+
In einer Gruppe sind die Kreisklassisten.

Unterschiedliche Herangehensweisen

Kreisklassen-Ligapokal: Zwischen Ernst und Lückenfüller

  • vonThomas Spiesl
    schließen

Die Kreisklassisten im Kreis Miesbach nehmen den Ligapokal unterschiedlich ernst. Für die einen ist er die Chance zum Aufstieg, die anderen sehen ihn als Lückenfüller.

Landkreis – Bis auf einzelne Nachholspiele war es das heuer mit den Ligaspielen in der Kreisklasse. Nun steht der Ligapokal an. Beim TSV Weyarn nimmt man den Pokal weniger ernst als den Ligabetrieb, dennoch soll im Derby gegen Rottach-Egern ein Sieg her. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr. „Wir haben gegen Rottach nach der bitteren Niederlage in der Liga was gutzumachen“, sagt TSV-Abteilungsleiter Christian Wacker. Den Gegner sieht er auf Augenhöhe. Zwar wollen die Weyarner im Pokal weiterkommen, doch das Wichtigste ist, dass die Verletztenliste nicht länger wird. Die Gäste wiederum wollen nach der Auftaktniederlage gegen Darching im Pokal Fuß fassen. „Ich bin gespannt, was uns in Weyarn erwartet. Für unseren knappen Sieg werden sie sich sicher revanchieren wollen“, prognostiziert Trainer Klaus Beckmann. Die Gäste sind nach den erfreulichen Liga-Ergebnissen gerüstet und bereit für den Pokal-Fight. Der FC-Coach kann aus dem Vollen schöpfen, auch wenn die angeschlagenen Spieler erst mal auf der Bank Platz nehmen werden.

Ein weiteres Landkreisderby bekommen die Zuschauer am Samstag (15 Uhr) in Wörnsmühl zu sehen: Der heimische SC trifft auf die SG Hausham. „Wir werden den Ligapokal seriös angehen, auch wenn wir ein paar Dinge ausprobieren möchten“, sagt Wörnsmühls Trainer Sepp Riedl. Nachdem sich Johan Oana den Fuß gebrochen hat und einige Jungs etwas kränkeln, war die Trainingswoche nicht ideal. „Ein Derby hat immer einen gewissen Anreiz. Auch wenn wir auf viele Stammspieler verzichten müssen, wollen wir den Favoriten ärgern.“ Die Haushamer nehmen den Pokal ebenfalls ernst. Die Knappen möchten die Chance nutzen, über den Ligapokal den Aufstiegsplatz zu ergattern. Simon Beck, Maxi Wagenpfeil, Max Baumgartner, Alexander Kloiber und Patrick Vogel werden sicher nicht spielen, hinter den Einsätzen von Benedikt Schauer und Lukas Grill stehen Fragezeichen. „Wörnsmühl ist im Umbruch, viele erfahrene Spieler haben aufgehört und wurden durch junge Spieler ersetzt. Zuhause sind sie immer schwer zu spielen, aber wir wollen den ersten Sieg im Pokal“, betont Haushams Vize-Abteilungsleiter Florian Fink.

Darchings Coach Patrick Lachemeier sieht den Pokal eher als Lückenfüller für die fußballfreie Zeit: „Die Jungs sollen sich treffen und Spaß haben. Dafür ist der Ligapokal Gold wert. Wir rechnen uns nichts aus, denn bei so vielen Kreisklassisten den Ersten zu machen, ist sehr unwahrscheinlich.“ Lachemeier wird Spieler einsetzen, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können und Spielpraxis benötigen. Mit Christoph Lindmeier, Jörg Tovarnak und Florian Haas fehlen der DJK drei Leistungsträger, auch der Einsatz der Sitzberger-Brüder Simon und Manfred ist gegen den SV Bad Tölz noch fraglich. „Tölz ist erstarkt durch ihren neuen Trainer und eine veränderte Mannschaft. Wir wollen trotz der vielen Ausfälle gewinnen und den zweiten Sieg einfahren“, sagt Lachemeier. Gespielt wird auf Kunstrasen, was in dieser Jahreszeit den Mannschaften entgegenkommen sollte. Anpfiff ist am Samstag um 15 Uhr. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare