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Steht zu seinem Wort: Manni Schwabl.

Das Warten geht weiter

Schwabl über Freundschaftsspiel gegen Warngau: „Das ist Ehrensache“

  • VonMichael Eham
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Zum dritten Mal muss das Freundschaftsspiel zwischen dem SV Warngau und der SpVgg Unterhaching verschoben werden. Stattfinden soll es aber auf jeden Fall.

Warngau – Was lange währt, wird endlich gut, heißt es im Volksmund. Oder auch aller guten Dinge sind drei. Beim SV Warngau müssen sich die Verantwortlichen an Floskeln wie diesen aufhängen, wenn sie an das versprochene Freundschaftsspiel gegen die SpVgg Unterhaching denken. Denn wie schon in den vergangenen beiden Jahren kann die Partie auch im Sommer 2021 nicht stattfinden.

Darauf hat man sich in Warngau schon früh genug eingestellt, erklärt Jugendleiterin Yvonne Frischmuth. „Es war ja schon lange abzusehen, dass das Spiel nicht in einem uneingeschränkten Rahmen stattfinden kann.“ Denn um das Spiel wünscht sich Frischmuth eine lockere Atmosphäre. „Wir möchten die Leute jetzt auch nicht mit Masken an den Fußballplatz schicken, sondern einen Verkauf anbieten und die Kinder mit den Spielern einlaufen lassen“, betont Frischmuth.

Natürlich sei die Corona-Pandemie der Hauptgrund für das erneute Verschieben des Freundschaftsspiels gewesen. Dennoch spielten gleich mehrere Faktoren eine Rolle, dass der SV Warngau in diesem Jahr nicht auf eine Austragung gepocht hatte. Zum einen hätten die eigenen Spieler der ersten Mannschaft seit nunmehr fast einem Jahr kaum richtig über eine längere Zeit trainieren können und wären dementsprechend mit erhöhter Verletzungsgefahr in die Partie gegangen. Zum anderen durchliefen die Unterhachinger eine denkbar bittere sportliche Misere, an deren Ende der letzte Platz in der 3. Liga und der damit verbundene Abstieg in die Regionalliga stand. „Da wollten wir nicht noch einmal nachhaken und haben für uns beschlossen, das Spiel auf 2022 zu verschieben“, erklärt Frischmuth und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Und gegen einen Regionalligisten haben wir vielleicht sogar die Chance auf das ein oder andere Tor. Außerdem hätte es ja genauso gut ein Zweitligist werden können.“

Spiel war schon für 2019 geplant

Nächstes Jahr soll das Spiel aber auch endlich stattfinden, auch wenn es nach den Münchner Vorstädtern geht. „Das ist Ehrensache, dass wir das Freundschaftsspiel bei der nächstmöglichen Gelegenheit einplanen. Da stehen wir im Wort“, betont Hachings Präsident Manfred Schwabl. Der Holzkirchner ist bekanntlich einer, der großen Wert auf sein Wort legt.

Yvonne Frischmuth

Die Partie ist nämlich auch den Hachingern ein Anliegen, denn 2019 hatte der kleine SV Warngau unter organisatorischer Aufsicht von Frischmuth der größeren Spielvereinigung bei der Ausrichtung des großen Finales des Merkur CUP zur Jubiläumsausgabe zum 25-jährigen Bestehen unterstützt. Für diese Hilfe wollten sich die Hachinger in Person von Schwabl mit einem Freundschaftsspiel bedanken, zu dem es eben bis heute noch nicht gekommen ist und auf das man sich in Warngau nun noch ein weiteres Jahr gedulden muss.

Eigentlich hätte das Spiel schon im Juni 2019 stattfinden sollen, damals allerdings waren Warngaus Vorsitzender Christian Schöllner auf Hochzeitsreise und Trainer Daniel Mayer ebenfalls nicht da. Die Unterhachinger entschieden sich kurzerhand, denSV Miesbach beim Bau des Kunstrasenplatzes zu unterstützen und das Freundschaftsspiel bei den Kreisstädtern auszutragen.

Im kommenden Jahr soll es aber nun endlich klappen. Dann feiert der SV Warngau sogar 60-jähriges Bestehen und möchte das Freundschaftsspiel im Rahmen der Feierlichkeiten austragen. „Wir bleiben auf jeden Fall dabei, alleine aus unserer Verbundenheit zu Haching“, verspricht Frischmuth.

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