler).
Tore: 1:0 (49.) Trettenhann, 2:0 (83./Elfmeter) Schauer, 3:0 (88.) Wagner.
Gelbe Karten: Volk, Wagner – Utmälleki, S. Eder, Schmiedel.
Schiedsrichter: Sarah Hofmann (TSV Rott-Lech).
Zuschauer: 70.

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