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Mit Wind und Regen hatten Julian Allgeier und der TuS Holzkirchen in der Partie gegen den ASV Dachau zu kämpfen.

Nur noch drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer

Holzkirchen dreht Rückstand im Spitzenspiel

Der TuS Holzkirchen ringt nach einem 0:1-Rückstand den ASV Dachau mit 3:1 nieder. Marco Höferth meint: „Die zweite Halbzeit war überragend.

Holzkirchen – Es waren keine Traumbedingungen, die der TuS Holzkirchen beim Landesliga-Kracher gegen den ASV Dachau erwischte: Bei starkem Wind und unaufhörlichem Regen brauchte das Team von Trainer Gediminas Sugzda 45 Minuten und ein Gegentor, um so richtig heiß zu laufen. Die zweite Halbzeit gehörte dem TuS, der eine bärenstarke Aufholjagd gegen stets gefährliche Gäste startete und aus dem 0:1 einen 3:1 Erfolg machte. Damit beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Landshut nur noch drei Punkte.

„Wir hatten anfangs Probleme mit dem Wind und dem tiefen Boden“, erklärt Sugzda. „Wir wollten immer noch einen Pass mehr spielen und waren etwas zu umständlich.“ Die Holzkirchner, bei denen im Vergleich zur Türkgücü-Startelf Stefan Lechner für Wolfgang Sappl reinkam, taten sich zunächst schwer, hochkarätige Chancen herauszuspielen. „Wir hatten auch in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, haben aber nicht zielstrebig genug gespielt“, analysiert Marco Höferth.

Die Dachauer setzten dagegen auf weite Bälle, was phasenweise gut funktionierte, da sie mit Philipp Schmidt einen großen wie kopfballstarken Stürmer aufboten, der sich auch im Tempodribbling enorm stark präsentierte. Eine erste unkonzentrierte Phase der TuS-Defensive bestrafte der ASV sofort: David Dworsky lief allein auf Keeper Benedikt Zeisel zu, überspielte ihn mit einem Heber und sorgte so für das 1:0 für den ASV (28.).

„Nach dieser Fehlerkette haben wir uns in der Kabine gesagt, dass es so nicht geht“, berichtet Höferth. „Es war uns klar, dass 45 Minuten reichen, um zu siegen. Was wir dann gezeigt haben, war überragend.“ Schon sechs Minuten nach Wiederanpfiff zeigte die Druckerhöhung des TuS Wirkung: Stürmer Stefan Lechner drang auf der linken Seite in den Strafraum ein und ließ seinen Gegenspieler mit mehreren Passantäuschungen ins Karussell steigen. Der finale Pass quer durch die Mitte des Sechzehners fand Maximilian Preuhs, und der Rechtsverteidiger schob den Ball freistehend rechts zum 1:1 ein.

Sugzdas Team fuhr in dieser Phase reihenweise konsequente und schnörkellose Angriffe, die die sonst konzentrierte gegnerische Abwehr ins Wanken brachte. „In der zweiten Hälfte waren wir sehr stark“, fand auch der TuS-Coach. Eine halbe Stunde vor Schluss fuhr seine Mannschaft erneut einen Konter: Lukas Keßler dribbelte in den Strafraum und kam in hohem Tempo zu Fall – der Innenverteidiger des ASV erwischte bei seinem Tackling nur die Füße, sodass der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters völlig berechtigt war. Höferth ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte rechts unten zur 2:1-Führung.

In der Folge holten beide Mannschaften alles aus sich heraus – beide Seiten hatten Chancen auf den nächsten Treffer, doch beim TuS war das Vertrauen in die eigene Verteidigung förmlich zu spüren, zumal immer noch Keeper Zeisel zur Stelle war. „Unser Defensivverhalten ist derzeit wirklich sehr gut“, bestätigt Höferth. „Da geht es nicht um Sechser oder Innenverteidiger, sondern das komplette Team macht mit.“

Mit einem letzten starken Konter raubte der TuS den Gästen die Hoffnung: Keßler schickte Lechner über rechts in den Strafraum, wo dieser eiskalt blieb und den Ball zum 3:1 ins linke Kreuzeck schoss. Höferths Fazit: „Mit Hinblick auf die kommenden Wochen ist schön zu sehen, dass wir Rückstände aufholen können und uns von Rückschlägen nicht verunsichern lassen. "

Hans Spiegler

TuS Holzkirchen – ASV Dachau 3:1 (0:1)

TuS Holzkirchen: Zeisel – Sekiraqa, Doppler, Schulz, Preuhs – Gulielmo, Höferth, Keßler (90. Kaygisiz), Sontheim – Allgeier, Lechner.

ASV Dachau: Bykanov – Roth, Papadopoulos (62. la Cioppa), Hofmann, Delpy – Schmitt (54. Vötter), Kreitmair, Kulic, Rieger – P. Schmidt, Dworsky (84. S. Schmidt).

Tore: 0:1 (28.) Dworsky, 1:1 (51.) Preuhs, 2:1 (60.) Höferth, 3:1 (88.) Lechner.

Gelbe Karten: Gulielmo, Preuhs – Papadopoulos, Schmitt, Vötter.

Schiedsrichter: Benedikt Öllinger (SV Riedlhütte).

Zuschauer: 80.

Quelle: fussball-vorort.de

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