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Ganz stark: Benedict Gulielmo (M.) spielte auf zentraler Position gegen die SpVgg Landshut seine Klasse aus. 

Heimsieg nach Trainer Wechsel

TuS Holzkirchen: Tore für den Frustabbau

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Fürs Erste hat sich der Trainerwechsel bezahlt gemacht: Der TuS Holzkirchen schießt sich gegen die SpVgg Landshut den Frust von der Seele.

Holzkirchen – Fürs Erste hat sich der Trainerwechsel beim TuS Holzkirchen bezahlt gemacht: Vor heimischem Publikum hat sich die Elf von Coach Jozo Ereiz in der Fußball Landesliga Südost gegen die SpVgg Landshut einiges an Frust von der Seele geschossen. Entscheidend beim 5:0-Heimsieg war, dass der Bayernliga-Absteiger nach der Halbzeit den Druck erhöhen konnte und eine erste Maßnahme des neuen Trainers griff: Benedict Gulielmo durfte vor den beiden Sechsern auf zentraler Position seine ganze Klasse ausspielen und war maßgeblich am Erfolg beteiligt. „Beni ist einer der besten Fußballer in der Mannschaft“, schwärmte Ereiz. „Natürlich kannst du ihn überall spielen lassen, aber für das Team kann er seine Stärken am besten im Zentrum einsetzen. Da ist er der Lenker und Denker.“

In erster Hälfte wenig Spielfluss

Im ersten Durchgang sahen sich der Lenker und seine Kollegen noch bissigen Landshutern ausgesetzt. Viele kleine Fouls auf beiden Seiten verhinderten, dass so etwas wie Spielfluss zustande kam. Nach einem starken Solo von Toni Bauer, neben Gulielmo mit Abstand stärkster Holzkirchner, legte der 18-Jährige zurück auf Sean Erten, der frei zur Führung einschieben hätte können – sein Abschluss ging jedoch am Tor vorbei. Nicht nur in dieser Szene merkte man dem Stürmer an, wie ihm Unsicherheit und schnell aufkeimender Frust derzeit auf dem Platz zu schaffen machen.

Ansonsten waren es eher die Gäste, die bis zur Halbzeit mehr vom Spiel hatten, ohne zu ganz großen Chancen zu kommen. „In der ersten Halbzeit war der Gegner absolut auf Augenhöhe“, fand Holzkirchens Trainer. „Danach aber waren wir das Team, das mehr Wege ging.“

TuS Holzkirchens Benedict Gulielmo trumpft auf

Im zweiten Durchgang nämlich nahm der Angriffszug der Platzherren an Fahrt auf: Wieder demonstrierte Bauer sein Ausnahme-Können im Eins-gegen-Eins, wobei der Stürmer zwei Gegner vernaschte, um im Fünfmeterraum auf Christopher Korkor abzulegen, der nur per Foul zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gulielmo hoch links zum 1:0. Weniger als 60 Sekunden später eroberte erneut Bauer tief im gegnerischen Drittel den Ball, ließ einen Landshuter aussteigen und legte quer auf Korkor, der Omer Grbic bediente. Der für Erten nach dem Seitenwechsel gekommene Stürmer erzielte nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung das 2:0. „Das Potenzial von Toni ist Wahnsinn. Er war der Matchwinner“, lobt Ereiz Bauer, der sein Team beinahe im Alleingang auf die Siegerstraße brachte. „Trotzdem war es ein Erfolg des ganzen Teams, jeder hat eine beeindruckende Laufleistung gezeigt.“

Trainer Ereiz: Müssen auf Boden bleiben

Etwa 15 Minuten vor dem Ende präsentierte der TuS einen weiteren ansehnlichen Spielzug gegen eine nun gebrochene Gastmannschaft: Daniel Höpfinger schickte Gulielmo per Lupfer in den Strafraum. An der Grundlinie angekommen, schlug der 26-Jährige den Ball per Vollspann in die Mitte auf Grbic, der einen Doppelpack schnürte und auf 3:0 erhöhte. Das Highlight der Partie hob sich Gulielmo aber für die Schlussminuten auf: Ein kurzer Blick und der Edeltechniker feuerte kurz nach der Mittellinie ein Geschoss über den Torwart der SpVgg hinweg zum 4:0 ins Gehäuse. Um die Klatsche für Landshut perfekt zu machen, erhöhte Korkor mit dem Schlusspfiff auf 5:0. Für Ereiz kein Grund, die sechs Niederlagen aus den Vorwochen zu vergessen: „Euphorie ist nicht angebracht. Wir müssen auf dem Boden bleiben.

hsp

TuS Holzkirchen - SpVgg Landshut 5:0 (0:0)

TuS Holzkirchen: Zeisel – Baumann, Doppler, Zetterer, Gerg – Höpfinger (78. Frei), B. Bahadir, Gulielmo – Korkor, Erten (46. Grbic), T. Bauer (83. Zebec).

SpVgg Landshut: Huber – Plomer, Steffel, Rexhepi, Zettl (60. Maier) – Shalaj, Paul (46. Munoz), Jorge, Steer – Papst, Seferi (83. Rimac).

Tore: 1:0 (58., FE) Gulielmo, 2:0 (59.) Grbic, 3:0 (75.) Grbic, 4:0 (88.) Gulielmo, 5:0 (89.) Korkor.

Gelbe Karten: Gulielmo, Gerg – Papst, Rexhepi, Steer.

Schiedsrichter: Hendrik Hufnagel (SV Lenzfried).

Zuschauer: 140.

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