Spielerausfall bricht TuS gegen Endorf das Genick

- 1:3-Niederlage: Möglichkeiten nicht genutzt

VON HANS-PETER KOLLER Holzkirchen - Welcher Amateur-Mannschaft ist es schon möglich, fünf Stammspieler zu ersetzen ? Den Spielern des TuS Holzkirchen jedenfalls ist das nicht gelungen, auch wenn sie in der ersten Halbzeit gegen den TSV Bad Endorf die klareren Torchancen herausspielten. Ein Treffer kurz vor und ein weiterer kurz nach der Pause brachen den Grün-Weißen das Genick, und nach der 1:3-Niederlage geistert in Holzkirchen das Abstiegsgespenst herum.

Zu den vier bei der Partie in Freilassing gesperrten Aktiven (wir haben berichtet) kam noch ein weiterer Ausfall. Der Holzkirchner Torwart Oliver Beck hatte sich eine Grippe zugezogen. Für ihn stellte sich Markus Riedlechner zwischen die Pfosten.

In der achten Minute war den Gästen Fortuna hold. Nach einem Fehler in der Abwehr erkämpfte sich Simon Schedel den Ball, aber er hielt genau auf den Schlussmann. Das 0:1 (10.) war von chaotischen Verhältnissen im Holzkirchner Strafraum begünstigt: Zuerst schlugen zwei Verteidiger über den Ball. Dann konnte Riedlechner das Spielgerät nicht unter Kontrolle bringen. Mario Pitsch reagierte am schnellsten und schob ins lange Eck ein. Der Rückstand beflügelte die Holzkirchner zu großer Laufarbeit. Nach einer Flanke kam Schedel zum Kopfball, aber Georg Haas gelang es mit einer tollen Reaktion, das Leder unter Kontrolle zu bringen (24.).

Die nächste dicke Chance bereitete Markus Müller mit einem Pass an den Fünfer vor. Schedel aber traf den Ball nicht optimal (28.). Das Augenmaß war auch bei Müller nicht richtig eingestellt, als er aus nur acht Metern am rechten Pfosten vorbeihielt (33.). In der 42. Minute zeigte sich Christian Thusbaß als Meister des ruhenden Balles. Er zirkelte einen Freistoß ohne Berührung durch Freund und Feind zum 2:0 in die Maschen. "Wenn wir schnell den Anschluss erzwingen, sind wir wieder dabei", motivierte der Holzkirchner Trainer Heinz Tochtermann seine Schützlinge in der Pause. Der nächste Treffer fiel auch bald nach dem Wiederanstoß, aber Tochtermann fand keine Freude daran. Erneut verwandelte nämlich Christian Thusbaß einen Freistoß direkt.

Nach dem 0:3 (48.) waren die Würfel zugunsten des TSV Bad Endorf gefallen, der sich angesichts des Vorsprunges in die Verteidigung zurückzog. Innerhalb von vier Minuten kamen die Platzherren zu drei guten Aktionen. Sebastian Gritschneder zog eine Volley-Abnahme aus sieben Metern am Pfosten vorbei, und Markus Müller setzte sich zweimal im Strafraumgewühl durch. Er konnte zwar jeweils am Torwart vorbeizielen, aber in beiden Fällen standen die Verteidiger goldrichtig auf der Linie (55./57.).

Das überfällige 1:3 (65.) markierte Sebastian Gritschneder mit einem Drehschuss aus sieben Metern. Müller scheiterte, gleich von zwei Gegenspielern bedrängt, am Keeper (68.), und Florian Krämer hielt aus nächster Nähe zum Tor neben den linken Pfosten (72.). Der Abwehrriegel der Gäste bröckelte auch nicht, als einer der Kurstädter mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste (79.). "Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, die Tore zu machen. Das hat sich gerächt", meinte der Holzkirchner Abteilungsleiter Toni Staller nach dem Schlusspfiff.

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