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Tobias Schlichtner vom FC Rottach-Egern holt sich Torjägerkanone

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Von: Julia Pawlovsky

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Da ist das Ding: Tobias Schilchtner (M.) vom FC Rottach-Egern freut sich über die Torjägerkanone der Heimatzeitung von Merkur-Sportredakteurin Julia Pawlovsky. Johann Marx von der König Ludwig Schloßbrauerei spendiert fünf Kästen Holzkirchner Gold.
Da ist das Ding: Tobias Schilchtner (M.) vom FC Rottach-Egern freut sich über die Torjägerkanone der Heimatzeitung von Merkur-Sportredakteurin Julia Pawlovsky. Johann Marx von der König Ludwig Schloßbrauerei spendiert fünf Kästen Holzkirchner Gold. © Andreas Leder

Die Torjägerkanone der Heimatzeitung geht in der Saison 2018/19 an Tobias Schlichtner vom FC Rottach-Egern. Der 20-Jährige stellte zudem einen neuen Rekord auf.

Rottach-Egern – An den Fußballplatz in Rottach-Egern hat Johann Marx keine guten Erinnerungen. „Hier sind wir abgestiegen“, sagt der Vorsitzende des SV Bayrischzell und blickt auf den gepflegten Rasen, auf dem derzeit  der FC Basel sein Trainingslager abhält. Wie berichtet, unterlagen die Bayrischzeller vor wenigen Wochen in der Relegation um die Fußball-Kreisklasse dem FC Rottach-Egern. Keinen geringen Anteil daran hatte Tobias Schlichtner. Der 20-jährige Torjäger der Rottacher machte im Hinspiel zwei Treffer. „Das ist schon ein Guter“, gesteht der SV-Vorsitzende. „Und Rottach war auch besser.“

Marx ist aber nicht nur für die Belange der Bayrischzeller Kicker zuständig. Hauptberuflich ist der 41-Jährige Gebietsverkaufsleiter Gastronomie der König Ludwig Schloßbrauerei Kaltenberg. Und in dieser Funktion verschlug es den Bayrischzeller nun zurück an den Ort des Abstiegs.

FC Rottach-Egerns Tobias Schlichtner erzielt 31 Tore

Schlichtner hat nämlich nicht nur in der Relegation getroffen, in der regulären Spielzeit der A-Klasse 3 machte der Rottacher 31 Buden – so viele wie kein anderer Fußballer im Landkreis. Damit geht die Torjägerkanone der Heimatzeitung in der Saison 2018/19 an den 20-Jährigen. Zum Feiern gibt es von Marx und der König Ludwig Schloßbrauerei fünf Kästen Holzkirchner Gold dazu. „Beim Bier musst’ aufpassen“, sagt Marx zu Schlichtner. „Das ist ein bissl stärker als das Tegernseer.“

Schlichtner nahm die Kästen mit einem Lächeln entgegen. „Die Saison war super, von Anfang an schon“, sagt der Torjäger. Die Krönung war natürlich der Aufstieg, „aber mit einem Auge schaut man schon immer auf die Torjägerliste“. Dort ging es in dieser Saison wieder einmal eng zu – und das bis zum Schluss. Die Liste der Heimatzeitung richtet sich nach der des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Und dort lag Schlichtner nach dem letzten Spieltag mit 24 Toren gleichauf mit Christian Wacker vom TSV Weyarn. Der BFV hatte zuerst Schlichtners sieben Treffer gegen den TSV Hofolding nicht gewertet, da die Partie abgebrochen worden war. Dies wurde später berichtigt, und so ist Schlichtner also alleiniger Torschützenkönig.

Tobias Schlichtner stellt neuen Rekord auf

Aber nicht nur das, der 20-Jährige stellte auch einen neuen Rekord auf. Die Heimatzeitung sucht seit der Saison 2015/16 den besten Torjäger im Landkreis. Bislang ging die Kanone an Manfred Sitzberger (DJK Darching) mit 30 Toren, Josef Estner (SC Wall) und Stefan Münch (TSV Weyarn), die jeweils 24 Mal trafen. Schlichtner hat mit seinen 31 Treffern also einen neue Bestwert markiert.

Der Rottacher, der seit 2003 beim FC spielt, hatte vor allem gegen Ende der Saison ein Auge auf die Liste. „Am Anfang schaut man nur auf die Mannschaft“, erzählt der Student des Wirtschaftsingenieurwesens. „Aber wir haben besser gespielt als letztes Jahr, und auch bei mir ist es gut gelaufen. Da fordert man dann die Tore auch ein.“

FC Rottach-Egern will wieder mit FC Real Kreuth in einer Liga spielen

Die will Schlichtner auch in der kommenden Saison wieder schießen. „Die Kreisklasse ist schwer, das ist eine starke Gruppe“, sagt er. „Aber wenn wir wieder unser Bestes geben, wird es reichen.“ Zudem sind die Rottacher eine junge Mannschaft mit Potenzial. Das langfristige Ziel lautet daher: „Irgendwann wieder mit Kreuth in einer Liga spielen.“ Der Lokalrivale FC Real kickt derzeit bekanntlich in der Kreisliga. Brauerei-Vertreter Marx jedenfalls meinte zum Abschied zu Schlichtner: „Ich glaube, wir werden uns noch öfter sehen.“ Wenn es nach dem Bayrischzeller geht, aber wohl lieber nur beruflich.   

jpa

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