Teil der Aufstiegsmannschaft: In der Saison 1988/89 gelang Marinus Thurnhuber (hinten 5.v.r.) das Vordringen in die Bezirksoberliga. 
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Teil der Aufstiegsmannschaft: In der Saison 1988/89 gelang Marinus Thurnhuber (hinten 5.v.r.) das Vordringen in die Bezirksoberliga. 

Thurnhuber verstirbt im Alter von 58 unerwartet

Marinus Thurnhuber: BOL-Aufsteiger, Talentförderer und „herzensguter Familienvater“

  • vonMarkus Eham
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Marinus Thurnhuber verschrieb sich nach seiner aktiven Karriere beim FC Rottach-Egern und FC Miesbach als DFB-Stützpunkttrainer voll und ganz der Nachwuchsförderung.

Warngau – Fußball ist zweifellos die große Leidenschaft von Marinus Thurnhuber gewesen. Nicht nur als erfolgreicher Abwehrspieler – zunächst beim FC Rottach-Egern und später beim FC Miesbach – konnte er sich sehen lassen, vor allem mit seiner Trainerkarriere konnte er aufwarten. Nicht zuletzt machte er sich als langjähriger DFB-Stützpunktrainer einen Namen in der Region. Nun ist Thurnhuber, der ältere Bruder des Warngauer Bürgermeisters Klaus Thurnhuber, unerwartet im Alter von 58 Jahren im Italien-Urlaub gestorben (wir berichteten).

Egger: Thurnhuber „war ein absoluter Sportsmann“

Nicht zuletzt Robert Egger, langjähriger Vorsitzender des FC Miesbach, erinnert sich gerne an seinen ehemaligen Schützling. „Er war ein absoluter Sportsmann“, sagt er. „Mit ihm gab es nie ein Problem.“ Im Jahr 1984 wechselte der Abwehrrecke von Rottach-Egern in die Kreisstadt und dadurch in die damalige Bezirksliga. Fünf Jahre lang organisierte Thurnhuber den Abwehrverband und schaffte mit den Kreisstädtern sogar den Aufstieg in die Bezirksoberliga. „Dann musste er leider verletzungsbedingt kürzer treten und machte den Trainerschein“, erinnert sich Egger. Zugleich der Beginn der zweiten überaus erfolgreichen Karriere.

Thurnhuber entdeckt als DFB-Stützpunkttrainer zahlreiche hoch veranlagte Spieler

Von 1993 an trainierte er fünf Jahre lang den FC Rottach-Egern. „Es war eine sehr erfolgreiche Zeit“, betont Anton Erlacher, Ehrenvorsitzender des Vereins. Unter Thurnhuber gelang auch der Aufstieg in die Bezirksliga. Nach einer zweijährigen Rückkehr in den Jahren 1998/99 auf die Bank des FC Miesbach (Landesliga) machte sich Thurnhuber vor allem einen Namen als langjähriger DFB-Stützpunkttrainer im Landkreis. Ein Amt, das er bis zuletzt ausübte. Zahlreiche hoch veranlagte Spieler aus der Region gingen durch seine Talentschmiede. „Er war einfach sehr beliebt“, versichert Erlacher. „Mit ihm ist man immer gut ausgekommen. Vor allem die jungen Spieler haben sehr auf ihn gehört.“

Marinus Thurnhuber: „Ein herzensguter Familienvater“ - „Aber der Fußball war schon seine große Leidenschaft“ 

Was Thurnhubers Zeitgenossen ihm – auch abseits des Fußballplatzes – unisono bescheinigen: Seine große Menschlichkeit, sowohl im Sport als auch in Beruf oder Privatleben, zeichnete ihn aus. „Er war einfach ein herzensguter Familienvater“, sagt seine Frau Monika. „Aber der Fußball war schon seine große Leidenschaft.“ Beruflich setzte Thurnhuber auf Kontinuität. 22 Jahre lang arbeitete er bei Sitec Aerospace in Bad Tölz.

Egger: „Er hat in seiner ganzen Karriere nie eine rote Karte gesehen“

Überdies stand Thurnhuber für große sportliche Fairness. „Er hat in seiner ganzen Karriere nie eine rote Karte gesehen“, betont Egger. Vor allem aber seine Persönlichkeit, die Leidenschaft für den Sport und seine fußballerische Expertise werden nicht nur dem Landkreis Miesbach fehlen. MARKUS EHAM

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