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Da geht’s lang: Die Nachwuchsmannschaften des TSV Otterfing, hier die E-Junioren (in Rot) beim Merkur CUP, finden großen Zulauf.

Mehr als 120 Kinder im Kleinfeldbereich

Fußballer des TSV Otterfing setzten auf nachhaltige Jugendförderung

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Nach sieben Jahren mit der JFG Hofoldinger Forst laufen die kleinen Otterfinger Fußballer wieder unter dem Logo des TSV auf. In der Jugendarbeit tut sich gerade einiges.

Otterfing – Otterfings Fußballer haben einen Lauf. Die Erste Mannschaft geht als Tabellenführer der Kreisliga in die Winterpause. Die Zweite ist Dritter in der B-Klasse. Und wenn der Nachwuchs am Ball ist, wuselt es am Nordring, wo nach sieben Großfeld-Jahren mit der JFG Hofoldinger Forst nun wieder alle Mannschaften unter dem Logo des TSV auflaufen. 200 Kinder und Jugendliche sind in zwölf Mannschaften im Spielbetrieb aktiv. Nach der Winterpause wird ein weiteres F-Team dazu kommen.

TSV Otterfing investiert viel ehrenamtliches Engagement

Eine erfreuliche Situation, die dem TSV nicht in den Schoss gefallen ist. Dahinter steht viel ehrenamtliches Engagement und ein klares Bekenntnis zur Ausbildung eigener Talente. „Unser Augenmerk gilt der Entwicklung der Jugendarbeit. Und da tut sich gerade Einiges“, sagt Ralf Praxl. Der stellvertretende Spartenleiter ist das Bindeglied zwischen Jugend und Vorstand und mit einigen anderen – wie Jugendleiter Markus Stutz und Florian Rensch – als Sportlicher Leiter im Großfeldbereich, darum bemüht, jungen Kickern in Otterfing eine Heimat zu geben und sie fit für die Seniorenmannschaften zu machen. Sportlich, wie menschlich. Denn „das Vereinsleben und die Gemeinschaft sind mindestens genauso bedeutend wie die sportliche Entwicklung“, sagt Stutz, der exemplarisch Papiersammeln und Challenge Cup anführt, wenn er erklärt, wie wichtig das Zusammenhelfen ist.

Leiter des Unterhachinger Nachwuchsleistungszentrums unterstützt

„Wir müssen alle bei der Stange halten, damit das Vereinsleben funktioniert“, ist auch Praxl überzeugt. Im Gegenzug werde „keiner hinten gelassen“, weil seine sportlichen Fähigkeiten nicht ganz so gut sind. Was nicht heißen soll, dass man das Fußballspielen nicht ernst nähme. Im Gegenteil. 26 ehrenamtliche Trainer kümmern sich um den Nachwuchs. Um sie wiederum kümmert sich der Verein. Florian Rensch, der 2002 bis 2007 die Erste Mannschaft trainierte, Mitbegründer des Challenge Cups war und heute administrativer Leiter des Unterhachinger Nachwuchsleistungszentrums ist, unterstützt den TSV bei der Trainerausbildung. Jede Woche sei Rensch mehrmals am Platz beobachte, analysiere und unterstütze die Übungsleiter, erklärt Praxl. Die monatlichen Trainertreffen mit ihm lasse sich keiner entgehen.

Ralf Praxl ist das Bindeglied zwischen Jugend und Vorstand.

Generell sei ein deutlicher Motivationsschub spürbar, seit man wieder auf eigenen Beinen stehe und als TSV Otterfing auflaufe. Weil sich zuletzt immer weniger Offizielle von Partner Arget eingebracht hatten, sei der Schritt nicht schwer gefallen. Zumal es genug Spieler gebe. „Mit mehr als 120 Kindern im Kleinfeldbereich muss uns nicht Angst und Bang werden“, sagt Praxl. „Auch bei den Größeren haben wir um die 15, 16 in jeder Altersklasse.“ Dass die Verbindung zum SV nach wie vor gut ist, beweist die Spielgemeinschaft bei den B-Junioren.

Fördertraining mit der MSC-Fußballschule

Unterstützung bekommen die TSV-Trainer nicht nur von Rensch. Seit zwei Jahren gibt es ein Fördertraining mit der MSC-Fußballschule des ehemaligen tschechischen Nationalspielers Roman Tyce. Ums Torwarttraining kümmert sich auch in Zukunft Ex-Profi Michael Hofmann. Finanziert wird das vom Verein. Extragebühren würden keine fällig, beteuert Praxl: „Das sind doch unsere Kinder.“ Die zahlen neben dem TSV-Beitrag (15 bis 35 Euro) einen Spartenbeitrag von 75 Euro im Jahr und werden nicht weiter zur Kasse gebeten. Machbar sei das, weil die Trainer ehrenamtlich arbeiten. Dazu kommen Förderer und Sponsoren. „Sie haben großen Anteil daran, dass wir diese Möglichkeiten unseren Spielern und Trainern so bieten können.“

Zwei Drittel der Ersten Mannschaft stammen aus eigener Jugend

Der Gedanke hinter der nachhaltigen Jugendförderung sei die eigene Identität auch bei den Herren. „Bezahlte auswärtige Spieler sind für uns keine Option. Wir setzen vor allem auf junge Eigengewächse, die sich mit dem TSV Otterfing und seinem Leitbild auch wirklich identifizieren“, stellt Spartenleiter Dominik Urban klar. „Zwei Drittel der Ersten Mannschaft sind in der Otterfinger Jugend groß geworden. In den letzten Jahren haben wir immer wieder gezielt Jugendspieler in unsere Herrenteams, insbesondere in unsere Kreisliga-Mannschaft, integriert. Diesen Weg wollen wir jetzt noch konsequenter gehen.“

sie

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