Roy fordert: Besser spielen als zuletzt

- Holzkirchen - "Wir müssen besser spielen als zuletzt." Die Forderung des Holzkirchner Trainers für das Auswärtsspiel bei der SE Freising hört sich zuerst einmal machbar an. Aber es steckt mehr hinter dem, was Thomas Roy am heutigen Freitag von seinen Burschen erwartet.

Abgesehen von der Begegnung gegen den SV Pullach, in der seine Grün-Weißen einfach eine Nummer zu klein waren (1:4), sah Roy die Leistung seiner Truppe regelmäßig gleichwertig mit der des Gegners. Das aber eben nicht über die kompletten 90 Minuten. "Die Phasen, in denen wir mithalten, sind noch zu kurz. Das ist aber auch ein psychologisches Problem", meint Roy. Er wünscht sich von seinen Schützlingen mehr Selbstbewusstsein, mehr Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen. Darum hat er für das heutige Spiel in Freising nicht die Devise ausgegeben, einen Punkt zu entführen. Er fordert, dass die Trainingsleistung umgesetzt wird.

Was das Engagement bei den Übungseinheiten betrifft, sind der TuS-Trainer und Adrian Saft, der Stellvertretende Abteilungsleiter der Grün-Weißen, auf einer Wellenlänge. "Da wird intensiv gearbeitet", sagt Saft. Wie intensiv gearbeitet wird, bewies Michael Kinshofer, der sich im Dienstagstraining eine Blessur am Oberschenkel zugezogen hat. Roy ist fast überzeugt davon, dass der Verteidiger mit Offensiv-Qualitäten trotzdem heute Abend in Freising aufläuft. "Das ist ein Negerboandl, aber Michi ist hart im Nehmen. Loisl Plodek, der zuletzt verletzt pausierte, fährt ebenso mit nach Lerchenfeld wie Bastian Zeitelhack. Der Rückkehrer vom Landesligisten 1860 Rosenheim wird aber laut Roy über die Rolle eines Edeljokers nicht hinauskommen: "Er hat gut trainiert, aber auf die hundert Prozent fehlt es noch." Somit fährt der TuS Holzkirchen heute mit seiner Elite nach Freising.

Der Rückblick auf die jüngste 0:2-Heimniederlage gegen den SV Kirchanschöring fällt durchwachsen aus. Nach dem 0:1 mussten die Holzkirchner die Initiative übernehmen, und das gehört eben nicht zu den Stärken der Mannschaft. "Wir hatten mehrere Chancen auf das 1:0 oder später den Ausgleich", meint Roy im Hinblick auf die Ladehemmung seines Mittelstürmers Robert Weidel.

Der TuS-Trainer hat den heutigen Gegner bereits zweimal begutachtet und kennt darum die Stärken und Schwächen. "Es ist mir unverständlich, warum Freising so wenig Punkte hat. Das ist ein absolutes Top-Team", weiß Roy. Und das meint nicht nur er: "Die kleinen Fische brechen uns heuer das Kreuz. Zuerst Eintracht Karlsfeld und nun Holzkirchen. Es wird Zeit, dass wir die Abstiegsplätze im Auge behalten", haderte der Freisinger Trainer Günther Leipold nach der jüngsten 0:1-Schlappe.

Der Holzkirchner Trainer ist sich sicher: Die Platzherren werden vom Anpfiff weg nach vorne marschieren und über Pressing und Forechecking versuchen, die TuS-Abwehr zu Fehlern zu zwingen. Positiv ist, dass hierdurch Platz für Konter entstehen könnte, und das ist wiederum die Stärke der Grün-Weißen.

SE Freising - TuS Holzkirchen heute, Freitag, 19.30 Uhr, Stadion an der Savoyer Au.

TuS Holzkirchen: Domingo Grafunder, Michael Kinshofer, Stefan Kinshofer, Sepp Sappl, Thomas Gambietz, Alexander Pilik, Loisl Plodek, Jörg Bergen, Bastian Zeitelhack, Tobias Brandl, Michael Greinsberger, Robert Weidel, Simon Schedel, Kaspar Obermüller, Sebastian Galler, Daniel Klintzsch.

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