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Pilotprojekt: Aufgeschlossenheit und Skepsis bei Kreisligisten

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Ein Fußball schlägt im Netz ein. (Symbolbild)
Ein Fußball schlägt im Netz ein. (Symbolbild) © mis

Die Miesbacher Kreisligisten stehen dem neuen Spielmodell im Kreis Zugspitze offen gegenüber, haben aber auch ihre Zweifel.

Landkreis Miesbach – Nachdem die Fußballvereine des Kreises Zugspitze im April 2021 mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen haben, die Saison ab Sommer dieses Jahres in einem neuen Modus zu spielen – ein Pilotprojekt –, wartet auf Spieler, Trainer und Fans heuer eine Spielzeit mit mehr Gruppen und vielen Derbys. Wir haben uns bei den Vereinen aus dem Landkreis umgehört, was sie nun, da die Gruppeneinteilungen feststehen, vom neuen Modus halten.

Dominik Urban, Spartenleiter TSV Otterfing

Aufgeschlossen gegenüber Neuerungen zu sein, ist für Dominik Urban eine Lebenseinstellung. Entsprechend positiv sieht der Fußball-Chef des TSV Otterfing auch den Testlauf. „Wenn man nichts Neues probiert, weiß man auch nicht, ob’s hinhaut“, sagt Urban.

Dominik Urban, Spartenleiter TSV Otterfing
Dominik Urban © THOMAS PLETTENBERG

Aber bei all den Vorschuss-Lorbeeren gibt ihm das Ungleichgewicht in Teil zwei der Saison zu denken; würde doch die Aufstiegsrunde sechs und die Abstiegsrunde neun oder zehn Mannschaften umfassen. Entsprechenden uneinheitlich ist für die Teams dann auch die Zahl der Spiele im Frühjahr. Auf jeden Fall rechnet der Nordring-Manager damit, dass das Pilotprojekt in der derzeitigen Form Nachbesserungen braucht, die zu einer gleichen Spielanzahl für alle führen

Reiner Leitl, Trainer FC Real Kreuth

Die Vorfreude auf die Änderungen hält sich bei Reiner Leitl in engen Grenzen. Der alte und neue Trainer des FC Real Kreuth kann sich zwar grundsätzlich mit mehr Derbys und kürzeren Fahrten anfreunden. Aber: Überschritten ist für den FC-Coach die Schmerzgrenze, was Spiele gegen ein und denselben Gegner betrifft.

Reiner Leitl, Trainer FC Real Kreuth
Reiner Leitl © THOMAS PLETTENBERG

Den Extremfall der Relegation eingerechnet, könne es vorkommen, dass ein Verein in einer Saison sechsmal auf die gleiche Mannschaft trifft. „Das Oberland ist halt mal wieder der Vorreiter für ganz Bayern. Ganz so wie im richtigen Leben.“

Wadlbeißer: Alle Folgen des Lokalsport-Podcasts in der Übersicht.

Florian Ächter, Trainer TuS Holzkirchen II

Florian Ächter, Trainer TuS Holzkirchen II
Florian Ächter © TuS Holzkirchen

Mit gemischten Gefühlen startet Florian Ächter in die Saison. „Ich denke, wir haben eine schwere, aber attraktive Gruppe bekommen“, sagt der neue Trainer des TuS Holzkirchen II. Es werde schwer, aber mit einem guten Start und viel Einsatz von jungen wie etablierten Spielern, sei für sein Team die Aufstiegsrunde drin.  

Fredl Hollmann, Sportlicher Leiter SV Miesbach

Fredl Hollmann, Sportlicher Leiter SV Miesbach
Fredl Hollmann © Thomas Plettenberg

„Ich finde es gut, mal etwas Neues auszuprobieren. Es ergeben sich in der ersten Runde etliche interessante Derbys, es ist sportliche fair und für die Zuschauer sehr reizvoll. In der zweiten Runde trifft man dann auf Gegner, gegen die man noch nicht gespielt hat. Ich freue mich auf die nächste Saison im neuen Modus.“

Florian Fink, Zweiter Spartenleiter SG Hausham

Florian Fink, Zweiter Spartenleiter SG Hausham
Florian Fink © THOMAS PLETTENBERG

„Durch die neue Aufteilung erwarten wir natürlich mehr Derbys und dadurch aufgrund der kürzeren Entfernungen auch mehr Zuschauer. Ob es am Ende genau so interessant sein wird, wie der bisherige Spielbetrieb, wird man erst zum Schluss der neuen Saison sagen können. Wir sind gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.“ (meh/ko/ts)

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