Mannheims Mohamed Gouaida (l-r), Münchens Angelo Stiller und Mannheims Mounir Bouziane kämpfen um den Ball
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Angelo Stiller spielte als Sechser beim FC Bayern München

Hoffenheim in Rottach-Egern

Trainingslager gibt Stiller Heimatgefühl

  • Sebastian Schuch
    VonSebastian Schuch
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Das Hoffenheimer Trainingslager in Rottach-Egern sorgt bei einem Neuzugang für Heimatgefühle, immerhin war Angelo Stiller erst vor der Saison in den Kraichgau gewechselt.

Rottach-Egern – Strahlender Sonnenschein, ein paar Quellwolken: Die TSG Hoffenheim scheint sich genau die richtige Woche für ihr Trainingslager am Tegernsee ausgesucht zu haben. Entsprechend werden die Einheiten des Fußball-Bundesligisten auch von einigen Interessierten unter die Lupe genommen. Radfahrer und Fußgänger schauten gestern etwa vom Weg zwischen dem Sportplatz am Birkenmoos in Rottach-Egern und dem Mühlbach mal mehr, mal weniger lange zu. Zu sehen bekamen sie dank diverser Passformen, bei denen Trainer Sebastian Hoeneß den Fokus auf den Torabschluss legte, ein interessantes Programm.

Ein wichtiger Vorbereiter bei Flanken: Angelo Stiller, der zu dieser Saison von der zweiten Mannschaft des FC Bayern zu den Kraichgauern gewechselt war. „Es fühlt sich heimisch an“, sagt er über das Trainingslager in Rottach. Da kam dem 20-Jährigen der freie Nachmittag gestern natürlich entgegen – er besuchte seine Familie in München. Überhaupt sei er ein Familienmensch, betont Stiller – und heimatverbunden. Deshalb ist er auch froh, dass seine Familie regelmäßig die Fahrt nach Sinsheim (etwa drei Stunden) unternimmt und ihn in seiner neuen sportlichen Heimat besucht.

Dort ist der Ex-Münchner gut angekommen und aufgenommen worden. Dass er Trainer Hoeneß schon von den Bayern-Amateuren kannte, sei ein Grund für den Wechsel gewesen, sagte er gestern nach der Morgeneinheit: „Es war schön, sich wieder zu sehen, und für mich einfacher reinzukommen.“ Aber klar: Spielen wollen alle. Vor allem auf seiner Position im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz groß, der Sprung von der 3. Liga in die Bundesliga ebenfalls. „Es ist alles dynamischer. Der Unterschied ist, dass jeder Fehler bestraft wird, auch im Training“, erklärt Stiller. In der 3. Liga habe man sich auch im Spiel durchaus einen Fehler erlauben können, ohne dass dieser sich direkt gerächt habe.

Wie wichtig es ist, für den Erfolg so wenig Fehler wie möglich zu machen, hat er bei seinen Vorbildern, Thiago, Xabi Alonso und Toni Kroos gesehen. Ihren Fähigkeiten einen Schritt näher zu kommen, dafür arbeitet Stiller in Rottach. Zeigen kann es sich am Samstag beim Test gegen Fürth.

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