Egal, ob Bezirks- oder Kreisliga: Der TSV Otterfing und sein Trainer Mike Probst haben die Zusammenarbeit bis 2023 verlängert.
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Egal, ob Bezirks- oder Kreisliga: Der TSV Otterfing und sein Trainer Mike Probst haben die Zusammenarbeit bis 2023 verlängert.

Auslaufender Vertrag um zwei Jahre verlängert

TSV Otterfing: Kreisligist verlängert Vertrag mit Trainer Mike Probst

  • vonHans-Peter Koller
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Mike Probst steht auch in den nächsten zwei Jahren an der Seitenlinie des TSV Otterfing. Der Kreisligist verlängerte vorzeitig seinen im Juni auslaufenden Vertrag. 

Otterfing – Dass die Doppel-Saison 2019/21 Ende April nicht am grünen Tisch, sondern auf den Plätzen fortgeführt wird, ist realistisch, aber noch nicht vollends in trockenen Tüchern. Beim TSV Otterfing allerdings ist klar, wer weiterhin das Zepter schwingt: Mike Probst hat seinen Vertrag als Trainer, der zum 30. Juni ausgelaufen wäre, vorzeitig verlängert – unabhängig davon, ob die Nordring-Elf in die Bezirksliga aufsteigt oder auf der Zielgeraden noch strauchelt. Als Raphael Schwarz nach gut vier Jahren im September 2017 den Trainerstuhl freimachte, hingen dunkle Wolken tief über dem Nordring. „Ich habe die Mannschaft nicht mehr so erreicht, wie es für den angestrebten Erfolg notwendig war“, hatte Schwarz den Schritt nach einem glatten Fehlstart in die Saison begründet. Da aber wenige Tage darauf das nächste Punktspiel angesetzt war, musste flott ein Ersatz gefunden werden.

Mike Probst kann auf Trainer-Erfahrung beim Bezirksoberligisten TuS Holzkirchen zurückblicken

Es war der mehr als drei Jahrzehnte im Verein aktive Georg Köglsperger, der als Interims-Coach einsprang. Als Onkel von Simon und Jones Eder hatte er zuvor die meisten Spiele sowieso als Fan beobachtet. Allerdings erklärte Köglsperger bereits bei seiner Amtsübernahme, dass in der Winterpause Schluss sei. Er wollte der Vereinsführung nur ermöglichen, in Ruhe einen Nachfolger für Schwarz zu finden.

Und Dominik „Chief“ Urban ließ den Telefondraht glühen. Der Spartenleiter des TSV Otterfing führte viele Gespräche, traf sich mit potentiellen Kandidaten und präsentierte dann der Spartenführung seinen persönlichen Wunschkandidaten. Der war als Ex-Trainer des Bezirksoberligisten TuS Holzkirchen kein Unbekannter: Mike Probst.

Mike Probst schaffte mit TSV Otterfing den Klassenerhalt

So kam der Kontrakt Anfang Februar 2018 zustande. Befristet bis Juni 2019, also für drei Halbserien. Der A-Lizenzinhaber, der beim FC Bayern München auch zweimal in der Bundesliga im Tor stand, schaffte mit dem abstiegsgefährdeten TSV Otterfing den Klassenerhalt und das auch eine Saison später. Dabei blieb Probst stets seiner Linie treu. Sehr zur Freude von Urban. Denn der Blick des Schnauzbärtigen galt stets der Nachwuchsförderung und der Eingliederung der A-Junioren in den Spielbetrieb der Kreisliga. Probsts zweite Amtszeit läuft bis Juni 2021, die nun fixierte dritte bis Juni 2023.

„Unser alter und neuer Trainer steht voll hinter der Philosophie des Vereins“, erklärt Urban. „Wir freuen uns sehr über die weitere Zusammenarbeit.“ So hat Probst die Eder-Zwillinge Andreas und Kilian, Alexander Küfler und Michael Schmiedel zu gestandenen Kreisligaspielern ausgebildet, die aus der Start-Elf des TSV Otterfing nicht wegzudenken sind. „Die Vertragsverlängerung ist ein beidseitiger Vertrauensbeweis“, sagt Probst, „wobei für mich weiter im Vordergrund steht, dass ich ambitionierten Spielern eine angemessene sportliche Perspektive vermitteln kann.“

Dass der Blick, ob auf sportlichem Weg oder am grünen Tisch, der Bezirksliga gilt, will der 58-jährige, der in Unterhaching wohnt und dort bei der Gemeinde als EDV-Chef tätig ist, nicht verhehlen. Wobei er hier als Kreisliga-Spitzenreiter mit zehn Punkten Vorsprung auf den Zweiten Lenggrieser SC tief stapelt: „Wir haben eine gute Ausgangsposition. Mehr aber auch nicht.“ Fest steht auf jeden Fall, das Mike Probst seine Philosophie für zwei Jahre weiter treu bleiben kann: Fordern ja – überfordern nein.

(Hans-Peter Koller)

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