Manni Schwabl und Oskar Langl weisen die Landkreis-/Unterhaching-Allstars vor dem Legendenspiel gegen den TSV Otterfing ein.
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Manni Schwabl und Oskar Langl weisen die Landkreis-/Unterhaching-Allstars vor dem Legendenspiel gegen den TSV Otterfing ein.

TSV Otterfing gegen Landkreis-/Unterhaching-Auswahl

Vom Hüftschaden ausgebremst: Legendenspiel in Otterfing ohne Huber und Grünwald

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25 Jahre ist der Kreisliga-Aufstieg des TSV Otterfing her. Das wurde am Samstag beim Legendenspiel gegen die Landkreis-/Unterhaching-Allstars gebührend gefeiert. 

Otterfing – Eine Idee zu haben ist das Eine. Diese auch wie gewünscht umzusetzen, das Anderen. Den Verantwortlichen des TSV Otterfing aber ist beides gelungen. Das Legenden-Spiel der Nordring-Elf am Samstag gegen eine Landkreis-Auswahl, die von den Unterhaching Allstars verstärkt wurde, geht als rundum gelungen in die Vereinsgeschichte des TSV ein. Der Rückblick auf das Jahr 1994, in dem die Otterfinger endlich den langersehnten Aufstieg in die Kreisliga schafften, war nicht nur der Anlass des Spiels, sondern auch die zeitintensivste Phase. Während an der Gaststätte am Nordring die Sperrzeit längst Einzug gehalten hatte, brannten die Lichter und Kerzen im überdachten Tribünenbereich des Fußballplatzes noch lange weiter.

Die Hüfte zwickt bei Andi Huber und Hans-Werner Grünwald

Am Nachmittag, als sich die Spieler bereits aufwärmten, schlenderten Hans-Werner Grünwald und Andi Huber heran. Ohne Sporttasche und in Gesundheitsschlappen. „Die Hüfte. Es geht einfach nicht“, erklärt Huber, langjähriger Leistungsträger des früheren Landesligisten FC Miesbach. „Wenn’s bei dem Jungspund schon zwickt, dann ist es nicht verwunderlich, dass es bei mir nicht besser geht“, sagt „Hansi“ Grünwald und lacht. Der Weyarner, der in seinen Glanzzeiten das Trikot des FC Bayern München trug, hat offenbar ein gutes Gedächtnis. Er ist Mitte 55, Huber gerade mal vier Monate jünger.

Schiedsrichter Hans Unterberger: „Der Welle und der Maxe kamen nicht zum Einsatz“

Dass keine Coaching-Zonen markiert waren, und Rudi Argyo, der Aufstiegstrainer aus dem Jahr 1994, sowie das Gespann Manni Schwabl und Oskar Langl auf der Gegenseite die Aktionen des Gegners lautstark kommentierten, gehörte ebenso zum freundschaftlichen Kick, wie die Anpassung der Spielzeiten. Anstelle von zwei Mal 45 Minuten pfiff Schiedsrichter Hans Unterberger drei Drittel mit je 20 Minuten. „Der Welle und der Maxe kamen nicht zum Einsatz“, erklärt der Rottacher und meint damit, dass er keine Karte zücken musste. Unterberger war in den Jahrzehnten seiner Karriere als Unparteiischer für diesen Spruch bekannt. Gelb war – in Anlehnung an das Kartenspiel Watten – der zweithöchste Kritische Welle und zugleich der Hinweis, dass der Maxe für Gelb-Rot oder Rot auch noch in seiner Tasche steckt.

Im ersten Drittel kam die Landkreis-Auswahl zu einer 3:0-Führung. Ein klein wenig spielte hier auch eine Rolle, dass einige aus der Otterfinger Aufstiegsmannschaft seit mehreren Jahren nicht mehr gespielt haben. 0:1 im Mitteldrittel und 1:1 im Schlussabschnitt. Ein Resultat, mit dem alle zufrieden waren.

Torjäger Tristan Bacher reiste extra aus Wien an

„A Hund is er scho, der Mike“, meint Helmut Lex anerkennend, da Probst drei Großchancen von Tristan Bacher entschärft hatte, ehe dem ehemaligen Torjäger kurz vor Abpfiff der Ehrentreffer gelang. Bacher war für die Partie eigens aus Wien, seinem jetzigen Lebensmittelpunkt, angereist.

Als die nassgeschwitzten, und dem Einsatz geschuldet, auch vielfach verschmutzten Trikots im Wäschekorb verschwunden waren, begann die Nachspielzeit. Und Drittel Nummer vier dauerte bis tief in die Nacht hinein. Doch eine Neuauflage wird es nicht geben. „Es war eine einmalige Sache, auch wenn’s Weltklasse war“ sagt Hauptinitiator Georg Köglsperger. Sie sind in die Jahre gekommen, die Meisterspieler von 1994. Lex hat den 60. bereits gefeiert, Erwin Eigenstetter wird im kommenden Jahr die Polizei-Uniform an den Nagel hängen, und auch Thomas Fröhlich kann schon auf 58 Jahre blicken.

Legendenspiel des FC Miesbach geplant

Nachahmen ist aber erlaubt. Huber und Robert Stadler haben für den FC Miesbach sogar schon einen harten Kern im Auge. Berni Bayer, Klaus Glaner und Norbert Vogt dürften auf keinen Fall fehlen. Und sie beide auch nicht. Soweit ihnen die Hüfte keinen Streich spielt.

ko

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