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Trikotwaschen ist nur eine der vielen Aufgaben, die Elisabeth Fischer beim TSV Schliersee innehat. 

„Fußball ist unser Leben“

Ohne Elisabeth Fischer geht beim TSV Schliersee nichts

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Elisabeth Fischer ist seit 19 Jahren für die Fußballer des TSV Schliersee im Einsatz. Auch, als ihre Söhne in Waakirchen spielten, blieb sie in Schliersee.

Schliersee – Wenn amSonntagnachmittag der TSV Schliersee in der Fußball-A-Klasse 3 den TSV Parsberg empfängt, wird Elisabeth Fischer wieder die Gäste im Vereinsheim bewirten und den Brotzeitverkauf führen. Es ist fast beinahe ein festgeschriebenes Gesetz der vergangenen 19 Jahre bei den Fischers. „Fußball ist in unserer Familie das komplette Leben“, sagt die 58-Jährige.

Elisabeth Fischer kam vor 19 Jahren zum TSV Schliersee

Nicht nur ihr Mann Peter war schon Jugendleiter und Trainer in Schliersee, auch die beiden Söhne Sebastian und Peter haben in der TSV-Jugend das erste Mal gegen den Ball getreten. „Als der Sebastian mit vier Jahren in Schliersee Fußball gespielt hat, bin ich auch zum Verein gekommen“, erzählt Elisabeth Fischer. Nach ein paar Jahren hat sie dann den Verkauf im Vereinsheim übernommen. Das ist jetzt 19 Jahre her. Erst neulich ist ihr wieder das Gesundheitszeugnis aus dem Jahr 2000, das sie sich damals hat ausstellen lassen, in die Hände gefallen.

Verbundenheit zum Verein 

„Ich bin natürlich überaus dankbar und stolz, so eine Hingabe erfahren zu haben“, sagt Sohn Sebastian, der mittlerweile die Herren-Mannschaft trainiert. „So etwas ist nicht selbstverständlich.“ Zwischenzeitlich war Elisabeth alleinige Fischer-Vertreterin in Schliersee, denn die beiden Buben sowie Ehemann Peter zog es in die Kreisliga zum SV Waakirchen-Marienstein. Auf die Frage, warum sie in Schliersee weiterhin den Verkauf gemacht und die Trikots der Ersten Mannschaft gewaschen hat, hat die 58-Jährige eine klare Antwort: „Weil man ja verbunden ist mit dem Verein. Es war immer schön da drin, und das ist es auch weiterhin.“

Alles dreht sich bei Familie Fischer um Fußball

In ihrer Kindheit in Hausham hatte sie noch nicht wirklich viel mit Fußball am Hut. „Seit die Kinder da waren und auch davor schon mit dem Peter, hat sich alles nur um Fußball gedreht.“ Nichtsdestotrotz war es für die Fischer-Mama ein Höhepunkt, als vergangenes Jahr ihre beiden Söhne wieder zurück nach Schliersee gekommen sind.

Und vielleicht klappt es in diesem Jahr auch mit dem Aufstieg in die Kreisklasse, den Schliersee in der vergangenen Saison knapp verpasste. „Ich wünsche es ihnen natürlich, weil das der Traum jeder Mannschaft ist“, sagt Elisabeth Fischer. „Und wenn meine beiden Kinder dabei sind, natürlich umso mehr.“ Papa Fischer ist mittlerweile als Zuschauer dabei, Peter als Spieler, Sebastian als Spielertrainer und Mama Elisabeth betreibt das Vereinsheim. „So wie wir angefangen haben“, sagt sie, „hört es vielleicht irgendwann auch wieder auf.“ Als Familie beim TSV Schliersee. 

emi

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