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Unter den neuen Flutlichtern konnten die Fußballer des TSV Schliersee bereits trainieren und sich auf den SV Waakirchen-Marienstein vorbereiten. 

Geschichten auf und neben dem Platz

TSV Schliersee ist beim Tag der Amateure dabei

  • vonMichael Eham
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Der Amateurfußball erzählt auch abseits des Platzes viele Geschichten. Das wird am Tag der Amateure gefeiert - der TSV Schliersee ist dabei.

Schliersee – Es soll ein deutschlandweiter Feiertag für den Amateurfußball werden, wenn am kommenden Sonntag quer durch die Republik Klubs den Tag der Amateure zelebrieren. Von Oberteisendorf im Landkreis Berchtesgadener Land bis Drelsdorf in Schleswig-Holstein kniet sich, wie jedes Wochenende, der sprichwörtlich 40-jährige Libero Manni rein, setzt der mal höherklassig gewesene Sechser zum langen Diagonalpass an und räumt der überforderte Außenverteidiger den Gegenspieler auf die Aschenbahn. Und das feiert das Fußballmagazin 11Freunde mit dem Tag der Amateure. Mit dabei ist auch der TSV Schliersee, der am Sonntag um 15 Uhr den SV Waakirchen-Marienstein zu Gast hat.

Und wie das bei Spielen in der A-Klasse so üblich ist, stehen sich dabei Freunde und sogar alte Weggefährten gegenüber. Denn nicht nur Schliersees Spielertrainer Sebastian Fischer, sondern auch sein Bruder Peter, die beiden Brüder Franz und Klaus Priller und Torhüter Michael Rummer spielten in den vergangenen Jahren für den SV Waakirchen. In Schliersee sind die Verantwortlichen froh um ihre Rückkehrer, die allesamt das Kicken beim heimischen TSV gelernt haben. „Jeder einzelne tut der Mannschaft und dem Verein gut“, sagt Schliersees Sportlicher Leiter Patrick Quinz.

Sebastian Fischer als Spielertrainer zu engagieren sei eine Optimallösung gewesen. „Bei uns in Schliersee ist der Zusammenhalt und die Team-Chemie auch außerhalb des Platzes schon seit Jahren enorm groß“, berichtet Quinz. „Wenn Arbeit für den Verein anfällt, hilft jeder mit.“

Auch der Vorsitzende packt mit an

Zuletzt zeigte sich das beim Bau des neuen Vereinsheims, das die Schlierseer mithilfe ihrer Spieler neben ihrem Platz errichteten. Nur die Sauna in der Heimkabine fehlt noch. Außerdem soll der Platz gedreht werden, um den Zuschauern eine bessere Sicht auf das Geschehen zu bieten.

Für das leibliche Wohl der Zuschauer bei Heimspielen sorgt Vereinsvorsitzender Hubert Strobl persönlich. „Hubert hat zuletzt sogar einen eigenen Pizzaofen für das Sportheim gekauft“, sagt Quinz. „Er hat allen Mitgliedern nach den Anstrengungen, die der Bau des Vereinsheims mit sich gebracht hat, eine große Freude gemacht. Alleine die Terrasse ist damit unabhängig vom Spiel einen Abstecher nach Schliersee wert.“

Es ist also ziemlich egal, wie hoch die sportliche Qualität auf dem Platz ist. Denn am Tag der Amateure geht es nicht nur um das Auf, sondern auch um das Neben dem Platz.

Neue Flutlichter

Über acht neue LED-Flutlichter können sich die Fußballer des TSV Schliersee freuen. Dank dieser können Stromverbrauch und CO2-Emissionen gesenkt werden. Für das 30 000 Euro teure Projekt hat der Verein beim kommunalen Klimaschutz, Projektträger Jülich, einen Fördermittelantrag in Höhe von 7000 Euro gestellt. Für den Rest kommen die Fußballer selbst auf.

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