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A-Klasse 3: Kantersiege für Bad Wiessee und Fischbachau

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Den ersten und letzten Treffer des TSV Bad Wiessee erzielte Gregor Höß (l.) in einem kuriosen Spiel gegen den SV Miesbach II.
Den ersten und letzten Treffer des TSV Bad Wiessee erzielte Gregor Höß (l.) in einem kuriosen Spiel gegen den SV Miesbach II. © Max Kalup

Tore, Tore, Tore lautete das Motto in der A-Klasse drei. Auf allen Plätzen fielen mindestens drei Treffer.

Landkreis – Tore satt bekamen die Zuschauer am Wochenende auf den Plätzen zu sehen. Vor allem die Offensiven von Fischbachau und Bad Wiessee zeigten sich in Best-Form, was der SV Miesbach II und Türk Spor Hausham zu spüren bekamen.

SG Waakirchen/Schaftlach– TSV Schliersee 2:2 (2:1)

Tore: 0:1 K. Priller (16.), 1:1 Krüger (35.), 2:1 Eybel (39.), 2:2 A. Löw (80.).

Nach dem 2:2 zwischen der SG Waakirchen/Schaftlach und Schliersee schien alles harmonisch. Beide Trainer gestanden unisono ein, dass das Unentschieden dem Spielverlauf entspricht. „Wir haben richtig gut angefangen und dann komplett den Faden verloren“, findet Schliersees Spielertrainer Sebastian Fischer. Sein Gegenüber Vincent Lechner stimmt zu: „Wir haben nach dem frühen Rückstand besser ins Spiel gefunden.“ Denn erst brachte der ehemalige Waakirchner Klaus Priller die Gäste in Front. Doch mit einem Doppelschlag vor der Halbzeit drehten die Hausherren die Partie und so musste sich Schliersee strecken, um doch noch den späten Punktgewinn einzufahren. „Das Ergebnis geht in Ordnung, auch wenn wir uns mehr erhofft hätten“, resümiert Fischer.

TSV Bad Wiessee – SV Miesbach II 7:0 (3:0)

Tore: 1:0 Höß (2.), 2:0 Welker (39.), 3:0/4:0 Möhwald (43./50.), 5:0/6:0 Welker (58./62.), 7:0 Höß (88.).

Eine kuriose Partie bekamen die Zuschauer in Bad Wiessee zu sehen. Denn der TSV hatte mit Spielermangel zu kämpfen, doch bei der Miesbacher Zweitvertretung herrschte eine noch extremere Personalnot. Nur zehn Spieler hatte Christian Pralas zur Verfügung, davon keinen Torwart und weil sich im ersten Durchgang ein Spieler verletzte, standen nur neun Akteure auf dem Feld. Wiessees Trainer Jürgen Welker reduzierte seine eigene Elf auch auf eine Neun. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings schon langeentschieden. Am Ende gewannen die Hausherren mit 7:0, drei Treffer erzielte Jan Welker. „Das war leider ein grauenhafter Kick und Wettbewerbsverzerrung, das tut mir wahnsinnig leid“, sagt Pralas.  

SC Wörnsmühl – SV Arget 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 J. Fichtner (5.), 2:0 M. Fichtner (77.), 3:0 M. Fichtner (81./FE).

Wörnsmühl setzte sich vermeintlich souverän mit 3:0 gegen Arget durch. Dabei machten die Gäste vor allem im ersten Durchgang eine starke Partie und hielten gut dagegen, sodass Wörnsmühl nur zum frühen Führungstreffer von Johannes Fichtner kam. „Arget ist definitiv nicht zu unterschätzen. Sie haben ein besseres Spiel gemacht, als der Tabellenplatz aussagt“, sagt SCW-Coach Klaus Wörndl. Erst nach dem Seitenwechsel konnten die Hausherren die Gegenwehr langsam brechen und die Partie mit zwei Treffern in der Schlussviertelstunde entscheiden. „Über 90 Minuten gesehen war es dann auch ein verdienter Sieg.“  

SF Fischbachau – Türk Spor Hausham 9:1 (6:0)

Tore: 1:0 Jackl (3.), 2:0 Kaffl (15.), 3:0 Trickl (17.), 4:0 Kraushofer (32.), 5:0 Jackl (35.), 6:0 Kraushofer (41.), 6:1 Turgut (65.), 7:1/8:1 Bucher (75./87.), 9:1 Isenmann (90.).

„Es sind die Früchte der Arbeit. So wie man trainiert, so spielt man und bei uns ist das echt top“, berichtet Thomas Gschwendter. Bereits nach dem ersten Angriff, der das 1:0 brachte, zeigte Fischbachaus Trainer die Becker-Faust. Und seine Burschen ließen die Angriffe wie am Fließband folgen. Selbst das halbe Dutzend zur Pause war nicht genug. Der spielerisch nicht schlechte Aufsteiger aus der Bergwerkgemeinde war für diese konditionsstarken Sportfreunde, die bis zum Abpfiff auf Angriff spielten, eine Nummer zu klein.

TSV Hartpenning – TSV Irschenberg 1:2 (0:1)

Tore: 0:1/0:2 Moser (22./88.), 1:2 Weindl (92./FE).

Das Spitzenspiel stand unter einem schlechten Stern. Der Hartpenninger Andi Grasmüller verletzte sich bei einem Luftkampf schwer im Gesicht und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. „Es war ein schlechtes Spiel von uns“, bilanzierte Kapitän Florian Zinsbacher, „bis zum Sechzehner war’s okay, aber die letzte Aktion ging regelmäßig daneben.“ Das 0:1 war aus seiner Sicht stark abseitsverdächtig. In der hektischen Schlussphase zeigte sich Stefan Moser mit dem 2:0 erneut mit dem richtigen Torriecher. Der Anschluss zum 1:2 fiel zu spät.  

SV Parsberg – SC Wall 2:3 (0:1)

Tore: 0:1 Münch (19.), 1:1 Zbytek (47.), 2:1 Harzer (58.), 2:2 Möckl (74./ET), 2:3 Schumacher (80.).

Für Bernd Bleinroth war die Partie ungewohnt. War er doch zuvor acht Jahre Trainer in Wall, ehe er heuer das Zepter in Parsberg übernahm. „Wall war spielerisch besser“, erklärt Bleinroth, „aber so wie meine Jungs gekämpft und gearbeitet haben, macht Mut.“ Der SVP schaffte es sogar, per Doppelschlag nach dem Seitenwechsel in Führung zu gehen. Ein nach einer scharfen Flanke in den Fünfer unglückliches Eigentor von Florian Möckl und das 2:3 durch den Top-Torjäger Dominik Schumacher brachten die Parsberger um ein verdientes Remis.  

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