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Direkt nach Spielende informierte Christian Pralas (r.) die Mannschaft über seinen Rücktritt.

Ex-Trainer erklärt Rücktritt beim TSV Irschenberg

Pralas: „Mannschaft braucht einen neuen Input“

  • vonMichael Eham
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Zwei Tage nach seinem Rücktritt als Trainer des Fußball A-Klassisten TSV Irschenberg erklärt Christian Pralas die Gründe dafür.

Irschenberg – Nach der 1:3-Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht DJK Darching II hat Irschenbergs Trainer Christian Pralas die Reißleine gezogen und ist zurückgetreten (wir berichteten). Im Interview spricht der 41-Jährige über seine Beweggründe.

Herr Pralas, Sie sind nur drei Spieltage nach der langen Pause zurückgetreten. Wie kam’s zu der Entscheidung?

Das hat wirklich nur sportliche Gründe. Ich fühlte mich in Irschenberg sehr wohl und war nicht umsonst zweieinhalb Jahre dort. Aber der Auftritt am Sonntag ist für mich ein Grund zu sagen, dass die Mannschaft vielleicht einen neuen Input braucht. Mir sind die Jungs zu sehr ans Herz gewachsen, als dass ich eine solche sportliche Talfahrt mit anschauen könnte.

Inwieweit war die Niederlage gegen Darching ausschlaggebend für Ihre Entscheidung?

Explizit hatte das Spiel gegen Darching keinen direkten Einfluss auf die Entscheidung. Der Gegner machte einfach ein gutes Spiel. Die Spieler rufen momentan nicht das Leistungsniveau ab, das für die A-Klasse nötig ist und mir geht es nur darum, dass sie nicht in eine sportliche Talfahrt rutschen, die der Verein auf keinen Fall verdient hat.

Wie und wann haben Sie der Mannschaft und dem Vorstand Ihre Entscheidung mitgeteilt?

Ich teilte sowohl der Mannschaft als auch der Vorstandschaft die Entscheidung, die mir auf keinen Fall leichtgefallen ist, direkt nach dem Spiel mit. Als Trainer musste ich die Verantwortung übernehmen und auch harte Entscheidungen treffen, auch wenn im ersten Moment niemand glücklich darüber ist. So haben sich die Spieler und Verantwortlichen mir gegenüber auch geäußert. Wir sind traurig, aber sind im Guten auseinandergegangen.

Was nehmen Sie aus Ihrer Zeit bei TSV Irschenberg mit?

Ich habe von der Jugend bis in den Herrenbereich in Irschenberg alles verfolgt und habe im Verein viele Freunde gefunden. Da wird der Kontakt auch nicht abreißen.

Wie fühlen Sie sich mit der Entscheidung heute, zwei Tage danach? Blicken Sie schon nach vorne?

Ich wünsche der Mannschaft alles Gute und hoffe, dass sie sich da rauszieht. Sie hat auf jeden Fall das Potenzial dazu. Persönlich ist das natürlich ein Dämpfer gewesen, aber im Leben muss man immer positiv bleiben. Das Ganze ist noch so frisch, dass ich mir noch keine Gedanken gemacht habe, ob und wie ich weitermache.

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