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Trendwende geglückt: Irschenberg (schwarz) gewinnt das erste Spiel nach dem Rücktritt von Christian Pralas.

Fußball A-Klasse

Trendwende bei Irschenberg - Fess trifft vierfach

  • vonMichael Eham
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In der A-Klasse marschiert der SV Bayrischzell weiter in Richtung Aufstieg. Der TSV Irschenberg gewinnt das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Christian Pralas.

Landkreis – In der A-Klasse 4 reißt die Siegesserie des TSV Hartpenning, während der SV Bayrischzell in der A-Klasse 3 weiter in Richtung Meisterschaft marschiert und auch gegen Real Kreuth II hoch gewinnt. Der TSV Irschenberg schafft gegen den SV Parsberg die Trendwende, Warngau patzt in Wiessee und Schliersee gewinnt am Tag der Amateure gegen den SV Waakirchen-Marienstein.

FC Deisenhofen III - TSV Hartpenning 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Böhnke (28.), 1:1 Zinsbacher (39.), 2:1 Volz (70.), 3:1 Volz (90.).

Die Siegesserie des TSV Hartpenning in der A-Klasse 4 ist mit der 1:3-Niederlage gegen Deisenhofen III gerissen. Dabei verzeichneten die Hartpenninger vor allem im ersten Durchgang ein Chancenplus. „Vor dem ersten Rückstand hätten wir schon in Führung gehen können“, hadert Trainer Werner Klinke. Doch nach einer knappen halben Stunde mussten die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen, den Florian Zinsbacher vor der Pause egalisierte. Nach der Halbzeit war es wieder Zinsbacher, der für die Führung hätte sorgen können, aber freistehend vergab. „In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Deisenhofen immer besser ins Spiel fand“, resümiert Klinke. Und so gingen die Gastgeber erneut in Front –durch Sandro Volz, der in der Regionalliga schon sowohl im Tor als auch im Feld spielte. Der Ausgleichstreffer durch Stefan Zellermayer zählte aufgrund vermeintlicher Abseitsstellung nicht. In der Schlussminute löste Hartpenning auf und kassierte den dritten Gegentreffer.

SV Miesbach II - SC Wall 3:3 (2:1)

Tore: 1:0 Stoib (3.), 1:1 Schumacher (4.), 2:1 Ulu (22.), 3:1 Matschiner (80.), 3:2 Katic (88.), 3:3 Schumacher (90.).

Einen sicher geglaubten Sieg hat der SV Miesbach II gegen den SC Wall aus der Hand gegeben. Bis zur 88. Minute führten die Kreisstädter mit 3:1, ehe sie einen Doppelschlag kassierten. Von Beginn an wollten die Waller hoch stehen und den Gegner früh attackieren. „Das haben wir vor allem in der ersten Halbzeit gut umgesetzt“, erzählt Trainer Sepp Bernöcker. Nach einer turbulenten Anfangsphase, in der beide Mannschaften einmal trafen, ging Miesbach mit einer 2:1-Führung in die Halbzeit. Verdient und ausgebaut wurde diese aber erst nach dem Seitenwechsel, als sich Wall in die Defensive drängen ließ. Erst zum Schluss entwickelten die Gäste noch einmal Druck und kamen durch Denis Katic und Dominik Schumacher doch noch zum Ausgleich. „Meine Mannschaft hat eine super Moral gezeigt“, lobt Bernöcker, während sein Gegenüber Stefan Feicht mit dem Remis hadert: „Die Führung dürfen wir nicht mehr aus der Hand geben. Auch wenn das Unentschieden leistungsgerecht war.“

TSV Bad Wiessee - SV Warngau 2:2 (0:0)

Tore: 1:0 Fancelli (48.), 1:1 Hallmannsecker (60.), 1:2 Novkovski (66.), 2:2 Stadlet (69./ET).

Der SV Warngau ist auf dem Kunstrasenplatz des TSV Bad Wiessee nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Sowohl Jürgen Welker, Trainer des TSV, als auch sein Gegenüber Daniel Mayer finden: ein leistungsgerechtes Remis. „Es war ein ausgeglichenes Spiel“, sagt Welker. „Wir haben gesehen, dass wir mit einer weitestgehend normalen Aufstellung mit den vorderen Mannschaften mithalten können.“ Von einem Rückkehrer muss sich Welker aber prompt wieder verabschieden: Wolfgang Wagner musste nach einer halben Stunde mit einem Beckenbruch ausgewechselt werden, nachdem ein Warngauer in einem Zweikampf unglücklich auf ihm gelandet war. Die Warngauer müssen nun ernsthaft um den Relegationsplatz fürchten. B „Wir müssen Standardsituationen einfach besser verteidigen“, hadert Mayer nach zwei Gegentoren nach Freistößen. Mit nur 14 Gegentreffern coacht er aber noch immer die beste Defensive der Liga.

TSV Schliersee - SV Waakirchen-M. 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 P. Fischer (13.), 2:0 Simsch (74.).

Der TSV Schliersee hat sein Heimspiel gegen den SV Waakirchen mit 2:0 gewonnen. Auf einem tiefen Platz bekamen die Zuschauer vor dem neuen Vereinsheim einen echten Kampf zu sehen. Waakirchens Trainer Vincent Lechner findet trotz der Niederlage, dass seine Mannschaft mehr in das Spiel investiert hat. „Aber wenn du oben stehst, machst du aus wenig viel und wenn du unten stehst, eben nicht“, sagt er ernüchtert. Ausgerechnet Peter Fischer, der bis vor einem Jahr noch bei Waakirchen kickte, brachte die Hausherren per Freistoß in Front. Mit Beginn der Schlussphase legte Martin Simsch nach. „Das Spiel war zwar nicht so schön anzuschauen, aber ich finde schon, dass wir verdient gewonnen haben“, findet Schliersees Trainer Sebastian Fischer.

Live dabei: Reporter Michael Eham begleitete die Partie in Schliersee für den Tag der Amateure.

SV Arget - DJK Darching II 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Roth (36./FE), 1:1 van der Drift (60.).

Die DJK Darching hat nach den ersten drei Punkten nun auch gegen den SV Arget einen Zähler geholt. Am Ende stand es 1:1. Nachdem Darchings Torhüter Djalamfeu Djihounouck im ersten Durchgang einen Strafstoß parierte, musste er wenig später beim zweiten Elfmeter doch hinter sich greifen. „Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel“, findet Trainer Andreas Hallmannsecker. Mitte der zweiten Hälfte erzielte Paul van der Drift den verdienten Ausgleich für die Darchinger. „Wir hatten sogar noch Chancen, aber das Unentschieden geht in Ordnung“, resümiert Hallmannsecker. „Ich bin stolz.“

TSV Irschenberg - SV Parsberg 5:3 (1:2)

Tore: 1:0 Moser (13.), 1:1 Zbytek (15.), 1:2 P. Harzer (20.), 1:3 L. Harzer (47.), 2:3 Monn (58./FE), 3:3 Millich (79.), 4:3 Palivec (86.), 5:3 Durm (90.+2).

Eine turbulente Partie bekamen die Zuschauer beim 5:3-Sieg des TSV Irschenberg über den SV Parsberg zu sehen. Erst gingen die Hausherren in Front, ließen sich aber mit dem ersten Gegentreffer komplett verunsichern und mussten kurz nach dem Seitenwechsel einem 1:3-Rückstand hinterherlaufen. „Dann haben wir uns aber richtig gut gefangen und die Spielkontrolle übernommen“, findet Abteilungsleiter Thomas Kreuzer. Die Parsberger hingegen, die bis dahin verdient führten, agierten aus Sicht ihres Trainers Robert Niggl nicht clever genug. „In der zweiten Halbzeit haben wir nur noch auf Irschenberg reagiert“, hadert er. So drehten die Irschenberger auf und die Partie zum 5:3.

SV Bayrischzell - FC Real Kreuth II 8:1 (2:0)

Tore: 1:0 Wiedmann (3.), 2:0 Fess (27.), 3:0 Fess (52.), 4:0 Fess (59.), 4:1 Beilhack (61.), 5:1 Fess (64.), 6:1 Wiedmann (77.), 7:1 Müller (78.), 8:1 Wiedmann (85.).

Die Offensive des SV Bayrischzell hat gegen Kreuth II keine Gnade gezeigt. Das Trio Maximilian Wiedmann, Benedikt Fess und Lukas Müller erzielte beim 8:1-Erfolg seine Treffer 46 bis 53. Damit haben die drei Bayrischzeller nur vier Tore weniger erzielt als die zweitbeste Offensive der Liga. „Das Spiel gegen Kreuth fing eigentlich zäh an“, sagt Trainer Sebastian Schmid. „Der Gegner hat gut dagegengehalten.“ So stand es zur Halbzeit lediglich 2:0. „Damit wäre ich schon zufrieden gewesen.“ Doch seine Mannschaft nicht. Nach dem Seitenwechsel drehte Fess auf und erzielte zusätzlich zu dem in der ersten Hälfte noch drei Treffer. „Es war eine deutliche Sache, weil Bayrischzell Torchancen extrem effizient nutzt“, erklärt Darchings Trainer Stefan Rachel.

SG Baiernrain/D’zell - SF Fischbachau 5:1 (4:1)

Tore: 0:1 Bucher (1.), 1:1 Kanzler (16.), 2:1 Kappelsberger (20.), 3:1 Puscher (34.), 4:1/5:1 Kappelsberger (46./65.).

Die SF Fischbachau sind bei der Spielgemeinschaft aus Baiernrain und Dietramszell am Sonntagnachmittag mit 1:5 baden gegangen. Dabei begannen die Gäste stark und gingen bereits nach 20 Sekunden mit 1:0 in Führung. „Kurz danach hatten wir die Chance auf das 2:0“, erzählt Trainer Michael Kellerer. „Danach haben wir den Faden verloren, der Gegner war einfach besser als wir.“ So drehten die Hausherren die Partie noch vor dem Seitenwechsel in ein 4:1. Die Vorentscheidung. Nach der Halbzeit wehrten sich die SF nach Kräften, mussten dennoch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. „Die Niederlage geht auch in der Höhe in Ordnung“, findet Kellerer.

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