So war der Ligapokal nicht gedacht: Der TSV Weyarn (in Rot) beklagt eine Verletzung aus dem Spiel gegen die SG Hausham.
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So war der Ligapokal nicht gedacht: Der TSV Weyarn (in Rot) beklagt eine Verletzung aus dem Spiel gegen die SG Hausham.

Vereine sehen Verbesserungspotenzial –

Ligapokal: Verletzungsprobleme - Timing beeinflusst Liga-Betrieb

  • vonThomas Spiesl
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Nach Restart in der Kreisklasse 2 am vergangenen Wochenende gab es für die Landkreis-Teams während der Woche auch noch den Auftakt im Ligapokal.

Landkreis – Ursprünglich war der Ligapokal als Lückenfüller gedacht, doch aufgrund des späten Ligastarts sorgte der Pokalwettkampf bereits zu Beginn für eine hohe Belastung.

„Ich fand das Datum etwas unglücklich, da es zuvor hieß, es gäbe keine englischen Wochen“, bemängelt SC Wörnsmühls Vize-Abteilungsleiter Tommy Schönauer. Für ihn wäre es besser, den Fokus zuerst ganz auf die Liga zu setzen, um dadurch die eine oder andere Verletzung zu verhindern. Trotzdem wittert der SC durch den zusätzlichen Wettkampf eine zweite Chance, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Problem: Spieler der 2. Mannschaft sind im Ligapokal gesperrt

Auch DJK-Coach Patrick Lachemeier freut sich über die neue Möglichkeit, sich zu messen: „Würden wir nur Liga spielen, dann wäre die Saison im Oktober schon vorbei.“ Auf den Gewinn des Ligapokals möchte Lachemeier nicht spekulieren, da aus seiner Sicht wohl nur zwei Teams aus der Kreisklasse in der Kreisliga konkurrenzfähig wären. „Als Problem sehe ich, dass die Spieler der Zweiten Mannschaft durch Einsätze im Ligapokal für die eigentlichen Ligaspiele gesperrt werden könnten. Das sollte man ändern. So könnten Stammspieler eine Verschnaufpause erhalten, und junge Spieler bekämen Spielpraxis.“

Obwohl die Liga klar vorgeht, mussten Spieler aus Weyarn und Rottach durch den Pokalspieltag muskuläre Verletzungen hinnehmen – die Sorgen über mögliche Ausfälle sehen sie bewahrheitet. „Es ist eher ein Wettbewerb für Mannschaften, die in der Liga im gesicherten Mittelfeld stehen, und so alles für den Pokal geben können“, findet Klaus Beckmann, Trainer des FC Rottach-Egern.

Der TSV Weyarn will den Ligapokal nutzen, um neue Taktiken auszuprobieren, benötigt aber alle Körner für den Ligabetrieb. Beim Aufstiegsaspiranten SG Hausham nimmt man den Ligapokal gerne mit, so können Spielabläufe vertieft werden, und Spieler aus der zweiten Reihe kommen zu mehr Spielpraxis. Vorerst rückt der Pokal erst mal in den Hintergrund.

FF Geretsried – DJK Darching

Aus Sicht der DJK Darching kann es mit zwei 4:3-Erfolgen in Folge so weitergehen, auch wenn für Lachemeier sechs Gegentore in zwei Spielen zu viel sind. Sein Team muss am Samstag gegen den direkten Tabellennachbarn FF Geretsried ran. Zurück im Kader ist Simon Sitzberger. „Wir wollen Geretsried überholen und uns noch weiter von den Relegationsplätzen entfernen“, hofft Lachemeier. Er erwartet keine Geschenke von den Fußballfreunden Geretsried, die eine erfahrene Mannschaft aufs Feld schicken werden. Am kommenden Donnerstag findet das Rückspiel in Darching statt.

FC Rottach-Egern – TSV Weyarn

Ein echtes Sechs-Punkte-Spiel haben Rottach und Weyarn vor der Brust. Beide Teams stecken im Abstiegskampf. Durch Verletzungen im Ligapokal fehlen Alexander Wabnitz beim FC und Florian Butzenberger beim TSV – beide haben einen Muskelfaserriss. Außerdem müssen die Klosterdörfler auf Seppi Leitner verzichten, dafür rückt Pascal Klumpp zurück in die Mannschaft. „Wir sind gut drauf und wollen alles in die Waagschale werfen, um gegen Weyarn zu gewinnen und den Relegationsplatz zu verlassen“, sagt Rottachs Coach Beckmann. „Wir wollen genau da weitermachen, wo wir letzten Sonntag aufgehört haben“, sagt TSV-Abteilungsleiter Christian Wacker. „Mit einer ähnlich guten Leistung wollen wir uns für die Hinspiel-Niederlage gegen Rottach revanchieren.“

SC Wörnsmühl – Oly. Geretsried

Mit neun Zählern Rückstand zum rettenden Ufer muss Schlusslicht Wörnsmühl am Samstag gegen Geretsried gewinnen. „Olympic ist schwer einzuschätzen, da sie wohl einige Wechsel im Kader hatten. Trotzdem müssen wir die Punkte in Wörnsmühl behalten“, erklärt Vize-Abteilungsleiter Schönauer. Hinter dem Einsatz von Matthias Fichtner steht ein Fragezeichen, zudem muss der SC Franz Kirchberger ersetzen.

SC RW Bad Tölz – SG Hausham

Die SG Hausham tritt beim SV Rot-Weiß Bad Tölz an – als Dritter gegen Zweiter. „Uns erwartet ein richtungsweisendes Spiel. Wir wollen wieder in Schlagdistanz zur Spitzengruppe kommen“, wünscht sich Haushams Vize-Abteilungsleiter Florian Fink. Rückkehrer Alex Kloiber steht nach beruflicher Quarantäne wieder zur Verfügung. Während Lukas Grill und Patrick Vogel noch fraglich sind, müssen die Knappen ohne die Verletzten Max Baumgartner und Manu Marcks auskommen.

(Thomas Spiesl)

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