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1:6 in Kirchheim: TuS Holzkirchen muss Mammutprogramm Tribut zollen

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Vielspieler: Holzkirchens Toni Bauer (l.) stand zuletzt immer auf dem Platz.
Vielspieler: Holzkirchens Toni Bauer (l.) stand zuletzt immer auf dem Platz. © Gerald Förtsch

Nach sieben Spielen in drei Wochen kassiert der TuS Holzkirchen beim Kirchheimer SC eine deutlich 1:6-Klatsche.

Holzkirchen – Nach dem siebten Spiel in nur drei Wochen hat der TuS Holzkirchen dem hohen Kraftaufwand erstmals Tribut zollen müssen: Beim abstiegsbedrohten Kirchheimer SC kam die Truppe von Trainer Joe Albersinger mit 1:6 unter die Räder, was die höchste Pflichtspielniederlage unter dem 56-Jährigen bedeutet. Kamen seinen Mannen in den drei Partien zuvor – gegen Grünwald, Freising und Traunstein – nach Rückständen jeweils zurück, schien in Kirchheim die Grenze des Machbaren erreicht. Für den TuS folgt aus der Klatsche keine tabellarische Konsequenz, Kirchheim dagegen hilft dieser Dreier, den Satz aus den Relegationsrängen zu schaffen. „Wir wollen nach einer Niederlage nie nach Ausreden suchen und da bin ich auch nicht der Typ dazu“, leitete Albersinger seine Analyse ein. „Aber neben den ganzen Dingen, wie das Spiel im letzten Drittel, letzter Verteidigungswille oder letzte Klarheit in den Aktionen, die wir diesmal nicht gut gelöst haben, ist diese Niederlage einfach erklärbar.“

Obwohl der Landesliga-Fünfte recht ordentlich in die Begegnung startete, setzte es Mitte des ersten Durchgangs in weniger als 15 Minuten zwei Gegentreffer: Erst vernaschte Kirchheims Sebastian Zielke die halbe Holzkirchner Hintermannschaft und vollstreckte zur Führung, dann folgte der erste Treffer von Peter Schmöller, der nach einem abseitsverdächtigen Zuspiel von Noel Pfeiffer alleine vor Markus Grünewald auftauchte und zum 0:2 aus Holzkirchner Sicht einschob. Der 24-jährige Grünewald ersetzte den verletzten Beni Zeisel, einem weiteren Leistungsträger, der den Holzkirchnern fehlt.

Erten trifft zum 1:3

Eine Tatsache, die für Albersinger eine immer größere Rolle spielt. „Wir müssen seit Monaten immer wieder mehrere wichtige Spieler ersetzen, sei es ein Alexander Zetterer – oder seien es Maxi Drum oder Stefan Lechner, die auch immer wieder fehlten. Jetzt kommt Zeisi dazu und dann bist du natürlich irgendwann an einer Grenze“, erklärt der TuS-Coach gewohnt nüchtern. Die anderen Akteure, die dafür zuletzt hervorragend in die Bresche gesprungen sind und sieben Spiele durchziehen mussten, laufen laut dem Übungsleiter überwiegend am Anschlag über den Platz. Umso ärgerlicher oder vielleicht logisch war es, dass Albersinger mit Andreas Bauer, Yasin Keskin und Toni Bauer in und nach der Halbzeit drei weitere angeschlagene Spieler auswechseln musste.

Nachdem der Gastgeber kurz nach Wiederanpfiff durch Maxi Baitz auf 3:0 erhöhte, ließ sich der TuS trotzdem nicht hängen. Ein Ball in die Tiefe brachte Stürmer Sean Erten in die perfekte Position und der 32-Jährige spitzelte den Ball zum 1:3 ins Tor. „Letztlich merkt man aber doch, um was es für den Gegner geht, und dass bei uns die Kraft für die letzten Meter nach hinten fehlt“, spricht Albersinger über die Folgeminuten des eigenen Treffers. Erst sorgte ein verkorkster Abschlag für das spielentscheidende 1:4, kurze Zeit später legte Kirchheim die Treffer fünf und sechs oben drauf.

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Für den TuS-Trainer fiel das Ergebnis ein Stück zu hoch aus: „Wir wollten alles entgegensetzen und das Spiel gewinnen, aber sind wieder hinterhergelaufen und das ärgert uns. Jedoch finde ich nichts Verwerfliches an dieser Pleite, wenn man die Umstände betrachtet.“

Kirchheimer SC – TuS Holzkirchen 6:1 (2:0)

TuS Holzkirchen: Grünewald – A. Bauer (46. Paal), Kollie, Drum, Keskin (46. S. Bauer) – Gulielmo, Siebler (78. Lindner), T. Bauer (49. Fischer), Seidl (82. Feurer) – Korkor, Erten.

Tore: 1:0 Zielke (22.), 2:0 Schmöller (35.), 3:0 Baitz (55.), 3:1 Erten (57.), 4:1 Schmöller (64.), 5:1 Vollmann (67.), 6:1 Younan (78.).

Gelbe Karte: keine - Drum.

Schiedsrichter: Assad Nouhoum.

Zuschauer: 100.

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