Leistungssteigerung reicht nicht für den Punktgewinn

- Holzkirchen unterliegt Otterfing 0:2

Holzkirchen (ho) - Mit dem erfolgreichsten Sturm und der besten Abwehr nach neun Spieltagen wurde der TSV Ottobrunn beim TuS Holzkirchen seinen Vorschuss-Lorbeeren gerecht. Die Elf aus dem Münchner Süden zeigte sich in allen Mannschaftsteilen top besetzt und siegte 2:0. Somit reichte dem Vorjahres-Meister des Kreises Zugspitze selbst eine Leistungssteigerung in Bezug auf die vergangenen 14 Tage nicht, um zu einem Punktgewinn zu kommen. "Man muss einfach neidlos anerkennen, dass der TSV Ottobrunn über eine super Bezirksligatruppe verfügt. Schade ist nur, dass ein Sonntags-Schuss die Vorentscheidung brachte", so Holzkirchens Spartenleiter Toni Staller, der es bedauerte, dass die Gäste durch einen Glückstreffer in der 73. Minute zum 1:0 gekommen waren.

Im ersten Spielabschnitt entwickelte sich ein von hohem Tempo geprägter munterer Schlagabtausch zwischen den Strafräumen. Da sich beide Abwehrreihen in das Mittelfeldspiel einschalteten, blieb den Feldspielern nur wenig Freiraum, den Puls zu senken. In der 20. Minute hinkte Markus Schömer ans Seiten-Aus. Das Fußgelenk des Defensiv-Spezialisten hatte sich wieder bemerkbar gemacht. TuS-Trainer Heinz Tochtermann reagierte und brachte Florian Hafner zum Einsatz.

Pech hatte Kaspar Obermüller, nachdem er ein Sprint-Duell gewonnen hatte. Der aufgerückte Manndecker zog knapp am linken Pfosten vorbei (33.). Im Gegenzug bewährte sich Oliver Beck, als er einen am Fünfer-Eck abgezogenen Schuss parieren konnte. Nach einer Distanz-Granate des TuS-Neuzugangs Attila Nagy und einem Ottobrunner Schuss aus sieben Metern, den Beck erneut bravourös neutralisieren konnte, ging es in die Kabine. Innerhalb von sieben Minuten war das Wechselkontingent von Tochtermann erschöpft. Er brachte Sebastian Gritschneder für Martin Pantalitschka, den die Leiste zwickte und Markus Müller, da Stefan Hanfler völlig ausgepumpt war (65.). Dass sich Beck beim 0:1 (73.) etwas zu weit von der Linie wegorientiert hatte, war nicht maßgebend. Der 20-Meterschuss des Ottobrunners war derart präzise, dass er noch die Latte touchierte. Nach diesem Treffer hatte Beck zweimal die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Er neutralisierte einen Flachschuss per Fußabwehr (75.) und kurz darauf einen Schlag aus sechs Metern mit einem super Reflex.

Die einzige Chance auf den Ausgleich vergab Simon Schedel, als er unbedrängt auf den Gäste-Torwart zulief, diesen aber anschoss (80.). Da die Holzkirchner mit Macht auf das 1:1 drängten, musste Beck in zwei 1:1-Situationen die Kastanien aus dem Feuer holen (87./ 88.). Kurz vor dem Abpfiff erhielten die Platzherren einen Freistoß. Alle Feldspieler versammelten sich im Ottobrunner Strafraum, aber einem Verteidiger gelang es, per Kopf zu klären. Als dann drei Stürmer zu Beck vordrangen, war auch der TuS-Keeper beim 0:2 mit seiner Weisheit am Ende.

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