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Endlich mal jubeln: TSV Otterfing empfängt mit dem TSV Bad Endorf einen Leidensgenossen

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Am Ende wieder am Boden: Trotz einer starken Leistung gingen Andreas Schmalz (l.) und sein TSV Otterfing gegen Moosinning als Verlierer vom Platz.
Am Ende wieder am Boden: Trotz einer starken Leistung gingen Andreas Schmalz (l.) und sein TSV Otterfing gegen Moosinning als Verlierer vom Platz. © Thomas Plettenberg

Otterfing – Mit einem Heimspiel gegen den TSV Bad Endorf beendet der TSV Otterfing die Vorrunde in der neuen Spielklasse. Eine für beide Vereine richtungsweisende Partie, wobei der Erfolgsdruck mehr beim Aufsteiger vom Nordring liegt. Ein Sieg der Otterfinger kann für etwas Versöhnung und Zuversicht sorgen nach einer Vorrunde, die nicht nach dem Geschmack des TSV verlief.

Erstmals in der Vereinsgeschichte schaffte es Otterfing in die Bezirksliga. Sicher ein zusätzlicher Motivationsschub. Abteilungsleiter Dominik Urban freute sich auch über Neuzugänge. Allerdings nicht hochklassig gestählt, sondern mehr solche mit Entwicklungspotenzial. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kamen die Otterfinger ins Rollen. Drei Siege innerhalb von zehn Tagen. Allerdings, wie sich später herausstellen sollte, ausnahmslos gegen Vereine, die mit den gleichen Problemen wie die Nordring-Truppe zu kämpfen hat. Reicht das spielerische Potenzial für die Bezirksliga?

Ab Mitte August kamen die Otterfinger dann mehr und mehr ins Hintertreffen. Eine rote Karte für Simon Eder, ein wochenlang verletzter Maximilian Dengler sowie leichtfertig verursachte Fehler in der Defensive und im Spielaufbau trugen zum Abdriften in den Tabellenkeller bei. Und selbst mit einem Sieg an diesem Samstag würde der TSV einen Platz einnehmen, der zum Ende der Saison die Abstiegsrelegation bedeutet.

Dass selbst gegen Spitzenmannschaften ein Aufwärtstrend unverkennbar war, wie zuletzt bei der Last-Minute-Niederlage gegen den FC Moosinning, lindert die Sorgen nicht. Der aktuelle gegner – der 2018 in die Bezirksliga aufgestiegene TSV Bad Endorf – konnte zwei Spielzeiten lang sogar einen Mittelfeldplatz erreichen. Heuer aber hakt es bei den Kurstädtern. Zuletzt eine 0:4-Klatsche gegen den SC Baldham-Vaterstetten, der damit die Otterfinger auf den vorletzten Platz verdrängte, sorgten beim TSV-Trainer Franz Pritzl, der das Team im Juni 2020 übernommen hat, für Sorgenfalten.

Aber diese sind auch bei Mike Probst unübersehbar. Auch wenn der Trainer des TSV Otterfing Woche für Woche auf eine gute Leistung seiner Kicker blickt und einen Aufwärtstrend erkennt. Unter dem Strich bleibt bislang ein einziger Heimsieg gegen den SV Waldperlach. Das war schlichtweg zu wenig, um einen Anspruch auf den Klassenerhalt zu erheben, da auch die Auswärtsbilanz mit gerade mal zwei Siegen in sieben Partien nicht gerade berauschend ist.

Noch sind am Nordring nicht alle Baustellen behoben. Georg Bichler, Dominik Höcker und Michael Scherer fallen verletzt aus, und bei Dengler, der zusammen mit seinem Kapitän Florian Bacher mehr als 50 Prozent aller Otterfinger Tore geschossen hat, reicht es nach einer Kapselverletzung erst wieder für das Lauftraining.

Dennoch ist Probst zuversichtlich: „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir auf dem Weg nach oben sind. Wir werden unserem Gegner das Leben schwer machen. Und ich bin guter Dinge, dass wir am Ende jubeln.“

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