Christian Utmälleki freut sich auf die weitere Saison.
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Christian Utmälleki freut sich auf die weitere Saison.

Otterfinger Christian Utmälleki gewinnt erstes Bundesligaspiel mit Penzberg

Utmälleki gewinnt Bundesliga-Auftakt mit Penzberg

  • VonHans-Peter Koller
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Der Otterfinger Christian Utmälleki ist erfolgreich mit Penzberg in die erste Saison der Futsal-Bundesliga gestartet.

Otterfing – Penzberg ist seit Kurzem um eine sportliche Attraktion reicher. Eine Fußballmannschaft in der Bundesliga. Genauer im Futsal, das nicht auf dem Rasen, sondern in der Halle gespielt wird. Als einziger bayerischer Vertreter in dieser Sportart haben die Penzberger das Ziel, angesichts prominenter und finanzkräftiger Konkurrenz in der ersten Saison der neu geschaffenen Bundesliga nicht zum Kanonenfutter abgestempelt werden (wir berichteten).

Dies ist gleich zum Saisonauftakt prächtig gelungen. Mit einem 6:4-Sieg gegen die Wakka Eagles aus Hamburg stutzten die Penzberger um den Otterfinger Torwart Christian Utmälleki den Adlern aus der Hansestadt die Flügel. „Es gibt keine Schwachpunkte mehr im Team. Jeder einzelne ist technisch stark, läuferisch top und taktisch enorm diszipliniert“, erklärt Utmälleki den Unterschied zwischen den Aktiven der fünf untergeordneten Regionalligen und der eingleisigen Bundesliga.

Aber ein gewisses Maß an Nervosität und Respekt war den Hallen-Kickern beider Teams in der Penzberger Wellenbadhalle zumindest in der ersten Halbzeit schon anzumerken. Ein Treffer nach 20 Minuten. Im Futsal ein seltener Halbzeitstand. Als es 26 Sekunden vor Spielende 5:4 stand, war die Spannung auf dem Siedepunkt. Die Hamburger warfen alles nach vorne und nahmen den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Spielfeld.

Aber sie liefen in einen Konter, der den Penzbergern nach einem Foul einen Strafstoß bescherte. Zwei Zehnmeter hatte Marco Hiry schon vergeben, aber der dritte passte. „Die Faustregel ist, dass zwei von drei Strafstößen drin sind. Aber der wichtigste hat ja gepasst“, meint Utmälleki. Der Jubel über den Sieg war groß, Bürgermeister Stefan Korpan verteilte Freimarken für das Volksfest auf der Penzberger Berghalde, und die gut 100 Zuschauer hatten sich Appetit geholt für das nächste Heimspiel.

Zuvor aber steht noch eine Auswärts-Partie an, an diesem Sonntag in Mainz. „Wir fahren mit dem Zug. Frühmorgens und erst am Spieltag“, sagt der 39-jährige Otterfinger. Zehn Feldspieler und zwei Keeper umfasst der Kader. „Die Tickets bezahlt der Verein. Aber ansonsten erhält keiner einen Euro“, gibt Utmälleki preis. Dem Spaß am Abenteuer Bundesliga tut dies keinen Abbruch. (ko)

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